Medizinwitz des Tages 17. Juni 2020

94 % der Spanier, 88 % der Italiener und 82 % der Deutschen würden eine gesetzliche Impfpflicht begrüßen.

Stada Arzneimittel AG am 17.06.2020

Inkontinenz ist nicht gleich Inkontinenz: Zwar ist die Dranginkontinenz am häufigsten, daneben gibt es aber auch noch die Belastungsinkontinenz und in Kombination der beiden Formen die sog. Mischinkontinenz.

Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich am 17.06.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Sinnlose Tatsachen … der Corona Krise

Je gefährlicher man eine Lage darstellt, einen Virus, desto wichtiger wird nicht nur das jeweilige Fachgebiet, sondern man auch als Experte selbst. Und natürlich gibt es Virologen, denen die Corona Krise als Gunst der Stunde erscheint, die es zu nutzen gelte. Schließlich oder noch dazu fließen derzeit Fördermittel viel deutlicher und schneller denn je. Wer an einem Impfstoff gegen das Corona Virus forscht, bekommt plötzlich Millionen € von der jeweiligen Bundesregierung !

Doch deshalb muss man nicht gleich zu Verschwörungstheorien greifen: Virologen machen dies oder jenes und verdienen damit viel Geld usw.. Man kann – das kann man immer – die Fakten so deuten, aber der Virologe X oder der Virologe Y ist für sich genommen gewiss ein anständiger Wissenschaftler. Das kann man auch belegen, denn es gibt nämlich sehr wohl auch andere Stimmen, die im Fernsehen, in den Nachrichten der Massenmedien nicht vorkommen. Man fragt sich, warum eigentlich nicht ?

Darum hier ein paar solcher Zitate bekannter Virologen (Quelle s. unten):

  • Der Immunologe Prof. Stefan Hockertz (ehemals Uni Hamburg) erklärt in einem Radiobeitrag, dass Covid-19 nicht gefährlicher sei als Influenza und die politisch gesetzten Maßnahmen daher völlig überzogen. Die Bilder aus Italien und Spanien seien dem besonderen Blick auf ein ohnehin marodes Gesundheitssystem geschuldet.
  • Prof. Hendrik Streeck, leitender Virologe der Uniklinik Bonn (News vom 24.03.2020), meint, dass die Sterblichkeit nach Ende der Infektionswelle nicht höher als in den vergangenen Jahren liegen könnte. Bei SternTV sagte er: „Einige Experten zeichnen Horrorszenarien, andere sehen das mit kühlem Kopf. Wäre das Virus nicht aufgefallen, hätte man vielleicht gesagt, wir haben dieses Jahr eine schwerere Grippewelle.
  • Prof. Sucharit Bhakdi forschte und lehrte bis 2012 am Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Uni Mainz. Das vorhergesagte Horrorszenario um Covid-19 hält der thailändische Mediziner für falsch. Die aktuellen Maßnahmen seien grotesk, überbordend und gefährlich. Gesellschaftlich gesehen würden diese einem kollektiven Selbstmord gleichen.
  • Die Virologin Prof. Karin Mölling vom Max-Planck-Institut Berlin warnt bei Phönix vor Panikmache und hält die aktuellen Maßnahmen nicht für verhältnismäßig.
  • Der Gesundheitswissenschaftler Prof. John Ioannidis (Uni Stanford) erklärt, dass sowohl die Einschätzung zur Verbreitung des Virus als auch die jetzt beschlossenen Gegenmaßnahmen auf nicht verlässlichen Daten und Evidenz beruhen. Seiner Meinung nach habe man sich durch den sog. Shutdown entschieden, von einer Klippe zu springen, ohne zu wissen, ob das eine rationale Handlung ist und die Landung sicher.
  • Der bekannte Risikoforscher Prof. Gerd Gigerenzer (Uni Potsdam) denkt, dass man sich mit dem Corona Virus ziemlich sicher vor dem Falschen fürchtet. Der Gründer des Institutes „Simply Rational“ frägt sich, warum die Gesellschaft aus der falschen Panik vor der Schweinegrippe nichts gelernt habe.
  • Und last but not least mahnt die Ökonomin Prof. Margit Osterloh (Uni Basel) die Notwendigkeit von Vergleichen ein. Die Medien sollten die beinahe stündlichen Corona-Meldungen nicht ohne entsprechende Vergleiche mit den Todesfällen bei früheren Epidemien veröffentlichen. Nur so sei eine realistische Risikoeinschätzung möglich.

