Medizinwitz des Tages 18. August 2020

Die Covid-19-Pandemie ist die größte globale Bedrohung für die Gesundheit der Menschheit in diesem Jahrhundert, zu deren Lösung die globale wissenschaftliche Gemeinschaft auf nie da gewesene Weise zusammenarbeiten muss.

Inserm (F) und CARE am 18.08.2020

Durch die jährliche Anhebung der Rezeptgebühr in Österreich zahlen sich die Patienten immer mehr Medikamente selbst und es steigen damit auch die Erlöse der Sozialversicherung aus den Selbstbehalten.

Pharmig am 18.08.2020

Bei einem Schweizer Medikament zum Preis von 100 CHF gehen nur 68 an den Hersteller, die restlichen 32 CHF teilen sich der Handel, Ärzte, Apotheker und über die Mehrwertsteuer der Bund. Dennoch wird in der Schweiz mehr Geld für Alkohol und Tabak ausgegeben als für Medikamente.

Interpharma am 18.08.2020

Kandidatensubstanz

Boehringer Ingelheim RCV GmbH am 18.08.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 29. Juni 2020

Beim 2. internationalen Spendenaufruf der EU für Impfstoffe und Behandlungen der durch das Corona-Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 sind laut EU-Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen Hilfszusagen in der Höhe von 6,15 Mrd. € zusammengekommen. Damit belaufen sich seit 4. Mai 2020 die Zusagen im Rahmen des Spendenmarathons auf insgesamt 16 Mrd. €.

EU-Kommission am 29.06.2020

Covid-19 unterstreicht die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Medizin und Industrie.

GlaxoSmithKline Pharma GmbH am 29.06.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 27. Juni 2019

Der Austausch und die Zusammenarbeit mit Ärzten, Apothekern, Spitälern sowie Forschungsinstitutionen und Patientenorganisationen ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente. Diese Zusammenarbeit geht mit geldwerten Leistungen für Forschung und Entwicklung, Beratungs- und Trainingstätigkeiten und medizinische Fortbildung einher.

GSK Österreich am 27.06.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Die Innovative Medicines Initiative der EU als PPP-Modell

Innovative Medicines Initiative (IMI) ist seit 2017 ein sog. Public Private Partnership-Modell von EU und der europäischen Pharmaindustrie mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Pharmafirmen, Hochschulen, öffentlichen Forschungsstätten, KMUs, Behörden und Patientenorganisationen zur Entwicklung von Medikamenten zu beschleunigen. Dazu wurden natürlich etliche Forschungsprojekte auf die Beine gestellt.

ELF, K4DD und HARMONY

ELF (European Lead Factory) z.B. ist seit 2013 ein Projekt von 7 Pharmafirmen, mehreren KMUs sowie akademischen Institutionen mit dem Ziel, die Entwicklung von Arzneimitteln zu beschleunigen. Dazu schufen die Teilnehmer eine riesige, gemeinsame „Substanzbibliothek“, die nach 5 Jahren bereits über 500.000 Moleküle zur Wirkstoffforschung umfasste. Das Projekt K4DD untersucht erstmals in großem Maßstab das Phänomen der “Bindungskinetik”, also wie lange ein Wirkstoff auf sein Zielprotein einwirkt.

IMIDIA wiederum steht für „Innovative Medicines Initiative for Diabetes” und soll den Trend zu immer mehr Diabeteserkrankungen stoppen helfen. Dass sich die WHO mehr Antibiotika wünscht, ist bekannt. Das Projekt DRIVE-AB hat über 3 Jahre lang geforscht, wie die Entwicklung neuer Antibiotika stimuliert werden könnte. Am Ende schlugen die Autoren 4 Anreize vor. HARMONY schließlich möchte die Behandlung von Blutkrebskrankheiten verbessern und setzt dabei auf Datenverarbeitung in großem Stil.

Psychische Erkrankungen: 10 Tipps für Unternehmen zum Gegensteuern

Wegen psychischer Erkrankungen nehmen in Firmen nun schon seit Jahren die Arbeitsunfähigkeitstage zu. Auch die Anzahl an diesbezüglichen Krankenständen hält die GS Consult GmbH für „alarmierend“: Mit mehr als 17 % kamen 2016 nämlich die psychischen Erkrankungen erstmals an 2. Stelle. Nur übertroffen vom Muskel- und Skelett-System mit 22,2 %. Solche Ausfallzeiten sind für Unternehmen natürlich eine hohe finanzielle Belastung.

Foto: obs / GS Consult GmbH / B. Jackson

Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden sich bis 2030 die dadurch verursachten direkten Kosten in Deutschland auf rund 32 Mrd. € belaufen. Darum auch sind Firmen seit 2013 ausdrücklich dazu verpflichtet, bei der vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsbedingungen auch psychische Belastungen zu berücksichtigen. Giovanni Sciurba von GS Consult hat für Führungskräfte folgende 10 Tipps für die Praxis im Firmenalltag parat:

(1) Durch eine Verbesserung der Arbeitsabläufe mit klaren Aufgaben lässt sich das Stressempfinden der Mitarbeiter reduzieren. (2) Ein bewusster Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln – wie z.B. Verzicht auf E-Mails nach Feierabend – nimmt ebenfalls Druck. (3) Bei Veränderungsprozessen im Unternehmen sollte stets offen und transparent kommuniziert werden. (4) Voraussetzung für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit ist die Wertschätzung der Arbeitnehmer durch eine faire Gehalts- und Personalpolitik sowie einer Kommunikation auf Augenhöhe.

Tipps 5-10

(5) Große Bedeutung für das psychische Wohlbefinden hat die Einbindung in Entscheidungsprozesse. (6) Vorgesetzte sollten die Beschäftigten immer entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten, Stärken und Interessen einsetzen. (7) Das Definieren von Zielen und Perspektiven in Entwicklungsgesprächen erhöht die Motivation der Angestellten. (8) Durch die Personalplanung sollte vermieden werden, dass Beschäftigte oft Überstunden machen müssen. (9) Bei Konflikten sollten Führungskräfte hinhören und zu Lösungen beitragen. (10) Eine ausgewogenen Work-Life-Balance kann die Mitarbeiter langfristig gesund und zufrieden erhalten.