Medizinwitz des Tages 8. Oktober 2020

Das tatsächliche Präventionsverhalten weicht in Deutschland – bei Frauen wie Männern – stark vom Präventionswissen ab.

Amgen GmbH am 08.10.2020

Die Akzeptanz von Krebsvorsorgeuntersuchungen muss sich in Deutschland verbessern. Dass nur rund 50 % der Befragten von dieser Art Prävention überzeugt sind und ein weitaus geringerer Anteil sie auch regelmäßig wahrnimmt, ist ein Alarmsignal. Der Hauptgrund ist für 32 % die Abneigung vor Arztbesuchen.

Amgen GmbH am 08.10.2020

Osteoporose ist eine weit verbreitete chronische Skeletterkrankung, von der in der Schweiz schätzungsweise 400.000 Menschen betroffen sind. Bei den Frauen über 50 erleidet sogar jede 2. Schweizerin eine osteoporotische Fraktur.

Amgen Switzerland AG am 08.10.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 12. Juli 2019

In den letzten 10 Jahren haben die beruflichen Fehltage (AU-Tage) in Deutschland um insgesamt 46,5 % zugenommen. Konkret wegen +34,2 % Muskel-Skelett-Erkrankungen, +30,4 % Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor allem wegen +129,4 % psychischer Störungen. Gerade bei Letzteren zeigen sich deutliche Zusammenhänge zwischen Arbeitswelt und psychischer Gesundheit: Mit durchschnittlich 1,4 AU-Tagen je Beschäftigten sind diese im Bergbau am geringsten, hingegen im Gesundheits- und Sozialbereich mit 4,0 AU-Tagen fast 3 Mal so hoch.

BKK Bundesverband am 12.07.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Kraft kann man nicht röntgen

Warum Sie, liebe Leserinnen und Leser, fast alle an Kreuzschmerzen leiden? Bei „nur gelegentlich“ gratuliere ich Ihnen natürlich. Denn Viele von Ihnen spüren den Rücken schon seit Jahren. Abhilfe? Na, Massage, Einrenken und Physiotherapie. Heißt für mich: Sie lassen wieder einmal andere Menschen für sich arbeiten! Ich habe das immer für einen Fehler gehalten, besonders, wenn es um die Gesundheit geht.

Frohmedizin betont die Eigenverantwortung. Das Verlassen der Komfort-Zone. Selbst arbeiten. Schuften, wenn Sie so wollen! Oder laut Duden: plagen, sich abmühen, rackern ! Warum ich heute so streng bin? Weil mir soeben ein Physiotherapeut das Herz gewärmt hat. So ganz anders. Ein Mensch mit Erfahrung, der genau weiß:

Schmerz ist Kraftverlust.

Ist Ihnen auch längst bekannt unter dem Stichwort „Kraft nimmt Schmerz“. (News vom 16.2.2009) Und dieser Physiotherapeut betont sehr richtig, dass man Kraft eben nicht röntgen kann, auch nicht im Kernspin erkennt. Und daran oder dadurch würde die orthopädische Schulmedizin scheitern …

Denn, wo Schulmediziner nichts erkennen können, da ist dann auch nichts. Also ist Ihr Rücken (laut Röntgen, laut MRT) gesund. Die Schmerzen bilden Sie sich dann wohl nur ein. Nehmen Sie halt ein paar NSAR …

Weil das Mail das Problem so gut beschreibt, hier noch einmal wörtlich:

Das Grundübel der ganzen muskuloskelettaren Medizin ist der Wille, alles SEHEN zu wollen, also im Röntgen, MRT etc.. Dann sieht man eben die kaputten Bandscheiben, die Arthrose usw . Diese Sichtweise ist orthopädisch gefärbt und in der Orthopädie spielen Muskeln eben keine große Rolle.

Auf dieser Grundlage werden nun auch Therapeuten ausgebildet, die wiederum ihren Focus auf dem Knochengerüst halten, wenn sie keine anderen Erfahrungen haben. Tatsächlich aber sind Rückenschmerzen i.d.R. funktionelle Störungen auf der Basis von de facto Kraftverlust, die man so nicht sehen kann !

In meiner manuellen Therapie-Ausbildung nach Kaltenborn standen Triggerpunkte, Sehnenansatzreizungen und muskuläre Dysbalancen nicht im Vordergrund. Man findet aber auch in Läuferforen oder in Ihrem Forum immer wieder die gleichen Beschwerden: Piriformissyndrom, Compartementsyndrom, Patellaspitzensyndrom usw..

