Medizinwitz des Tages 21. Mai 2020

Tabletten schlucken ist ein Kunststück: Rund 1 Drittel von 1.000 in einer Studie des Universitätsklinikums Heidelberg befragten Patienten hat Probleme, ein Medikament zu schlucken. Fast 1 Viertel der Nebenwirkungen von Arzneimitteln geht wohl auf die falsche “Handhabung” zurück. Oft scheitert die Einnahme schon daran, dass Medikamente mit Kinderschutz schwer aus der Verpackung zu bekommen sind.

Senioren Ratgeber am 21.05.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Sind Hautcremes schon vor Verwendung kaputt ?

Geht es um Hautcremes oder Lotionen, dann dreht sich die 1. Frage zumeist um die Inhaltsstoffe. Laut dem Schweizer Hersteller Clariant sei aber die Frage „Wie wird der Inhalt geschützt?“ noch wichtiger. Denn viele in der Dermatologie verwendete Wirkstoffe, wie z.B. die Vitamine A, C und E würden ohne eine sinnvolle „Verpackung“ gar nicht die Hautschicht erreichen, in der sie wirken sollen.

Infografik: obs / clariant

Das fängt schon damit an, so Sebastian Dahms, Head of Encapsulation Technologies, dass viele Wirkstoffe von Cremes an der Luft sehr schnell oxidieren. Ein Prozess, der oft schon beim Abfüllen in der Fabrik beginne. „Die verwendeten Wirkstoffe haben zwar ursprünglich einen nachgewiesenen Effekt, doch das Produkt ist dann schon bei der Ankunft im Shop wirkungslos“, weiß der Experte. Zudem könnten die oxidierten Wirkstoffe später sogar zu Hautreizungen führen. Mit dem Verkapselungssystem „VitiSpheres“ glaubt man bei Clariant, nun viele Probleme gelöst zu haben.

„Neu an der Technik des Encapsulation Systems ist, dass sie jeden Wirkstoff wie winzig kleine Kügelchen umschließt“, so Dahms. Unter dem Mikroskop sehe eine Hautcreme mit VitiSpheres dann aus wie gefüllte Schokokugeln. Einmal aufgetragen, bilde die Hülle von VitiSpheres einen Film gegen äußere Einflüsse, Oxidation und Feuchtigkeit inklusive. „Dadurch öffnen sich die winzigen Übergänge in den äußersten Hautschichten und ermöglichen es den Wirkstoffen in die Haut einzuziehen.“ Der entstandene Film werde dann wie gewohnt beim Duschen abgewaschen …

Leichtmetall Aluminium kann gesundheitlich schwer wiegen

Aluminium ist das weltweit dritthäufigste Metall und nur in geringer Menge gut für’s Gehirn. „Alzheimer-Patienten z.B. haben 7 Mal mehr Aluminium gespeichert als Gesunde“, weiß etwa Ulrich Strunz zu berichten. Und bekannt sollte auch sein, dass Glutathion – also 3 Aminosäuren – es auch gänzlich wieder aus dem Körper spülen. Und während Strunz hauptsächlich „Deos und Sonnencremes“ als Schadstoffquellen nennt, macht der Gesamtverband der Aluminiumindustrie für bis 60 % „unbehandelte Lebensmittel“ und für bis zu 40 % „Lebensmittelzusatzstoffe“ verantwortlich.

Aluminiumquellen (Infografik: obs / Gesamtverband der Aluminiumindustrie)

Das meiste Aluminium, nämlich bis zu 100 mg/kg im Schnitt, hätten Teeblätter, Kräuter, Kakao und Kakaoprodukte sowie Gewürze. Wenig Bedeutung das Trinkwasser (1-2 %) und Aluminiumbehälter sowie Haushaltsfolie (1-4 %). Wer gerade bei diesen Beiden auf Nummer Sicher gehen will, der sollte, so der GDA, diese für saure oder salzhaltige Lebensmittel nicht blank nutzen, sondern beschichtet. „Wer Salziges oder Saures mit Aluminium verbindet, greift quasi das Metall an. Das kann sich in Teilen lösen und in das Füllgut eingehen.“

Da seien dann auch schnell einmal die vom Europarat als Grenzwert festgelegten 5 mg/kg Lebensmittel überschritten. Hingegen seien Verpackungen aus Aluminium (z.B. Dosen, Tuben, Kartons, Beutel oder Blister) zumeist beschichtet oder lackiert, was wiederum die Korrosion verhindere. Seitens des Industrieverbandes wird betont, dass Aluminium als Verpackungsmaterial den dichtesten Schutz böte, besonders schnell zu erwärmen oder zu kühlen sei und nach der Nutzung immer wieder wiederverwertbar.