Medizinwitz des Tages 3. Mai 2019

In der ORF-Sendung “Dok 1” sprach sich der Mediziner Klaus Bielau klar gegen das Impfen aus. Daraufhin wurde er vom österreichischen Ärztekammerpräsidenten Thomas Szekeres bei der Disziplinarbehörde der Österreichischen Ärztekammer angezeigt. Die Begründung: “Mit der Anzeige wollen wir Patienten schützen.”

Österreichischen Ärztekammer am 03.05.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Kommt ein Steuervorteil für Hobbysportler in Österreich ?

Eine Allianz aus Österreichische Ärztekammer, Wirtschaftskammer Wien und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger möchte wieder „die Gesundheit der Menschen“ in den Mittelpunkt rücken und fordert dazu einen Steuervorteil für Hobbysportler in Österreich. Konkret geht es dabei um die steuerliche Absetzbarkeit von Mitgliedsbeiträgen in Sportvereinen oder Sporteinrichtungen wie z.B. Fitnesscenter oder Tennisverein. Damit könnten wohl mehr Menschen zu regelmäßigem Sport animiert werden, hieß es bei einer Pressekonferenz in Wien.

Allianz für ein gesünderes Österreich u.a. mit dem Präsidenten der Ärztekammer … (Foto: WKW / F. Wieser)

Das Modell sieht vor, dass im Rahmen des Steuerausgleichs pro Jahr bis zu 600 € geltend gemacht werden können – bei einer nachgewiesenen Vereinsmitgliedschaft von mindestens 6 Monaten. Für einen durchschnittlichen österreichischen Steuerzahler wäre das dann eine Steuererleichterung von rund 210 €. Die Republik insgesamt würde das Vorhaben rund 150 Mio. € kosten. “Der Steuervorteil rechnet sich mittel- und langfristig, weil das Gesundheitssystem durch mehr Freizeitsportler und weniger kranke Menschen deutlich entlastet würde“, so Alexander Biach, Vorsitzender der Sozialversicherungsträger.

Als ein Vorbild könnte nämlich Schweden dienen, wo die Hälfte der Bevölkerung Mitglied in einem Sportverein sei. Zudem erhob die Österreichische Bundes-Sportorganisation in einer Studie die Kosten körperlicher Inaktivität und den Nutzen von Sport. Demnach verursacht körperliche Inaktivität pro Jahr bis zu 2,4 Mrd. € an Kosten im Gesundheitsbudget, hingegen regelmäßige körperliche Bewegung der Österreicher eine Einsparung von rund 500 Mio. €. In dieser Rechnung seien auch schon alle Sportunfälle mitberücksichtigt.

Österreich: “VGN” für Rauchverbot in Gastronomie – Ärztepräsident ein Raucher !

In einer Presseaussendung haben sich alle 10 Chefredakteure der Verlagsgruppe News (VGN) für die Beibehaltung des Rauchverbotes in der österreichischen Gastronomie ausgesprochen. Dieses hätte am 1. Mai 2018 definitiv in Kraft treten sollen, dürfte allerdings von der neuen Bundesregierung aus ÖVP und FPÖ wieder „abgeschafft“ werden. Argumentiert werde das mit der Wichtigkeit der „Wahlfreiheit für Raucher“.

Infografik: VGN

Offenbar fallen dann auch zehntausende Rauchertote – allein in Österreich – nicht so sehr ins Gewicht. Indes wurde auch Österreichs Präsident der Ärztekammer (!), Thomas Szekeres, von der Gratiszeitung Österreich beim Zigarettenrauchen erwischt … vor einem Wiener Lokal! Die genannten Chefredakteure sind übrigens: Esther Mitterstieler (News), Christian Rainer (Profil), Hadubrand Schreibershofen (TV-Media), Euke Frank (Woman), Andreas Weber (Trend), Susanne Hofbauer (Autorevue), Anna Wagner (Gusto), Kristin Pelzl-Scheruga (Lust auf‘s Leben), Goran Miletic (e-Media) und Roland Duller (Yachtrevue).

Infografik: VGN

Hartinger-Klein: Kammern sollen besser kommunizieren und zusammenarbeiten

Noch kurz vor Weihnachten haben Österreichs Präsident der Ärztekammer Thomas Szekeres,  und  die Präsidentin der Apothekerkammer, Ulrike Mursch-Edlmayr, ihren Antrittsbesuch bei der neuen Sozial- und Gesundheitsministerin, Beate Hartinger-Klein, absolviert. Der FPÖ-Politikerin sei es wichtig,  “von Anfang an eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aufzubauen und alle meine Systempartner bestmöglich einzubinden”.

Foto: BKA / Sozialministerium

Dabei wurden natürlich auch die geplanten gesundheitspolitischen Maßnahmen der neuen Bundesregierung erörtert. Die neue Bundesministerin hält es aber auch für nötig, dass in Zukunft die genannten Kammern im Interesse der Patienten wie auch der Versicherten “besser zusammenarbeiten als in der Vergangenheit und auch ein konstruktives Kommunikationsklima hergestellt wird”. Es müsse das Anliegen aller Beteiligten sein, in den nächsten Jahren gesundheitspolitisch “viel für die Bevölkerung” weiterzubringen, so Hartinger-Klein.

ÖÄK: Neue Regierung muss Probleme des Gesundheitssystems lösen

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) fordert von der neuen Bundesregierung “die Probleme des Gesundheitssystems zu beheben”. Zu den “offenen Großbaustellen” zählt ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres  den sich verschärfenden Ärztemangel, volle Ambulanzen sowie das Ärztesterben am Lande. “Alarmierend” sei auch die Tatsache, dass Österreichs Gesundheitsversorgung im internationalen Vergleich “abgestürzt ist”.

Die Spitze der ÖÄK mit der scheidenden Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner. (Foto: ÖÄK)

Szekeres bezeichnet die Ärzte “als erste Experten für Gesundheitspolitik” und freue sich daher auf eine enge Zusammenarbeit mit der neuen Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein. Zudem appellierte der Ärtzekammerpräsident an die neue Regierung aus ÖVP und FPÖ, dem Thema Gesundheit dieselbe Priorität einzuräumen wie anderen Bereichen, die “für die Zukunft des Standorts Österreich von essentieller Bedeutung” seien. So würden etwa Deutschland oder die Schweiz im Verhältnis zum BIP mehr Geld für Gesundheit ausgeben.