Gerade zur Abschätzung solcher Pandemien wurde 2008 das europaweite Projekt

euroMOMO

(European monitoring of excess mortality for public health action) gestartet. Dessen Ziel ist, in ECHTZEIT standardisierte Gesamtmortalität in Europa darzustellen. Bis zur Woche 11/2020 war weder auf europäischer Ebene, noch in Italien eine besondere Erhöhung der Todeszahlen messbar. Selbst leichte Ausschläge wie in früheren Jahren, die durch mehr Grippetote in den Wintermonaten ausgelöst wurden, sind auf der besagten gesamteuropäischen Ebene nicht sichtbar.

Das sind ein paar Tatsachen, jedoch sinnlos !

Das sind so Tatsachen wie „Leere Kohlenhydrate machen krank“. Sinnlos ! Oder so Tatsachen wie: „Am Corona Virus sterben nur Alte mit schweren Vorerkrankungen“. Sinnlos. Noch sinnloser: Deren „Vorerkrankungen“ könnten auch eine Folge von „Übergewicht“ sein ….

(Massen-)Panik folgt ganz offensichtlich anderen Gesetzen !

QUELLE:  praxiskollektiv.de (MVZ praxiskollektiv reiche 121 e.G.)

Schulmedizin aktuell am 6. Dezember 2019

Deutschland

Schon ein einziger Knall eines Feuerwerkskörpers in einem Abstand von 2 m vom Gehör kann eine Lautstärke von bis zu 160 dB erreichen. Das ist so laut wie der Start eines Flugzeuges in 30 m Entfernung, Der durch den Knall erzeugte Druck der Schallwellen kann nämlich die feinen Haarsinneszellen im Innenohr irreparabel schädigen. (Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, 06.12.2019)

EOSedge ist ein digitales Röntgensystem der neuen Generation des Medizintechnikunternehmens EOS imaging, das eine Ganzkörperaufnahme des Skeletts unter der natürlichen Belastung des Körpers im Stehen oder im Sitzen ermöglicht und Radiologen, Orthopäden und Unfallchirurgen verzerrungsfreie Bilder und präzise anatomische Daten der Patienten liefert. Der Patient befindet sich während der Untersuchung stehend oder sitzend in einem offenen Kabinen-Design. Das Röntgensystem “scannt” den Körper simultan frontal und lateral und ermöglicht so eine genaue Front- und eine exakte Seitenansicht des muskuloskelettalen Systems. Dies ermöglicht es den Ärzten, exakte 3D-Modelle des Skeletts zu erstellen und aus unterschiedlichen Winkeln zu beurteilen. So können auch Operationen durch die verbesserte Erfassung der Winkel- und Achsverhältnisse künftig noch viel präziser geplant werden. (Asklepios Kliniken, 06.12.2019)

Österreich

91 % der Spitalsmitarbeiter in Österreich vertrauen noch immer mehr den Ärzten als der Künstlichen Intelligenz (KI). Diese könne unterstützen, aber nicht die Ärzte ersetzen oder gar übertrumpfen. Jedoch werden die Ärzte immer mehr zu “Interpreten” der technisch erstellten Diagnosen. Und letztlich ist es diese Interpretation durch die Ärzte, die entscheidend sei, und nicht die Technik. Die bereitet den Mitarbeiter in Österreichs Krankenhäusern auch verhältnismäßig wenig Kopfzerbrechen. Die Digitalisierung wird zwar als eine der größten Herausforderungen der nächsten 5 Jahre gesehen, liegt aber weit hinter dem Thema “Personal”. Aus Sicht der eigenen Mitarbeiter droht den Spitälern in Österreich ein Personalnotstand. (imh GmbH, 06.12.2019)

Infografik: imh GmbH

Spanien

Grifols, ein weltweit führender Hersteller von plasma-basierten Arzneimitteln, beendete ein Jahr von ermutigenden Ergebnissen seiner klinischen Studie AMBAR (Alzheimer Management by Albumin Replacement) mit der Präsentation neuer Neuroimaging-Ergebnisse, welche die Reduzierung des Fortschreitens des Krankheitsverlaufes bei Patienten mit leichter bis mittlerer Alzheimer-Erkrankung zeigen. Die  Ergebnisse stärken den Forschungsansatz von Plasma-Protein-Ersatztherapien. Das Neuroimaging, das mit der FDG-PET-Technik gemessen wurde, zeigt vor allem bei Patienten, die sowohl Albumin als auch Immunglobulin (IG) erhalten, positive Ergebnisse. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe hatten diese Patienten in den 14 Monaten der klinischen Studie eine geringere Reduktion des Hirnglukosestoffwechsels. Dies deutet darauf hin, dass bei diesen Patienten die neuronalen Schäden reduziert wurden. (Grifols, 06.12.2019)

