Wenig Geld infolge Schlafmangels ?

Harte Arbeit wird in den „Strunz News“ respektiert. Wer Fliegenhirn in hauchdünnen Scheiben geschnitten mittels Lasers über Tage hinweg abscannt, und uns dann erklären kann

warum wir schlafen, warum Studenten während der Prüfungsvorbereitung gerne abgeschieden und in Dunkelheit arbeiten, warum olympische Rekorde nachmittags aufgestellt werden, warum Schichtarbeit einsam machen kann, warum wir träumen, wie wir luzide Träume für sportliche Höchstleistung einsetzen können, wie Kinder im Schlaf lernen, was uns getrennte Schlafzimmer ermöglichen, wie wir das Schnarchen loswerden, warum zu wenig Schlaf dick macht, was unruhige Beine mit Eisenmangel zu tun haben, wie Koffein uns glücklich macht, was Mondfühligkeit ist, und ob uns die Handy-Funkwellen wirklich den Schlaf rauben …,

der soll hier auch gewürdigt werden.

Rund 400 Seiten mit bunten Erkenntnissen über das Schlafen. Das Buch von Albrecht Vorster erinnert mich an die einstige Buch-Reihe „WahnsinnsWissen“, die man als Kind verschlungen hatte.

Schlaf, besonders Tiefschlaf, ist unterbewertet !

So verweisen etliche Studien auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht sowie niedrigerem Einkommen und Schlafmangel. Auch wenn dieser Zusammenhang – auf ein ganzes Land gesehen – gewagt erscheint, so fällt doch auf, dass der „Industriemensch“ immer weniger schläft.

Während in den USA 33 % der Arbeitnehmer auch am Wochenende und 25 % nachts arbeiten, sind es in Deutschland nur 20 % und und jeder Siebte (Hamermesh & Stancanelli, 2015, p. 10). Immerhin.

Doch monetär erfolgreiche Menschen haben alle eines gemeinsam: Die arbeiten nachts, arbeiten auch am Wochenende, treiben Sport, meditieren, und achten dennoch auf ihren Schlaf. Wie die das machen, fragen Sie ? Antwort:

Reflex-Tiefschlaf (News 30.04.2016)

Ein anderer praktischer Lösungsvorschlag für gesünderen Schlaf lautet: das Buch von Albrecht Vorster lesen.

Und vergessen Sie bitte dem Mythos vom „8-Stunden-Schlaf“. (News 03.09.2013) Wozu dieser Zwang ? Der Historiker Roger Ekirch bewies 2005 in seinem Buch “At Day’s Close” – untermauert von 500 Zitaten aus der Menschheitsgeschichte – dass die Menschen ursprünglich und immer in 2 Abschnitten geschlafen haben.

Warum man darüber kurz nachdenken sollte ? Um, wenn es Sie betrifft, Ihre Angst zu verlieren. Schlaf kann individuell sein.

In der Nacht 1-2 Stunden wach zu sein, ist völlig normal.

War es jedenfalls in der gesamten Menschheitsgeschichte. Und wenn Sie – wie ich – 2 oder 3 Mal nachts wach liegen, dann freuen Sie sich einfach über sich selbst. Dann sind Sie eben ein ganz besonders aufgewecktes Evolutionsgeschöpf oder haben auch einfach nur den Rat von Arnold Schwarzenegger befolgt. Der empfahl einmal Studenten allen Ernstes: “Sleep faster !”

QUELLEN

Hamermesh, D. S., & Stancanelli, E. (2015). Long workweeks and strange hours. Industrial and Labor Relations Review, 68(5), 1007–1018

Neligan, A. (2018). Why We Sleep? A manifesto in defence of sleep. Brain : A Journal of Neurology, 141(6), 1884–1886

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