Medizinwitz des Tages 6. Februar 2020

In der Schweiz dämpfen Preissenkungen das Wachstum des Medikamentenmarktes.

Interpharma am 06.02.2020

Mit 1. Jan. 2020 sieht das Vertragsärztenetz der ÖGK insgesamt 3.839,5 Allgemeinmediziner und 3.132 Fachärzte in ganz Österreich vor.

Österreichische Gesundheitskasse am 06.02.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Freie Ärzteschaft betont Unterschied zwischen Arztpraxis und McDonald‘s

Deutschlands Freie Ärzteschaft (FÄ) kritisiert in einer Aussendung ein neues Geschäftsmodell der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (kurz Apobank). Diese wolle sich nämlich mit sog. “Franchise-Praxen direkt in den Gesundheitsmarkt einklinken“. “Die Apobank besitzt weder medizinische Kompetenz noch ist sie zur vertragsärztlichen Versorgung ermächtigt”, protestiert dagegen der FÄ-Vorsitzende Wieland Dietrich.

Einmischung in Gesundheitsmarkt

Besonders befremdlich findet Dietrich das angedachte Franchise-Modell, wie es etwa Fast-Food-Ketten und Coffee-Shops betreiben. “Arztpraxen sind nicht McDonald’s oder Starbucks.“ Und dass die Apobank überhaupt auf solche Geschäftsideen komme, sei vermutlich „ihrer betriebswirtschaftlichen Einsichten in puncto Praxisfinanzierungen“ geschuldet. Doch nicht nur das ärgert den FÄ-Vorsitzenden. „Der Ideenvorstoß der Apobank ist auch ein Affront gegen die ärztliche Unabhängigkeit und die kritische Diskussion über die Kommerzialisierung im Gesundheitswesen.“

Bei den jüngsten Deutschen Ärztetagen sei nämlich sehr deutlich geworden, dass Renditeorientierung und ökonomische Fremdbestimmung in der Medizin nichts zu suchen hätten. Die Freie Ärzteschaft fordert daher ärztliche Mandatsträger im Aufsichtsrat der Apobank auf, sich von dort zurückzuziehen, sollten derartige Geschäftsideen weiter verfolgt werden. Auch alle Ärzte seien aufgerufen, ihre Geschäftsbeziehungen mit der Apobank zu prüfen. Denn „als Kapitalunternehmen mit eigenen Praxen“ würde (1.) ein unfairer Wettbewerb angestoßen und (2.) würden sich vielleicht “auch andere Banken in den Gesundheitsmarkt einmischen“ wollen.