Bilder zeigen die Ausdehnung und Verteilung der dunklen Flecken, die sich auf die Reduzierung des Glukosestoffwechsels im Gehirn beziehen. Weniger deutlich hervortretende Gehirnbereiche deuten auf weniger neuronale Schäden hin, was bei den Patienten, die sowohl Albumin als auch IG erhalten, im Vergleich zu Placebo beobachtet wird. Grifols präsentierte die ersten AMBAR-Ergebnisse schon im Oktober 2018. Die primären Wirksamkeitsendpunkte, die ADAS-Cog- und ADCS-ADL-Skalen, zeigten eine Reduktion des Krankheitsverlaufs für beide Messungen in der Kohorte von Patienten mit moderater Alzheimer-Krankheit von 61 %. (Grifols, 06.12.2019)

Schweiz

Die Pharmabranche trägt in einem hohen Masse zu Lebensqualität und Wohlstand der Schweizer Bevölkerung bei. Gleichzeitig bietet die Schweiz innovativen Pharmaunternehmen traditionell attraktive Rahmenbedingungen. Im internationalen Konkurrenzkampf verliert die Schweiz jedoch zunehmend an Boden. 2018 waren in der Schweizer Pharmabranche rund 46.800 Personen beschäftigt. Die Industrie erzielte rund 36 Mrd. CHF an direkter Wertschöpfung. Mit jedem Schweizer Franken Wertschöpfung entstanden zusätzlich 73 Rappen Wertschöpfung in anderen Schweizer Branchen. Der gesamte Wertschöpfungsbeitrag durch die Produktions- und Forschungstätigkeit der Pharmaindustrie lag 2018 bei rund 62,1 Mrd. CHF, was insgesamt 9,3 % der gesamten Wirtschaftsleistung der Schweiz entspricht. (Interpharma, 06.12.2019)

Bei den Zell- und Gentherapien, in der Fachwelt als CAR-T-Zelltherapien bekannt, werden den Patienten Blutzellen entnommen und im Labor genetisch so verändert, dass sie die Fähigkeit erwerben, gegen den Krebs vorzugehen. Die Zellen werden vermehrt und dem Patienten mittels Infusion wieder zugeführt. Somit können schwerkranke Patienten mit gewissen aggressiven Blutkrebsarten behandelt werden, die bisher eine hohe Sterblichkeitsrate aufwiesen und bei denen herkömmliche Standardtherapien keine Wirkung zeigten. Die Therapien erfolgen zurzeit stationär in speziell dafür zertifizierten Spitälern. Nunmehr haben sich die Krankenversicherer der Einkaufsgemeinschaft HSK (Helsana, Sanitas und KPT), CSS, Swica und Assura zusammen mit dem Spitalverband H+ sowie den Herstellern Novartis und Gilead auf eine gemeinsame Lösung für deren Therapien “Kymriah” und “Yescarta” geeinigt. Mit dem bis Ende 2020 genehmigten Tarifvertrag wird bereits 60 % der Grundversicherten in der Schweiz ermöglicht, von diesen Behandlungen zu profitieren. (Einkaufsgemeinschaft HSK AG, 06.12.2019)

Schulmedizin aktuell am 2. Dezember 2019

Welt

Pflanzen sind essenziell für das Überleben von Mensch und Tier. Immerhin sind 80 % des Essens pflanzlicher Herkunft. Doch 40 % der möglichen weltweiten Ernte gehen durch Schadfaktoren wie Schädlinge, Unkraut und Krankheiten verloren. Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz begrüßt daher die Entscheidung der UN-Vollversammlung, das Jahr 2020 zum Jahr der Pflanzengesundheit auszurufen. (IndustrieGruppe Pflanzenschutz, 02.12.2019)

