Was Muskeln alles können

Sie werden Augen machen, bei der nun folgenden Aufzählung, was denn Muskeln so alles können. Lesen Sie doch einfach mit:

Blutdruck senken: Heute weiß man, dass Muskeltraining so gut wirkt wie ein Medikament. Weil neue Blutgefäße entstehen, alte oder gar Verkalkte sich verjüngen und sich wieder weiten. So kann Blut wieder besser fließen.

Diabetes vorbeugen: Zuckerkrankheit beginnt im unbewegten Muskel! Muskeltraining macht die Körperzellen wieder empfänglich für das Blutzuckerhormon Insulin. Ein bewegter Körper kriegt keinen Diabetes! Der Muskelexperte Markus Schülke vom Berliner Universitätsklinikum Charite lieferte dazu einen spannenden Versuch und ließ Menschen mit Diabetes jeden Tag trainieren. Wochenlang, aber nur ein Bein. Dann guckte er nach, wie beide Beine auf das Blutzuckerhormon Insulin reagieren. Das trainierte Bein schickte den Zucker tatsächlich wieder schneller ins Gewebe.

Kopfschmerzen vertreiben: Wer sich um seine verspannte Schulter- und Nackenmuskulatur kümmert, wird Kopf- und Nackenschmerzen leichter los. Vor allem Frauen leiden häufig unter der „Trapezius-Myalgie“. Kopenhagener Forscher fanden heraus, dass der Rückgang der Trapeziusschmerzen mit der Zunahme der Muskelstärke korreliert. Seither verordnen sie Kandidaten von chronischen Nackenschmerzen 3 Mal die Woche 20 Minuten Krafttraining.

Osteoporose verhindern: Knochenschwund ist was ganz Unangenehmes und beginnt oft schon mit 25. Führt dazu, dass man sich im Alter die Knochen bricht, die Wirbel uvm.. Dem kann man aber ganz einfach mit Muskeltraining und Koordinationsübungen vorbeugen. Beide zusammen verhindern, dass man z.B. über den Teppich stolpert. Der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung lässt die Muskeln nicht nur wachsen, sondern er stimuliert zudem den Stoffwechsel der Knochen.

Fett abschmelzen: Der stemmende Muskel bildet Interleukin. Das ist ein Botenstoff, den 50 Millionen Deutsche sofort gerne hätten, würden sie davon wissen. Interleukin schmilzt nämlich Fett weg! Direkt über dem Muskel ist selbst die Fettschicht dünn. Und je größer der darunter liegende Muskel ist, desto dünner … Also: Problemzonen kann man sehr wohl modellieren! Die beiden Botenstoffe Interleukin-6 und Interleukin-15 machen schlank.

Entzündungshemmer produzieren: Entzündungen im Körper sind für so grauenhafte Zustände wie Herzinfarkt, Krebs, Alzheimer, Diabetes usw. verantwortlich. Braucht man aber alles gar nicht kriegen. Man muss nur seine Muskel beanspruchen. Und Sport wiederum bringt den Muskel dazu, Interleukin-6 in hundertfacher Dosis ins Blut auszuschütten, um seine Wunderheilung zu vollbringen.

Immunsystem stärken: Wohl dosierte Bewegung stärkt das Immunsystem. Aber wissen Sie auch, dass Muskeln eine gigantische biochemische Stoffwechselfabrik sind? Muskeln produzieren nämlich Eiweißbausteine direkt aus den 9 essenziellen (lebenswichtigen) Aminosäuren. So etwa das Glutamin. Muskeln sind also die Glutamin-Lieferanten des Immunsystems. Die Folge: Menschen mit mehr Muskeln haben meistens ein stärkeres Immunsystem. Muskulös = stark = schlagkräftiges Immunsystem = gesund = gute Gene = attraktives Paarungsobjekt. So einen Klassiker des Paarungsverhaltens kennen Sie sicher auch aus Ihrem Bekanntenkreis …

Quelle: „die neue diät – das fitnessbuch“ (Heyne Verlag)

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