TeleClinic sorgt für digitales Arztrezept in Deutschland

Das digitale Arztrezept könnte in Deutschland schon bald zum Patientenalltag gehören. Denn der Arztbesuch mittels moderner Kommunikationsmittel gilt als Lösung für Ärztemangel auf dem Land, volle Wartezimmer oder lange Wartezeiten auf Arzttermine. TeleClinic spricht dabei von einer „patientenfreundlichen und praktische Alternative“ zum physischen Gang in die Arztpraxis, die sich vor allem bei leicht diagnostizierbaren Erkrankungen und für „Chroniker“ bewähren dürfte.

Foto: obs / TeleClinic

Um ein ärztliches Rezept zu bekommen, mussten Patienten bisher eine Arztpraxis aufsuchen. Dazu vorher einen Arzttermin vereinbaren, was nicht immer zeitnah möglich ist. Im Wartezimmer des Arztes muss man dann oft nochmals einige Zeit im Kreise anderer Kranker warten, bis man schließlich beim Herrn Doktor sitzt. Geht es nach TeleClinic, dann soll das fortan viel einfacher gehen.

Nämlich indem Patienten einen Arzt per Telefon, Smartphone, App oder PC kontaktieren. Kann so die eindeutige Diagnose erfolgen, stellt der Arzt auf digitalem Wege dem Patienten das Rezept aus, das dann auf dem Smartphone abrufbar ist. Im Anschluss kann das Rezept – ebenfalls digital – weiter an eine Apotheke geschickt werden. Die Apotheke stellt dann die Medikamente zu oder der Patient holt sie dort ab.

Telefonische Beratung von AWP und GOIN soll Spitäler entlasten – Pilotprojekt

Allianz Worldwide Partners (AWP) und das Praxisnetzwerk GOIN haben in Ingolstadt die erste regionale Telefonberatung bei medizinischen Notfällen gestartet. Der medizinische Beratungsdienst von AWP und den 430 niedergelassenen Ärzten (aller Fachrichtungen) stehe dabei Patienten kostenfrei rund um die Uhr zur Verfügung, heißt es in einer entsprechenden Presseaussendung. „Das Team von AWP unterstützt bei GOINakut die Anrufer, indem es eine Empfehlung zur Vorgehensweise bei Beschwerden liefert. Ein wissenschaftlicher Fragebogen hilft dabei, die Situation richtig einzuschätzen“, erklärt Olaf Nink, CSO von AWP Service Deutschland.

Bei Beschwerden kann man neuerdings auch 0841/8866 866 wählen. (Infografik: obs / Allianz Global Assistance / www.goinakut.de)

Oder treten z.B. nachts plötzlich Bauchschmerzen auf und der Hausarzt ist nicht zu erreichen, dann kann der medizinische Experte von AWP einschätzen, ob eine Aufnahme in der Notambulanz oder ein Bereitschaftsarzt notwendig ist oder ein Besuch am nächsten Tag beim Fach- oder Hausarzt ausreicht. Ziel dieses „Pilotprojektes“ ist laut Nink die beste Patientenbetreuung samt Entlastung der Notauf-nahmen der Spitäler. „Der telefonische Kontakt hat hierbei eine rein beratende Funktion: Der Triage Service erstellt keine Diagnosen, bei Notfällen und lebensbedrohlichen Situationen sollte man aber weiterhin den Notruf 112 wählen.“

Um den genannten Service von AWP nutzen zu können, müssen sich Patienten allerdings vorab online, per App oder schriftlich registrieren und eine Einwilligungserklärung abgeben! Ähnliche Projekte hätten in England, Dänemark und der Schweiz bereits „positive Ergebnisse“ erzielt, so der AWP-Manager.