Deutschland

22 % der deutschen Führungskräfte haben kein oder nur geringes Vertrauen in die Schulmedizin. Damit hält jeder 5. Manager in Deutschland wenig von den Methoden, mit denen ausgebildete Ärzte in Deutschland behandeln. Fast 70 % der Befragten glauben auch, dass es Heilungsmethoden jenseits der evidenzbasierten Medizin gibt, die “grundsätzlich und nachhaltig erfolgreich sind”. Außerdem halten 36 % der deutschen Führungskräfte Homöopathie für wirksam. Die Distanz zur evidenzbasierten Medizin ist unter weiblichen Führungskräften ausgeprägter als unter männlichen Führungskräften. So sagen 29  % der Managerinnen kein oder nur geringes Vertrauen in die Schulmedizin. (Max Grundig Klinik Bühlerhöhe, 02.12.2019)

Das hohe Maß an Skepsis gegenüber der klassischen Medizin kombiniert mit dem ausgeprägten Glauben an die Wirksamkeit alternativer Heilmethoden und Nahrungsergänzungsmittel ist eine Bedrohung des bisherigen Verständnisses von Gesundheit. Viele Patienten fühlen sich vom Arzt übersehen. Durch die ökonomisierte Medizin werden die Patienten geradezu von der wissensbasierten Medizin weggetrieben. Apparate und Eingriffe werden vom Gesundheitssystem überbezahlt, Zuhören und Zuwendung kommen in den Fallpauschalen nicht vor. Die Ärzte schauen zu viel auf den Monitor und verlieren dabei den Patienten aus den Augen. (Max Grundig Klinik Bühlerhöhe, 02.12.2019)

Mit 20 Gesetzen in 20 Monaten will Jens Spahn “für spürbare Verbesserungen des Alltags der Bürger, der Patienten, der Pflegekräfte und Ärzte gesorgt haben”. Die Freie Ärzteschaft sieht das anders: Diese Gesetzesflut ist systematische Verantwortungslosigkeit. Die Ärzte werden massiv in ihrer Berufsfreiheit eingeschränkt und die Schweigepflicht wird unterlaufen. Patienten werden in ihrem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung beschnitten. Spahns Aktionismus gefährdet die Qualität und Sicherheit der Medizin in Deutschland. (Freie Ärzteschaft, 02.12.2019)

Immerhin 31 % aller Internetnutzer in Deutschland haben ihren digitalen Nachlass ganz oder zumindest teilweise geregelt. Der Rest hat in diesem Bereich noch gar nicht vorgesorgt. Hintergrund der Erhebung ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs, nach welchem digitale Inhalte nach dem Ableben genauso vererbt werden wie der sonstige Nachlass. Zum digitalen Nachlass gehören neben Zugangsberechtigungen zu E-Mail-Diensten und Online-Shops, Streaming-Abos und elektronischen Bibliotheken auch Sensibles wie in der Cloud gespeicherte Gesundheitsdaten, digitale Gehaltsabrechnungen, Online-Konten oder Verträge. (Meyer-Köring Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB, 02.12.2019)

Sicherheit, eine angenehme Atmosphäre und gut zu erreichende Einkaufsmöglichkeiten sind die wichtigsten Faktoren, damit sich Deutsche in ihrem Zuhause wohlfühlen. (Bonava Deutschland GmbH, 02.12.2019)

Infografik: Bonova Deutschland GmbH

Wenn es um die Verdauung geht, muss man Mund und Magen als Einheit betrachten. Eine Schlüsselrolle in diesem Prozess spielt auch die Leber. Sie produziert Verdauungssäfte und bekommt über die Pfortader die ins Blut aufgenommenen Nährstoffe direkt aus dem Darm zugeführt. In ihren Zellen speichert sie Zucker, Fett, Eiweißbausteine und Vitamine, die der Körper nicht unmittelbar benötigt. Zu fettreiche und zuckerhaltige Kost sowie Alkohol belasten das Organ – und die gesamte “Leber-Darm-Achse”. (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrank-heiten, 02.12.2019)

Deutsches Institut für Menschenrechte fordert mehr barrierefreie Arztpraxen. (Deutsches Institut für Menschenrechte, 02.12.2019)

Zum Start der Adventszeit backen 66 % der Deutschen wieder Weihnachtsgebäck wie Vanillekipferl, Zimtsterne oder Lebkuchenfiguren und bleiben beim Süßen klassisch: 86 % davon verwenden weißen und braunen Haushaltszucker als Zutat, der aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnen wird. Alternativen werden von den Back-Fans nur selten genutzt. (Lebensmittelverband Deutschland, 02.12.2019)

