Medizinwitz des Tages 9. Juli 2020

In Deutschland stehen 2 Versicherungssysteme – die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV) – im Wettbewerb zueinander, investieren aber in die gleiche Versorgungsinfrastruktur, die dann auch und gerade bei Pandemien allen Patienten zugutekommt.

Debeka Versicherungsgruppe am 09.07.2020

Ärzten, die “Corona” verharmlosen, droht in Österreich Berufsverbot

“Kurier”-Aufmacher am 09.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 1. Juli 2020

Deutschland altert und immer mehr Menschen erkranken an Demenz. 2050 könnte es dann schon fast 3 Mio. demente Patienten geben. Darauf müssen wir Deutschland vorbereiten und das tun wir mit der Nationalen Demenzstrategie ! Darin wurden auf breiter Basis 27 Ziele formuliert und dazu 160 Maßnahmen vorgeschlagen, um Deutschland demenzfreundlich zu machen. 2026 wird dann erstmals Bilanz gezogen.

Deutschlands Bundesminister Dr. Giffey, Spahn und Karliczek am 01.07.2020

Wenn in Österreich nicht mehr der Arzt entscheidet, welches Medikament der Patient bekommen soll, sondern nur mehr der Wirkstoff verschrieben wird, dann schafft man damit nur eine vermeintliche Flexibilität. Obwohl eine solche Verordnung in vielen anderen Ländern bereits existiert, gefährdet man dadurch in Wahrheit die Therapietreue und das Vertrauen in die Arzneimittel. Generell wird eine Folge davon sein, dass der Wettbewerb unter den Arzneimittelherstellern noch mehr angefacht wird.

Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs am 01.07.2020

Die Aut-idem-Regelung, wonach Apotheken ein anderes als das vom Arzt namentlich verordnetes, jedoch wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben dürfen, bringt mehrere große Sicherheitsprobleme mit sich. Zudem können Apotheken in Österreich mögliche Wechselwirkungen bei der Medikation der Patienten fachlich gar nicht einschätzen.

Österreichische Ärztekammer am 01.07.2020

Menschen mit Demenz gehören in die Mitte der Gesellschaft. Daran müssen alle arbeiten.

Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste am 01.07.2020

Impfen durch Apothekerinnen und Apotheker erfolgt bereits in 13 Ländern Europas und verbessert die Gesundheit der Bevölkerung. … Es muss das Ziel aller Gesundheitsberufe sein, eine höhere Durchimpfungsrate zu erreichen, damit sich die Gesundheit der Bevölkerung verbessert.

Österreichische Apothekerkammer am 01.07.2020

39 % der Österreicher waren in der Vergangenheit oder sind aktuell von einer psychischen Erkrankung betroffen. Für 65 % davon ist eine Behandlung nicht finanzierbar. Das ist erschütternd und zeigt den enormen Aufholbedarf bei der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Österreich.

Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen am 01.07.2020

Eine so große Operation wie der Einsatz eines neuen Hüftgelenks birgt auch das Risiko von Komplikationen oder Spätfolgen. Und Vorsicht: Wer danach seine Prothese überstrapaziert, riskiert, dass sie sich lockert und vorzeitig ausgewechselt werden muss. Lockerungen sind auch der häufigste Grund für einen vorzeitigen Prothesenwechsel. An 2. Stelle kommen Infektionen. So besteht in den ersten 2 Jahren nach der Operation ein erhöhtes Risiko, dass Bakterien das Implantat befallen. Dieses Risiko gilt es möglichst klein zu halten. Z.B können bei einer größeren Zahnbehandlung Bakterien über das Zahnfleisch ins Blut gelangen. Prothesenträger sollten deshalb eine Stunde vor der Zahnbehandlung sicherheitshalber ein Antibiotikum einnehmen. Ein erhöhtes Risiko für einen Keimbefall haben auch Diabetiker mit einem schlecht eingestellten Blutzuckerwert, Raucher und fettleibige Menschen.

Apotheken Umschau am 01.07.2020

Corona-Auswirkungen in Österreich durch mehr Psychotherapie auffangen

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie am 01.07.2020

In nahezu ganz Europa werden Statistiken über Schwangerschaftsabbrüche geführt und darauf aufbauend Überlegungen angestellt und Maßnahmen entwickelt. Nur in Österreich nicht.

Aktion Leben Österreich am 01.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 18. Oktober 2019

Es gab niemals zuvor eine spannendere Zeit, um die Versorgung der Patienten zu reformieren.

