Medizinwitz des Tages 15. Mai 2019

Nur mehr 23 % der Deutschen vertrauen der Schulmedizin voll und ganz.

Stada Arzneimittel AG am 15.05.2019

Lebensmittel lassen sich nicht in gesund und ungesund einteilen. Eine solche Bewertung spiegelt daher falsche Tatsachen wider.

Wirtschaftliche Vereinigung Zucker am 15.05.2019

Beim Thema Bluthochdruck wird dringend geraten, in Österreich die kompetente Beratung durch Apotheken in Anspruch zu nehmen. Diese wissen alles über die richtige Medikation und deren Einnahme. Zudem geben sie Auskunft über mögliche unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente. Und: In der Apotheke kann auch gleich der Blutdruck gemessen werden. Gegebenenfalls wird man danach an einen Arzt verwiesen.

Österreichischen Apothekerkammer am 15.05.2019

Ein nicht unbeträchtlicher Teil an Patienten mit Depressionen in Österreich spricht auch auf mehrere Behandlungsversuche mit erstattungsfähigen Antidepressiva nicht oder nur unzureichend an. Einem Teil dieser Patienten könnten neue Medikamente sehr helfen. Werden jedoch diese Präparate den Patienten vorenthalten, so gibt es ein volksgesundheitliches Problem von großer Tragweite.

Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am 15.05.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder die Konsequenz “absurd” ist …

Arztbesuch: Patienten wünschen „gute Erklärungen“ und Freundlichkeit

Der Stada Gesundheitsreport 2017 hat auch erhoben, was (junge) Erwachsene von Ärzten erwarten und wie sich die Digitalisierung so generell auf die Arzt-Patienten-Beziehung auswirkt. Demnach wünschen sich 80 % der Patienten, „dass sich der Arzt Zeit nimmt und Diagnosen gut erklärt. „Freundlichkeit“ erwarten 71 % und 52 % „einen schnellen Termin“.

Infografik: obs / Stada Arzneimittel AG

Vor einem Arztbesuch würden sich 67 % überlegen, wie sie die Symptome am besten könnten und 25 % recherchieren auch im Internet, was sie wohl haben könnten. „Davon abgesehen scheint die Arzt-Patienten-Beziehung noch wenig digitalisiert“, heißt es in dem Report. So sei es für 71 % sogar unvorstellbar, sich via Webcam beraten zu lassen. Fast die Hälfte der Erwachsenen will den persönlichen Kontakt zum Arzt.

Der Stada Gesundheitsreport 2017 deckt auch die fehlende Gesundheitskompetenz von 66 % der 18-24-jährigen Bevölkerung in Deutschland auf. Damit schneide man sogar schlechter ab „als viele europäische Nachbarn“.

Deutschland braucht ein Schulfach Gesundheit

Laut dem Stada Gesundheitsreport 2017 fordern 80 % der der jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) ein Schulfach Gesundheit. Und wenn die erhobenen Zahlen stimmen, was sie wohl tun, dann mehr als zu Recht. Die dazu 2.000 befragten Personen konnten nämlich einfachste Gesundheitsfragen nicht richtig beantworten. So wissen 38 % nicht, wie sich die Krankenkassen finanzieren und satte 40 % kennen den Unterschied zwischen ambulanter und stationärer Behandlung nicht.

Infografik: obs / Stada Arzneimittel AG

Zudem wüssten 40 % der jungen Männer nicht, dass ein Gynäkologe hauptsächlich Frauen behandelt und 33 % der befragten Frauen glauben, sie dürften nicht zum Urologen gehen. Und 38 % beider Geschlechter können mit dem Wort Antibiotikaresistenz nicht anfangen. Für 32 % ist übrigens das Internet die “gesunde” Hauptinformationsquelle. “Die junge Generation muss sich noch nicht so mit Gesundheitsthemen beschäftigen, weil sie in der Regel gesund ist. Dennoch wird bereits in jungen Jahren der Grundstein für die spätere Gesundheitsbildung gelegt”, meint Klaus Hurrelmann, Gesundheits- und Bildungsforscher von der Hertie School of Governance.