Erfolg ist eine Technik

Das sollte all die unter uns interessieren, die Erfolg eher seltener haben. Aber genau wissen, warum: Die Anderen sind schöner, redegewandter, dynamischer, durchsetzungsstärker oder einfach nur kräftiger. Kurz und gut: besser oder zumindest überlegen. Das kann natürlich wirklich so sein … Nun könnte man sich hinsetzen und zu weinen beginnen – wie das Millionen Menschen auch tun – bevor man resigniert. Oder zeitgleich die Technik des Erfolgs erlernen. Die gibt es nämlich?

Dazu muss ich ausnahmsweise mit einem wahrscheinlich schwer verständlichen Satz von Scott Jurek beginnen. Der US-Amerikaner ist einer der erfolgreichsten Ultra-Marathon-Läufer dieser Welt und auch Buchautor:

Man schließt die Ermüdung in die Arme, anstatt sich vor ihr zu ducken.

Ganz ähnlich klingt Lisa Smith, Gewinnerin des 6-tägigen Ultra-Marathons quer durch die Sahara, wenn sie über Erschöpfung spricht. Gar so, als handele es sich um ein verspieltes Haustier:

Ich mag das Biest. Ich freue mich auf seinen Auftritt, jedes Mal, wenn es sich zeigt, komme ich besser mit ihm zurecht. Wenn man das Biest jedoch hasst, kann man nicht mit einem Sieg rechnen. Die einzige Möglichkeit etwas für sich zu gewinnen, ist, es zu lieben, was Ihnen jeder Philosoph wie auch Genetiker bestätigen wird.

Dahinter steckt die Idee mit der Stufe. Mit der neuen Stufe … einer neuen Definition von „normal“.

Normal ist, so glauben wir, schmerzfrei zu leben. Schön. Hat man jedoch täglich große Schmerzen, so verzweifelt man. Resigniert. Anderseits könnte man sein Leben einfach neu definieren. Normal wäre dann jetzt neu: Schmerzen haben ! Dann könnte man sogleich neue Stufen erklimmen – oberhalb dieser neuen „Normalebene“ – und leben wie alle Anderen. Das alles auf der adaptierten, ganz neuen Basis:

Normal ist, Schmerzen zu haben … Wie klingt das für Sie ?

Das hatte ich Ihnen schon ein Mal am Beispiel „Ironman Hawaii“ erklärt. Nach Schwimmen, nach Radfahren … fängt man völlig erschöpft an zu laufen. Nach so 3 km, auf der Kuppe eines Hügels, fühlt man sich absolut am Ende. Erschöpft und leer. Manche geben dann auf … Wir hingegen definieren ab jetzt so einen

Erschöpfungszustand als die neue Ausgangsbasis !

Ist ab jetzt unser „normal“. Und dann schauen Sie doch mal, ob Sie nicht vielleicht doch noch Gas geben können. So wie man das üblicherweise beim Training – ohne diese Erschöpfung – auch tut. Und suggerieren Sie sich, dass man einen Normalzustand (hier die maximale Erschöpfung) endlos aushalten kann. Sie glauben gar nicht,

was dann noch alles möglich wird …

Das alles kann man auch auf den Alltag übertragen. Auf die Erschöpfung nach 14 Stunden Arbeit. Und jetzt liegt noch ein Haufen vor Ihnen, den Sie in der Nacht bewältigen müssten. Morgen früh frägt der Chef danach. Sie können aber eigentlich nimmer. Sind nur mehr fürchterlich müde … Das ist der Jetzt-Zustand. Und den erheben Sie jetzt zum neuen Normal-Zustand.

In Wahrheit verwenden bereits Millionen Menschen diese Technik – notgedrungen und gegen ihren Willen. Es ist jedoch etwas Anderes, diese Technik bewusst anzuwenden, weil man sich des anschließenden Erfolgs viel bewusster wird. Um noch einmal die Läufer-Legende Scott Jurek zu zitieren:

Ich habe mir in allen Wettkämpfen die Fähigkeit angeeignet, mich immer noch mehr anstrengen zu können, wenn es immer schlimmer für mich aussah.

