Medizinwitz des Tages 19. Februar 2020

Spurenelemente sind für den Menschen essenziell, jedoch können hohe Konzentrationen extrem toxisch (giftig, schädlich) sein.

MedUni Wien am 19.02.2020

Schon jetzt ist es in Österreich zunehmend unmöglich, ärztliche Kassenstellen zu besetzen.

Österreichische Ärztekammer am 19.02.2020

Die HIV-Impfstoffforschung ist ein Marathonlauf.

Universität Bonn am 19.02.2020

Weltweit sterben jährlich rund 400.000 Menschen an einer Infektion mit dem gegen Medikamente resistenten Pilz “Candida glabrata”. Risikofaktoren sind insbesondere das Alter, Vorerkrankungen, ein durch andere Infektionen geschwächtes Immunsystem oder eine schwere Immunsuppression (z.B. im Rahmen einer Transplantation).

MedUni Wien am 19.02.2020

Alkohol und Medikamente passen nicht zusammen. Das sollte bekannt sein ! Aber auch bei Milch, Kaffee und Grapefruitsaft wirken Medikamente schlechter oder gar nicht.

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie am 19.02.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Herztransplantationen 2016: Deutschland 297, Österreich 70, Schweiz 41

Für die weltweit 1. Herztransplantation sorgte bekanntlich Christiaan Barnard am Groote Schuur Hospital in Kapstadt – vor 50 Jahren am 3. Dez. 1967.  Am 13. Feb. 1969 passierte dergleichen erstmals in Deutschland und zwar am Universitätsklinikum München. Damals überlebten die Patienten die Transplantation nur kurze Zeit, denn die Abstoßung des fremden Organs durch den Körper stellte ein großes Problem dar. Heute werde mit sog. Immunsuppressiva dagegen angekämpft.

Foto: IAKW-AG, Getty Images / iStockphoto

In Deutschland wurden 2016 genau 297 echte Herzen verpflanzt, in Österreich 70 und in der Schweiz 41. Davon dürften rund 70 % auch noch in 3 oder mehr Jahren schlagen … Jedoch sinkt nicht nur in diesen Ländern die Bereitschaft, Organe zu spenden. Ein Patient, der sich bei Eurotransplant registriert hat, muss mittlerweile rund 4 Monate auf ein Spenderherz warten.

Deutsche Stiftung Organtransplantation fordert Initiativplan gegen Organmangel

Vor dem Hintergrund eines verschärften Organmangels fordert die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) die zügige Entwicklung eines gemeinschaftlichen Initiativplans zur Förderung der Organspende. Laut deren medizinischem Vorstand, Axel Rahmel, sei die Lage “zutiefst besorgniserregend”, weil auf dem niedrigsten Stand der letzten 20 Jahre. Von Jahr zu Jahr könne daher weniger Patienten mit einer Transplantation geholfen werden. Zugleich würden über 10.000 schwer kranke Patienten auf eine lebensrettende Transplantation warten.

Organspende am Lebensende

Einen zentralen Schlüssel sieht Rahmel in einer Berücksichtigung des Willens zur Organspende am Lebensende. Allein dadurch könnte eine zügige und nachhaltige Verbesserung der Lage erzielt werden. Mögliche Organspenden könnten auch durch Patientenverfügungen verhindert werden, die eine Organspende unwissentlich durch den Verzicht auf intensivmedizinische Maßnahmen ausschließen oder scheinbar im Widerspruch zu einem bereits geäußerten Willen zur Organspende stehen. Die DSO empfiehlt daher, das Thema stärker in die Aufklärung der Bevölkerung einzubinden.

Würden mögliche Organspender nicht erkannt bzw. in den Kliniken nicht daran gedacht, bedeute das nicht nur für die Patienten auf der Warteliste einen Verlust an Lebenschancen, sondern würde darüber hinaus eine Nichtachtung des Willens des Verstorbenen bedeuten. “Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, damit in den Kliniken mehr an Organspende gedacht wird”, findet der DSO-Vorsitzende. Die Zeit der Einzelinitiativen sei vorbei. Mit Blick auf andere Länder hält die Stiftung eine Quote von mehr als 15 Spendern pro Million Einwohner für “durchaus realistisch”.