Infografik: Lebensmittelverband Deutschland

Österreich

Bei einem Herzstillstand ist die Überlebensrate in Wien dank exzellenter Rettungskette, wie es heißt, zu jeder Tageszeit gleich hoch. Dazu wurde auch eine Studie im dem Top-Journal “Resuscitation” veröffentlicht. (MedUni Wien, 02.12.2019)

Spanien

Eine in Molecular Nutrition & Food Research veröffentlichte Studie kommt zu dem Schluss, dass ein hoher Verzehr von Nüssen dem altersbedingtem kognitivem Abbau vorbeugt. (INC International Nut & Dried Fruits, 02.12.2019)

Schweiz

Seit 20 Jahren ermöglicht Medgate als Telemedizin-Pionierin ärztliche Beratungen und Behandlungen über Telefon und Video. Neu können alle in der Schweiz krankenversicherten Personen von dieser langjährigen Erfahrung profitieren. Über die Medgate App können sie rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr eine Telekonsultation mit den Ärzten von Medgate buchen. Diese wird gemäss regulärem Arzttarif (Tarmed) abgerechnet und ist von allen Schweizer Krankenversicherern anerkannt. (Medgate AG, 02.12.2019)

Infografik: Medgate AG

Schulmedizin aktuell am 28. August 2019

Welt

Der 20. Sept. 2019 wird erstmals als “Welttag der gynäkologischen Onkologie” begangen. In die Kategorie Unterleibskrebs fallen Eierstockkrebs, Gebärmutterkörperkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Schamlippen- und Scheidenkrebs, Sarkome der Gebärmutter, Keimzell- und Keimstrangtumor des Eierstockes und Tumoren des Mutterkuchens. Mit der Etablierung eines solchen Welttages, der u. a. durch die WHO, das EU-Parlament, die Europäische Gesellschaft für gynäkologische Onkologie (ESGO) und dem Europäischen Netzwerk für gynäkologische Selbsthilfegruppen (ENGAGe) unterstützt wird, soll das die Erkrankung mehr nationale und internationale Aufmerksamkeit erhalten. (Österreichische Krebshilfe, 28.08.2019)

Europa

Wissenschaftlich ist der Nutzen der Homöopathie bis heute nicht belegt. Deshalb sollen in Frankreich künftig keine homöopathischen Behandlungen und Arzneien mehr von den Krankenkassen bezahlt werden. Das wollen auch Kritiker der Homöopathie in Deutschland erreichen. (Südwestrundfunk, 28.08.2019)

Deutschland

81 % der Deutschen wünschen sich eine Kennzeichnung ungesunder Lebensmittel. (Stada Arzneimittel AG, 28.08.2019)

39 % der deutschen Ärzte wollen die Kassenzulassung noch vor dem 65. Lebensjahr abgeben. Der Hauptgrund für den Ärztefrust lautet aber nicht mehr “zu geringe Vergütung”, sondern “Geringschätzung der ärztlichen Arbeit durch die Politik”. Gleich dahinter kommt die Beschwerde: Die Politik regiert in die Organisation der Praxis hinein. Auch wird die Bürokratie als große Belastung empfunden. Doch 53 % der Ärzte kann sich nach der Rückgabe seiner Kassenzulassung eine Arbeit als Privatarzt vorstellen. (Ärztenachrichtendienst Verlag-AG, 28.08.2019)

Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung wird derzeit in Deutschland energisch vorangetrieben: 2020 soll das E-Rezept kommen, ein Jahr später die elektronische Patientenakte (E-PA). Dann kann der Patient im Idealfall alle seine Medikamente auf einer App einsehen. Dazu müssten die Daten zu jedem Zeitpunkt aktuell sein. Und das kann nur gelingen, wenn der Apotheker bzw. der Leistungserbringer die Information bei der Abgabe eines Medikaments oder Hilfsmittels tagesaktuell in die Patientenakte einspeist. (Pro Generika, 28.08.2019)

Umfrage aus 2016. (Infografik: Pro Generika)

Soll die Therapie durch E-Rezept und E-PA tatsächlich verbessert werden, muss außerdem sichergestellt werden, dass (1.) das abgegebene Arzneimittel nicht nur auf Wirkstoffebene, sondern mit Handels- und Wirkstoffnamen, Dosierung, Anzahl und Darreichungsform in der Patientenakte eingesehen werden kann und dort auch sämtliche verordneten Hilfsmittel verzeichnet sind. Dass (2.) Patienten auch andere apothekenpflichtige Arzneimittel wie z.B. OTC-Arzneimittel eintragen lassen können und dass (3.) die Datenhoheit beim E-Rezept und bei der E-PA nur in der Hand der Patienten liegt. (Pro Generika, 28.08.2019)