Herr Dr. Strunz, Sie sind um Welten weiter als die meisten Ihrer Kollegen und ich werde mich noch den Rest meiner beruflichen Karriere über Ärzte und Therapeuten ärgern müssen, die ihre Patienten krank reden.

Lassen wir mal das Schimpfen und Jammern ! Denken wir positiv. Lernen Sie: Schmerz ist überflüssig. Schmerz kann man „wegarbeiten“. Sehen Sie, erfahrene Orthopäden oder Osteopathen wissen das auch. Die wissen um das Geheimnis der „Arbeit“, an der die Heilung in der Regel scheitert.

Der Mensch, ich eingeschlossen, ist leider eher träge und faul. Auch ich muss mich jeden Tag aufs Neue zusammenreißen. Weiß andererseits ein bisschen etwas über das Geheimnis der „inneren Energie“. Diesbezüglich fehlt Ihnen noch ein kleines Büchlein. Eine praktische Gebrauchsanleitung. Weiß ich …!

Psychische Erkrankungen: 10 Tipps für Unternehmen zum Gegensteuern

Wegen psychischer Erkrankungen nehmen in Firmen nun schon seit Jahren die Arbeitsunfähigkeitstage zu. Auch die Anzahl an diesbezüglichen Krankenständen hält die GS Consult GmbH für „alarmierend“: Mit mehr als 17 % kamen 2016 nämlich die psychischen Erkrankungen erstmals an 2. Stelle. Nur übertroffen vom Muskel- und Skelett-System mit 22,2 %. Solche Ausfallzeiten sind für Unternehmen natürlich eine hohe finanzielle Belastung.

Foto: obs / GS Consult GmbH / B. Jackson

Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden sich bis 2030 die dadurch verursachten direkten Kosten in Deutschland auf rund 32 Mrd. € belaufen. Darum auch sind Firmen seit 2013 ausdrücklich dazu verpflichtet, bei der vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsbedingungen auch psychische Belastungen zu berücksichtigen. Giovanni Sciurba von GS Consult hat für Führungskräfte folgende 10 Tipps für die Praxis im Firmenalltag parat:

(1) Durch eine Verbesserung der Arbeitsabläufe mit klaren Aufgaben lässt sich das Stressempfinden der Mitarbeiter reduzieren. (2) Ein bewusster Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln – wie z.B. Verzicht auf E-Mails nach Feierabend – nimmt ebenfalls Druck. (3) Bei Veränderungsprozessen im Unternehmen sollte stets offen und transparent kommuniziert werden. (4) Voraussetzung für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit ist die Wertschätzung der Arbeitnehmer durch eine faire Gehalts- und Personalpolitik sowie einer Kommunikation auf Augenhöhe.

Tipps 5-10

(5) Große Bedeutung für das psychische Wohlbefinden hat die Einbindung in Entscheidungsprozesse. (6) Vorgesetzte sollten die Beschäftigten immer entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten, Stärken und Interessen einsetzen. (7) Das Definieren von Zielen und Perspektiven in Entwicklungsgesprächen erhöht die Motivation der Angestellten. (8) Durch die Personalplanung sollte vermieden werden, dass Beschäftigte oft Überstunden machen müssen. (9) Bei Konflikten sollten Führungskräfte hinhören und zu Lösungen beitragen. (10) Eine ausgewogenen Work-Life-Balance kann die Mitarbeiter langfristig gesund und zufrieden erhalten.

Deutsche Arbeitnehmer 17 Tage im Jahr arbeitsunfähig – 22.320 Berufskrankheiten

Die 29 Mio. deutschen Arbeitnehmer waren laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Jahr 2016 durchschnittlich 17,2 Tage arbeitsunfähig. Die Gründe: Muskel-Skelett-Erkrankungen (22,8 %), Psyche und Verhaltensstörungen (16,2 %), Krankheiten des Atmungssystems (13,5 %). Die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten stieg auf mittlerweile 22.320.

Bild: obs / Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin / BAuA

2016 ereigneten sich in Deutschland fast 960.000 Arbeitsunfälle und hatten geschätzt 675 Mio. ausgefallene Arbeitstage zur Folge. Dies führte laut dem statistischen Bericht “Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit” der BAuA zu einem Produktionsausfall anhand der Lohnkosten von 75 Mrd. €. Durch die verlorenen Arbeitstagen gingen der deutschen Volkswirtschaft rund 133 Mrd. an Bruttowertschöpfung verloren. Und genau 873 Personen verstarben 2016 bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin …