Medizinwitz des Tages 16. Dezember 2020

Influenza-Kranke füllen in Österreich schon in „normalen“ Jahren im Winter die Krankenhäuser derartig, dass man extra Influenza-Stationen braucht. Wäre das auch zur Zeit der Corona-Pandemie der Fall, könnte dies das Gesundheitssystem zum Kippen bringen.

Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller am 16.12.2020

Studien zeigen, dass Influenza und Covid-19 dieselben Bevölkerungsgruppen überdurchschnittlich betreffen: Hauptsächlich ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen. Das Risiko, wegen einer Influenza-Erkrankung ins Spital zu müssen, erhöht sich durch eine chronische Grunderkrankung auf das 3-Fache.

Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller am 16.12.2020

20 % der Frauen in Österreich ernähren sich vegetarisch oder vegan.

Allianz Gruppe Österreich am 16.12.2020

Es braucht neue, innovative Ansätze, um z.B. den Einfluss von Umweltfaktoren auf die Hautalterung zu untersuchen. … Abgesehen vom akademischen Interesse an neuen nicht-invasiven Methoden werden diese Verfahren in Zukunft auch die Tests von neuen Hautpflegeprodukten deutlich vereinfachen.

MedUni Wien am 16.12.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Vielfach undurchsichtige Zahlungsströme in Österreichs Gesundheitswesen

Die „Verstrickungen von Zahlungsströmen im Gesundheitswesen Österreichs“ waren Mittelpunkt einer Debatte des Rechnungshofausschuss im Parlament. Dabei kritisierte RH-Präsidentin Margit Kraker dass es durch die Aufteilung der Kompetenzen zwischen Bund, Sozialversicherungen, Ländern und Gemeinden zu einer unübersichtlichen Finanzarchitektur im heimischen Gesundheitswesen komme.

Über 60 Akteure erfasst

Das wiederum würde „die Steuerung der Zahlungsströme“ erschweren. Zur Darstellung der gesamten Mittelflüsse im österreichischen Gesundheitswesen müssten „über 60 Akteure“ erfasst werden. Und bei den Sozialversicherungen vermisst der RH sogar einen einheitlichen Kontenplan. Laut der RH-Präsidentin muss es ein Ziel sein, das Rechnungswesen zwischen den einzelnen Häusern zu harmonisieren, „denn nur ein abgestimmtes System ermöglicht die Steuerung der Mittelflüsse“.

Österreichs Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein meinte, dass bereits ihre Amtsvorgänger probiert hätten, „die Finanzierung und die Rechnungskreise im Gesundheitsbereich“ zu vereinfachen. Sie werde nun in einem 1. Schritt versuchen, Synergieeffekte zwischen ihren beiden Ressorts Gesundheit und Soziales zu nutzen. Zudem befürworte sie auch die Zusammenlegung der Sozialversicherungen in 5 Gruppen. Ein Gesetz dazu soll ab 2019 gelten.