Der konnte also auf eine immer neue Stufe der Erschöpfung klettern und sie als normal betrachten. Daher weitermachen. Daher gewinnen ! Diese Technik kann man üben. Gehen Sie an Ihr Limit ! Oder am einfachsten: Rennen Sie mal 100 km. Rennen !

QUELLE:  Ch. McDougall „Born to run“ (S. 171)

Zum Thema passend: Ganz plötzlich brillant werden (News v. 24.01.2019),  Sie sind der Boss (News v. 15.12.2017), Wer wird Milliardär ? (News v. 30.03.2017), Gewinnen trainieren (News v. 22.11.2016)

Die medizinische Hölle

Die kann Ihnen passieren. Nach einem Unfall z. B., bei einer schweren Erkrankung. Darum lohnt es sich, die folgende Geschichte aufmerksam zu studieren. Es geht um eine Schweizer Fußballer-Legende. Einen Kopfballspezialisten des FC Zürich. Der mit 70 Jahren nicht mehr auf Leute reagieren konnte. Sie mit falschem Namen ansprach. Der zunehmend verwirrter wurde, sodass die Ehefrau Hilfe suchte.

Das ist normalerweise der Anfang vom Ende. Denn Hilfe sucht man automatisch bei Ärzten, in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Und da musste das Ehepaar laut eigenem Bekunden „Höhen und vor allem Tiefen erleben – bei der Betreuung, in Spitälern und verschiedenen Pflegeeinrichtungen“. Und wörtlich: „Wir gingen durch die medizinische Hölle“. Warum das denn ?

  • Fritz Künzli war ein ehemals kräftiger Superkicker, Spitzensportler. Ihn ruhig zu halten, war fast ein Ding der Unmöglichkeit.
  • Je unruhiger er wurde, desto mehr Medikamente bekam er, um ihn ruhig zu stellen.

Ist soweit ein völlig normaler Ablauf. Scheint nur Außenstehenden seltsam. Und dann passierte auch das Übliche:

„Das rief fatale Nebenwirkungen hervor: Fritz wurde noch verwirrter, bekam Panikattacken und daraufhin noch mehr Medikamente. Aber es wurde nichts besser.”

Ja ja, die Psychopharmaka. Immer nur gut gemeint! Und als der Patient dann nach einem dreitägigen Kurzaufenthalt völlig verwahrlost, nass, apathisch, mit Joghurt an den Händen, im Gesicht und in den Haaren von der Ehefrau abgeholt wurde, fiel er in Ohnmacht …

In der Notfallabteilung des Hirslandenspitals war klar, dass Fritz wegen Flüssigkeitsmangel komplett dehydriert und übersediert war. Die Kombination „dehydriert und übersediert“ kannte auch ich noch nicht, ehrlich gestanden. Der Arzt dort muss einen guten Blick gehabt haben.

Der nächste Tiefschlag kam dann bei einer notwendigen, beidseitigen, Leistenoperation. Da passierte etwas ganz Typisches. Genau das gleiche Prinzip wie bei mir in letzten Sommer. Wieder Zitat der Ehefrau:

„Durch die vielen Psycho-Medis, die mein Mann im Vorfeld nehmen musste, und die Narkose dann fiel er plötzlich ins Delirium ! Die Ärzte rieten mir am Morgen danach, sofort alle Medikamente abzusetzen und ihn mit nach Hause zu nehmen. Das war das Schlüsselerlebnis! Endlich ein Arzt, der sagt, „alle Medikamente abzusetzen (!).”

Wieder zu Hause und dank einer Pflegefachfrau wurden die Entzugserscheinungen (der ach so hilfreichen Medikamente) immer weniger. Der demenzkranke Fritz K. versucht heute Tennis zu spielen, radelt auf seinem Hometrainer und nimmt wieder am gesellschaftlichen Leben teil. Nur richtig sprechen kann er noch immer nicht. Und wissen Sie, wie die lebenskluge Ehefrau das interpretiert?

