Tag des deutschen Apfels 2018 – Trend zum Lifestyle-Produkt

Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 19 kg im Jahr sind Äpfel das Lieblingsobst der Deutschen. Und weil Äpfel auch der häufigste Reiseproviant in Deutschland sind, hat sie die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) am „Tag des deutschen Apfels 2018“ in den großen Bahnhöfen verteilt. Über den Trend zum Apfel als Lifestyle-Produkt berichtet ZDFzoom am 24. Jan. 2018.

Bild: obs / Deutschland – Mein Garten (Initiative der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse / BVEO)

Die Reportage nimmt das Konzept der sog. Clubsorten in den Blick: Demnach bringen Züchter einen bestimmten Apfel auf den Markt und lassen diese Sorte durch einen Markennamen schützen, um ihn danach „mit millionenschweren Kampagnen“ zu bewerben und teuer verkaufen zu können. Dass ein ursprüngliches Naturprodukt zur Designer-Ware wird, diesen Eindruck bekam der Reporter Norman Laryea auf der Fachmesse “Fruit Attraction” in Madrid.

Die Clubsorten verzeichnen in Deutschland bereits einen Marktanteil von 14 %. Und auch immer mehr neue Kreationen werden auf den hart umkämpften Apfelmarkt gerollt – wie etwa der Pausen-Apfel “Rockit”. Äpfel, gerade mal so groß wie Tischtennisbälle, werden dabei in Plastikröhren verpackt und als „Snack für Zwischendurch“ an Tankstellen und Kiosken verkauft. Allerdings gebe es auch in Deutschland auch bis zu 4 Mio. Apfel-Allergiker.

Alte Sorten gesünder

Die entsprechenden Symptome würden vor allem beim Verzehr von Sorten aus dem Supermarkt auftauchen. „Ältere Sorten” hingegen würden laut medizinischer Studien oft besser vertragen. Doch die bekommt man im Supermarkt nicht. Ein Labortest von ZDFzoom ergab, dass die “alten Sorten” mehr Polyphenole enthalten, also Inhaltsstoffe, die nicht nur vor Allergien schützen, sondern auch das Immunsystem stärken.

Seit 17 Jahren immer mehr medizinische Tierversuche in Österreich

Es ist so ungeheuerlich wie unglaublich, aber seit nunmehr 17 Jahren steigt in Österreich die Zahl der (medizinischen) Tierversuche. Das berichtet der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) in einer Aussendung. So mussten 2016 in Österreich genau 236.459 Tiere dran glauben, was einer Zunahme um 9.142 Tieren oder 4 % entspricht. Und schon von 2014 auf 2015 war ein Sprung um 8,7 % erfolgt.

Infografik: Tierversuche verstehen – Eine Informationsinitiative der Wissenschaft / www.tierversuche-verstehen.de

Dabei wurden 43,8 % der Versuchstiere in der Grundlagenforschung verwendet, wo es laut IBT-Präsidentin Gerda Matias um keine Relevanz für die Praxis geht. Zur Zulassung von Medikamenten wurden 15,3 % Tiere eingesetzt. „Dabei mussten 13.157 Kaninchen noch immer unnötig leiden und sterben, obwohl es für den Pyrogentest (Prüfung von injizierbaren Arzneimittel auf fieberauslösende Stoffe), eine vollwertige Ersatzmethode gibt, die auch von der EU überprüft und schon 2010 ins Europäische Arzneibuch aufgenommen wurde.

Über die Webseite www.tierversuchsgegner.at kann darum eine Petition für eine Forschung ohne Tierversuche unterstützt werden !! In Deutschland übrigens wird die Zahl der Versuchstiere bereits weniger, hatte 2015 aber immer noch unvorstellbare 2,753.062 Tiere betragen … Und auch wenn der Anteil von offensichtlich weniger wichtigen Mäusen, Ratten und Fischen weiterhin bei über 90 %, zeigen sich 2 Trends: Der Anteil der Mäuse an den Versuchstieren steigt und innerhalb dieser Gruppe werden mehr transgene Tiere eingesetzt.

Infografik: Tierversuche verstehen – Eine Informationsinitiative der Wissenschaft / www.tierversuche-verstehen.de