Medizinwitz des Tages 18. November 2019

Bakterielle Infektionen lassen sich nur durch Antibiotikavielfalt optimal behandeln. Doch wurden weltweit in den letzten Jahrzehnten nur wenige Antibiotika neu entwickelt und zugelassen, weil deren Entwicklungskosten hoch sind und die Erträge zu gering. Es wäre daher wichtig, den Pharmafirmen wirtschaftliche Anreize zu bieten, damit sie überhaupt die Entwicklung neuer Antibiotika vorantreiben.

Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller am 18.11.2019

Es ist wichtig, Adipositas wie jede andere chronische Erkrankung behandeln, und zwar mit einem “3D”-Ansatz aus Diagnose, Diskussion und Direktiven.

Universitätsklinikum Leipzig am 18.11.2019

Überlastete Krankenhäuser und die Ärzte im Dauerstress: Die Mehrheit der Deutschen macht sich Sorgen um die medizinische Notfallversorgung in Deutschland.

PwC Deutschland am 18.11.2019

Antibiotika sind keine Hustenbonbons.

Cassella-med GmbH am 18.11.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Seit 17 Jahren immer mehr medizinische Tierversuche in Österreich

Es ist so ungeheuerlich wie unglaublich, aber seit nunmehr 17 Jahren steigt in Österreich die Zahl der (medizinischen) Tierversuche. Das berichtet der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) in einer Aussendung. So mussten 2016 in Österreich genau 236.459 Tiere dran glauben, was einer Zunahme um 9.142 Tieren oder 4 % entspricht. Und schon von 2014 auf 2015 war ein Sprung um 8,7 % erfolgt.

Infografik: Tierversuche verstehen – Eine Informationsinitiative der Wissenschaft / www.tierversuche-verstehen.de

Dabei wurden 43,8 % der Versuchstiere in der Grundlagenforschung verwendet, wo es laut IBT-Präsidentin Gerda Matias um keine Relevanz für die Praxis geht. Zur Zulassung von Medikamenten wurden 15,3 % Tiere eingesetzt. „Dabei mussten 13.157 Kaninchen noch immer unnötig leiden und sterben, obwohl es für den Pyrogentest (Prüfung von injizierbaren Arzneimittel auf fieberauslösende Stoffe), eine vollwertige Ersatzmethode gibt, die auch von der EU überprüft und schon 2010 ins Europäische Arzneibuch aufgenommen wurde.

Über die Webseite www.tierversuchsgegner.at kann darum eine Petition für eine Forschung ohne Tierversuche unterstützt werden !! In Deutschland übrigens wird die Zahl der Versuchstiere bereits weniger, hatte 2015 aber immer noch unvorstellbare 2,753.062 Tiere betragen … Und auch wenn der Anteil von offensichtlich weniger wichtigen Mäusen, Ratten und Fischen weiterhin bei über 90 %, zeigen sich 2 Trends: Der Anteil der Mäuse an den Versuchstieren steigt und innerhalb dieser Gruppe werden mehr transgene Tiere eingesetzt.

Infografik: Tierversuche verstehen – Eine Informationsinitiative der Wissenschaft / www.tierversuche-verstehen.de