Roche Pharma Partnering am 18.10.2019

Die öffentliche Apotheke ist eine zentrale Säule des österreichischen Gesundheitssystems. Diese Säule droht zu kippen. Grund dafür ist die wirtschaftliche Lage der öffentlichen Apotheken, die sich zusehends verschlechtert. Verschärft wird die Situation auch durch Versuche der Bundeswettbewerbsbehörde, Apotheken und Ärzteschaft in einen Wettbewerb zu drängen.

Österreichische Apothekerkammer am 18.10.2019

In Deutschland fehlt ein systematisches Behandlungskonzept für Osteoporose. Nur etwa 30 % der Patienten erhalten auch eine Osteoporose-Therapie. … Osteoporose ist die unsichtbare Volkskrankheit. Das muss sich ändern.

Amgen GmbH am 18.10.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

19.748 neuer Tiefststand deutscher Apotheken

Die Zahl deutscher Apotheken hat mit 19.748 zu Jahresende 2017 einen neuen Tiefststand erreicht. Das gab die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in einer Aussendung bekannt. “Nicht nur die Zahl der Apotheken sinkt immer weiter, sondern auch die Zahl der Inhaber“, zeigt sich deren Präsident Friedemann Schmidt besorgt.

Nur mehr 19.748 Apotheken in Deutschland … (Foto: MHJ)

Deren Zahl ist Schmidt zufolge 2017 um 371 auf 15.236 gesunken. Die Anzahl der Apotheken sank um 275, also 1,4 %. Nur 1987 hatte es in beiden Ländern zusammen noch weniger Apotheken gegeben. Der ABDA-Präsident macht dafür nicht nur den „scharfen Wettbewerb, sondern leider auch die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen“ verantwortlich. Wenn sich die deutschen Apotheken aber auf Dauer bei rezeptpflichtigen Medikamenten einen seiner Meinung nach unsinnigen Preiswettbewerb mit ausländischen Arzneimittelversendern liefern müssen, dann sei die flächendeckende Medikamentenversorgung gefährdet.

Das ist zwar total unlogisch, aber man kann es ja mal behaupten wie auch eine Gesetzesänderung fordern. “Deshalb brauchen wir dringend und schnell ein Gesetz, das wieder einheitliche Preise bei rezeptpflichtigen Medikamenten herstellt.“ Möglich würde das, so wörtlich, „über ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln“.

Deutschlands Apotheker sehen Zukunft skeptisch

Die selbständigen Apotheker in Deutschland schätzen 2017 die Zukunft ihrer Branche und des eigenen Betriebs deutlich pessimistischer ein als noch 2016. Das ist nur ein Ergebnis, welches dem Apothekenklima-Index 2017 zu entnehmen ist, einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Demnach erwarten 4 von 10 Apothekern in den kommenden 2-3 Jahren eine etwas oder sogar deutlich schlechtere Entwicklung für ihr Geschäft. Und für die gesamte Branche “Apotheken” rechnen sogar fast 2 Drittel (64,4 %) der Apothekeninhaber mit einer Verschlechterung in naher Zukunft.

Noch vertreten ABDA-Präsident Schmidt und Vizepräsident Arnold knapp 20.000 Apothekeninhaber … (Foto: obs / ABDA / Hinz)

Wesentlicher Grund für die Stimmungseintrübung ist das Urteil des Europäischen Gerichtshof vom Oktober 2016, wonach ausländische Versandhändler sich nicht mehr an die in der Arzneimittelpreisverordnung verankerten (einheitlichen) Preise für rezeptpflichtige Medikamente halten müssen. Die Apotheker in Deutschland sehen darin eine Schieflage im Wettbewerb entstehen, weshalb auch mehr als die Hälfte davon ihre Investitionen bremsen wollen. Ein Drittel der Betreiber wolle sogar Personal einsparen. Zudem dürfte in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern der Umfrage zufolge auch die Ausbildung unter dem EuGH-Urteil leiden. 80 % der deutschen Apothekeninhaber wollen daher wieder ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten.

“Dass die Zahl der Apotheken in Deutschland bereits seit Jahren sinkt, ist bekannt. Wenn sich nun auch noch das Klima in den Apotheken innerhalb eines Jahres so massiv trübt, dann ist das noch mehr Grund zur Besorgnis. Schließlich wollen und müssen wir die gute Arzneimittelversorgung zwischen Usedom und Schwarzwald aufrecht halten”, kommentiert Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA, den Bericht. Mit ihren “Kernpositionen zur Bundestagswahl 2017” hatte sich die Bundesvereinigung bereits im Frühjahr 2017 zu der freiberuflichen Leistungserbringung, einer Stärkung der flächendeckenden Versorgung und einer Weiterentwicklung des Honorarsystems bekannt.