„Bei allem, was er erlebt hat, hat es ihm schlicht die Sprache verschlagen.”

Sie finden an diesem “Einzelfall” eine verbreitete, ärztliche Erfahrung dargestellt:

  • Wenn es im Krankenhaus immer schlimmer wird, dann stoppen sie alle Medikamente und bringen den Patienten nach Hause.

Hat schon unzählige Male geklappt. Wir haben einfach zu viel Angst und zu wenig Vertrauen in uns selbst, zur Natur. Wissen Sie, was da hilfreich ist? Körpergefühl. Sport. Sportliche Wettkämpfe. Da lernt man einzuschätzen, was der menschliche Körper tatsächlich aushält.

Quelle:  www.blick.ch/people-tv/schweiz

Wozu Hormone ?

Was für eine Frage? Für die Schönheit natürlich, gegen die Falten, für Jugendlichkeit, für Vitalität, für mehr Sex. Kurz gesagt für all das, was man auf den Titelseiten vieler Frauenzeitschriften so liest. Aber im Ernst: Wozu brauchen wir Hormone wirklich?

Ganz einfach: Hormone sind Botenstoffe. Mehr nicht. Sie dringen in die Zelle ein und den Zellkern, legen sich an die DNA (Ihr genetischer Apparat) und sagen etwas ganz Einfaches, wenngleich enorm Wichtiges.

Hormone sagen der DNA, sie möge bitte Eiweiß produzieren …

Und dann tut die DNA das auch. Sie produziert Eiweiß. Dafür brauchen wir Hormone! Wer das einmal verstanden hat, wird niemals mehr einfach nur so Hormone nehmen, sondern immer mit Aminosäuren zusammen. Hat man dann mehr davon …

Aus Eiweiß baut der menschliche Körper bekanntlich (das) Leben auf. Zu den vielfältigen Aufgaben zählen u.a.:

  • Struktur-Proteine für Knochen, Haut, Arterien, Haare, Sehnen, Muskeln.
  • Enzyme für die Energie-Produktion.
  • Neurotransmitter für alle neurologischen Funktionen, für Glück und Lebensfreude.
  • Antikörper als das Geheimnis jedes funktionierenden Immunsystems.

Der Mensch hat keinen Eiweiß-Speicher. Wir brauchen also konstanten Eiweiß-Nachschub, um die Abnützung des Körpers aufzufangen, wieder wett zu machen. Täglich Eiweiß! Die Erholungszeit eines Marathonläufers z.B. hängt entscheidend von der Geschwindigkeit der besagten Reparatur ab. Darum immer sofort Eiweiß nach dem Wettkampf !

Um zu leben, müssen wir Menschen ständig neue Zellen produzieren. Das machen wir aus Eiweiß. Überall im Körper: Wir brauchen ständig neue Zellen, um die Alten zu ersetzen. Und diese Zellen bestehen, ich betone nochmals, aus Eiweiß und nicht aus Kohlenhydraten, liebe DGE. Und jetzt kommt’s: Also muss der genetische Apparat (die DNA) auch ständig das Kommando bekommen, neues Eiweiß und damit neue Zellen zu produzieren. Und für diese Kommandos brauchen wir die Hormone. Gewusst?

Das Dumme an der Geschichte ist, dass unser Körper eigentlich nur für so 30 bis 40 Jahre eingerichtet wurde. Von der Evolution, deren Hauptziel die Fortpflanzung war. Die Erhaltung der Spezies Mensch. Und das geschieht etwa in diesem Zeitraum … Dieses Gesetz „40 Jahre reichen“ wird von der Menschheit aber negiert. Das Lebensalter steigt und steigt in eindrucksvoller Weise.

Und Sie ahnen vielleicht, was damit auch passiert: Die Hormone, also die Botenstoffe, werden mit den Jahren weniger. Sie fallen und fallen. Messe ich jeden Tag. Also bzw. folglich bekommt Ihr genetischer Apparat auch immer schwächere Signale, doch bitte Eiweiß für die Zellreparatur zu produzieren. Für die Erneuerung des Körpers. Heißt:

Man wird sichtbar alt …

Abhilfe? Aus meiner Feder gibt es da genug zu diesem Thema. Sage hier nur „forever young“.