Österreich

Langsam starten und sich etwas gönnen – das hilft nach dem Urlaub die schlechte Laune beim Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu vertreiben. … Mentale Gelassenheit und eine positive Einstellung sind sicherlich die ersten Schritte, um die Rückkehr in den Arbeitsalltag am besten zu meistern, aber auch ein trainierter Körper vermittelt Wohlbefinden. … Die körperliche Aktivität erzielt durch eine gesunde Ernährung ihren optimalen Erfolg. Holen Sie sich Energie und Vitamine: Blauer Fisch mit Omega-3 und saisonale Früchte wie melatoninreiche Trauben sind sehr wertvolle Lebensmittel, um dem September-Blues entgegenzuwirken. (ProntoPro.at, 28.08.2019)

Österreichs GynäkologInnen und Krebshilfe starten die neue Aktion “Unterleibskrebs Österreich”. In Österreich erkranken jährlich rund 6.500 Frauen an sog. Unterleibskrebs. (Österreichische Krebshilfe, 28.08.2019)

Logo: Österreichische Krebshilfe/AGO

Mit der “Lifestyle DNA-Analyse” können rund 200.000 Kunden seit diesem Frühjahr kostenlos ihre Gene testen. Diese auf jede Person individuell zugeschnittene Analyse kann dabei helfen, schlecht verträgliche Nahrungsmittel zu meiden, unterstützt bei der Entgiftung von Schwermetallen, Pestiziden oder Lösungsmitteln und zeigt auf, welche Nährstoffe für den Körper optimal passen. (Uniqa Insurance Group AG, 28.08.2019)

Spanien

Nukleinsäuren in Nüssen sind dank ihrer hohen Bioverfügbarkeit und entzündungshemmenden Wirkung in der Lage, der Entstehung von Stoffwechselerkrankungen entgegen zu wirken, die mit Fettleibigkeit in Verbindung gebracht werden. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass Nuss-miR das Stoffwechselprofil von Fettzellen verbessern und offenbaren eine neuartige entzündungshemmende Funktion von pflanzlichen Nahrungsmitteln (wie Nüssen) als vielversprechende Therapieoption zur Behandlung von leichter Entzündung. … Übermäßige Kalorienzufuhr kann zur Bildung von Fettzellen führen und ihre Degeneration bzw. Alterung beschleunigen, indem die Produktion Entzündung fördernder Moleküle angeregt wird. Niedrig gradige Entzündung ist ein Schlüsselfaktor bei der Entstehung von Insulinresistenz und Diabetes Typ 2 bei Adipositas. (INC International Nut & Dried Fruits, 28.08.2019)

Erstmals konnte ein bisher unbekanntes Immundefizienz-Syndrom nachgewiesen werden, das auf einer verminderten Funktionalität des Enzymkomplexes Polymerase delta beruht und wichtige Erkenntnisse zur adaptiven Immunität und Krebsentstehung bringt. Dieses Enzym ist eine wesentliche Steuereinheit in der DNA-Replikation. Wird es aufgrund von Mutationen in seiner Funktion beeinträchtigt, führt dies zu genomischer Instabilität, neurologischen Entwicklungsstörungen und Immundefizienz. (MedUni Wien, 28.08.2019)

Infografik: The Journal of Clinical Investigation

Gene sind Grundbausteine des Lebens und daher von essenzieller Wichtigkeit. Die für deren Vervielfältigung verantwortlichen Faktoren sind daher in fast allen Lebewesen in sehr ähnlicher Weise vorhanden und haben sich über die Jahrtausende kaum verändert. Ein solcher Faktor ist z.B. die Polymerase delta. Dieser Enzymkomplex ist nicht nur für die DNA-Replikation, sondern auch für die Stabilisierung des Genoms und die Regulierung des Zellzyklus ein zentrales Element. Polymerase delta setzt sich aus 4 Bausteinen zusammen: POLD1 und die zusätzlichen Untereinheiten POLD2, POLD3 und POLD4. Organismen, die schwere Störungen solcher DNA-Polymerasen aufweisen, sind häufig nicht lebensfähig, was deren Erforschung naturgemäß erschwert. (MedUni Wien, 28.08.2019)