Andererseits gibt es auch den Weg der Hormongabe. „Erfunden“ von Dr. Chein in Palms Springs. Der Beweis für sein Wirken läuft dort täglich herum. Ist schon sehr beeindruckend, wenn ein Mann so mit 75 mit völlig glatter Haut und schwellenden Muskeln die Straße entlang läuft. Oder wenn eine 70-jährige Dame so aussieht wie mit 42 und über ihr interessantes Sex-Leben spricht. Die Idee wurde nicht nur in Deutschland an die Anti-Aging-Kliniken übertragen. Dort hält man Ihren Hormonspiegel künstlich hoch und bleibt länger jung. Unbestreitbar.

Ein Tipp: Wie Sie wissen, konzentriere ich mich bei Hormonen auf die 2 Wichtigsten: Testosteron und Wachstumshormon. Für beide Hormone gibt es Anleitungen, wie man sie ohne Hilfsmittel im Körper steigern kann.

Gute Noten sind planbar

Doch, doch! Ein ähnliches Beispiel war meine späte Erkenntnis „Endspurt im Wettkampf ist planbar, ist machbar“. Seit ich (war mir völlig neu) lernen durfte, dass der no-carb-Athlet im Wettkampf sein typisches Power-Gel, also Kohlenhydrate, viel langsamer verbrennt und ergo im Endspurt noch etwas übrig hat (News vom 21.10.2016 und 25.10.2016).

Wir lernen eben dazu. Jeden Tag. Am meisten lerne ich von Ihnen. Und wenn Sie mir’s noch schreiben, den Erfolg, dann veröffentliche ich die Lösung gerne. Denn ganz sicherlich haben auch andre das gleiche Problem.

Erinnern Sie sich z.B. noch an den 12.09.2008? Ein Student …

Ein Student „büffelt“ heutzutage viele Semester lang für viele Prüfungen. Lernt also wirklich, oft ganze Nächte durch. Wird dann vor der Prüfung immer nervöser und angespannter und wird zuweilen enttäuscht. Also Note 3, Note 4. Kurz gesagt: Höchst unbefriedigend!

Also gab ich diesem Studenten

Multivitamine,
dazu Magnesium
und Tryptophan.

Magnesium als Salz der inneren Ruhe. Zur Entspannung. Und Tryptophan für mehr Abstand, Distanz, Überblick. Ihn souveräner zu machen, damit sich der Lernstoff nicht täglich vor ihm auftürmt wie ein unüberwindliches Gebirge. Resultat?

Vorgestern ruft mich der Student an – mit richtig heller Stimme. Er hätte jetzt dreimal hintereinander Einser bekommen und wollte danke sagen! Schon Thomas Mann hat ausführlich genug beschrieben, dass der Zustand des Körpers, also die Biologie, den Geist bestimmt.

Magnesium und Tryptophan haben Sie verstanden. Und Multivitamin? Laut der Universität Newcastle kann ein Multivitamin-Präparat „die Aufmerksamkeit bei der Bewältigung von Aufgaben“ schon nach 3 Stunden verbessern. Das wurde gemessen!

Also lebe auch ich von und mit diesem Zauberpulver …

Sport ohne Kohlenhydrate ?

Mir als Praktiker undenkbar. Aber auch theoretisch undenkbar, wenn es um Hochleistungssport geht. Um anaerobe Zustände.

Erinnern wir uns: Sportler brauchen Nudelpartys. Leben von Kohlenhydraten. Lange Zeit unangefochtene Lehrmeinung! Und das stimmt auch für den 100 m-Läufer, für den Sprinter. Gilt auch immer noch in der üblichen Sportmedizin wie in Ulm. Nur im Ausdauersport hat sich etwas geändert! Da einigt man sich so ganz langsam – langer Rede kurzer Sinn – auf die Zweiteilung

Train low carb,
but compete high carb !

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