Medizinwitz des Tages 8. August 2019

Weil die Digitalisierung des österreichischen Gesundheitswesens hinterherhinkt, bekommen Patienten nicht die bestmögliche gesundheitliche Versorgung. Dabei sind es die Sozialversicherten, die hohe Versicherungsbeiträge bezahlen und eigentlich ein Recht auf eine entsprechend digitalisierte Leistung hätten.

Industrieplattform Medizinsoftwarehersteller am 08.08.2019

Die medizinische Seite des deutschen Kontrastmittel-Skandals ist bisher noch nicht Gegenstand der Untersuchungen. Gesundheitspolitiker machen nämlich vor allem auf die Gefährdung der Patienten aufmerksam. So hält es der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für “sehr gefährlich, Kontrastmittel dort einzusetzen, wo es nicht benötigt wird”. Man habe es dort mit einer gravierenden Gefährdung von Patienten zu tun, “die auch noch sehr viel Geld kostet”.

Norddeutscher Rundfunk am 08.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Eine Medizin ohne Angst

Es sind immer wieder die kleinen Nebensätze in Ihren Briefen, die Randbemerkungen in Ihren E-Mails, die ich als Bestätigung einer echten Revolution verstehe. Als Beweis einer neuen Medizin. Einer Medizin, die glücklich machen kann. So ganz nebenbei. Ohne den üblichen Schrecken der Krankenhäuser, ohne die üblichen Nebenwirkungen der Medikamente.

Eine Medizin ohne Angst.

So ein kleiner Nebensatz, gedacht nur als Einleitung für ein längeres E-Mail, hat mir in diesem Moment wieder einmal gezeigt, dass mein Beruf ein Privileg ist. Das Privileg, den Mitmenschen ein bisschen glücklicher zu machen. Aufregend:

Gerade Ihre mahnenden Worte zum Vitamin D waren mir in der vergangenen Zeit eine große Hilfe, denn ich habe mich durch umfangreiche Substitution von einem tieftraurigen Wert im August 2011 inzwischen auf einem ansehnlicheren Wert verbessert, was meine rheumatischen Gelenksbeschwerden fast völlig zum Verschwinden gebracht hat. Zudem habe ich seit über einem Jahr keinerlei Infekte mehr, jedoch vorher (trotz viel Vitamin C) fast jeden Monat. Vielen Dank!

Kurz gefasst: Eine Revolution ! Eine Sensation !

Vielleicht kann man das nur als ein ehemaliger Schulmediziner – wie ich einer bin – als so aufregend empfinden: Rheumaschmerzen weg ! Einfach so. Ohne Tabletten. Ohne 6-wöchigen Kuraufenthalt. Ohne Spritzen, einfach so. Und keinerlei Infekte mehr. Keine der üblichen Viruserkrankungen mehr. Sprich: Ein völlig anderes Immunsystem. Genau darum geht’s …

Genau darum geht es auch bei jeder Impfdiskussion. Darum geht es bei den jährlichen Panikmeldungen unserer Medien, unserer Regierung – vor einem neuen Virus. Und wenn sie genau hingucken, geht es genau darum auch bei Krebs. Der befällt bekanntlich 27 Mio. Deutsche. Ein Drittel des Landes. Mit tödlicher Sicherheit …

Doch Vitamin D verändert Ihr Immunsystem. Vitamin D heilt (!!!) Autoimmunerkrankungen.

Wäre ich nun ein Redakteur beim „Stern“ oder „Spiegel“, dann würde ich aus diesem überaus erfreulichen Umstand dennoch eine Skandal-Story machen. Würde ich die deutsche Medizin, die deutschen Universitäten anklagen. Würde ich nebenbei auch ein Wutbuch schreiben. Tu ich aber nicht, sondern ich helfe lieber … Ihnen !!

Es war also Vitamin D. Davon brauche ich 7.000 I.E. täglich. Weil ich messe. Sie brauchen vielleicht 9.000 I.E. täglich. Heißt dann Molekularmedizin …

Einige Merksätze

Einen meiner wichtigsten Merksätze verdanke ich der Universitätsklinik Erlangen. Dort hieß es:

Strunz, merken Sie sich, der Mensch hat Läuse und Flöhe !

Stammt von meinem hochverehrten Lehrer, Prof. Ludwig Demling … (News 27.05.2014)

Damit ist gemeint, dass jede Krankheit mehrere Gründe hat und nicht nur einen einzigen. Das ist u.a. der fundamentale Irrtum der Schulmedizin. Die geben uns immer Tabletten mit nur einem Wirkungsmechanismus und glauben, damit dem Patienten zu helfen.

Und auch schon das ungewöhnliche Büchlein „Zucker, Blut & Brötchen“ von Robert Krug hatte ich vor kurzem hier schon einmal erwähnt. (News 04.05.2019) Der gute Mann ist Wirtschaftsinformatiker und wurde eines Tages krank. Hat sich dann aber eigenverantwortlich um sich selbst gekümmert und wurde wieder gesund. Ein Resultat davon sind 464 Seiten voller Wissen.

Das Besondere an dem umfangreichen Werk sind die eingestreuten Merksprüche. Die sind es wahrlich wert, auch hier zitiert zu werden. Sozusagen eine Auswahl – ganz ungeniert – der Reihe nach:

  • Für seine Gesundheit, für sein Lebensglück ist man einzig und allein selbst zuständig. (Ulrich Strunz)
  • Merken Sie sich bitte: „Sie können nicht gesund werden, so lange Sie Ungesundes essen“. (Peter Osborne)
  • Im Endeffekt liegt auf unseren Tellern Nahrung, die möglicherweise mehr Schadstoffe als Mikronährstoffe enthält. (Bodo Kuklinski)
  • Der größte Feind der Gesundheit ist die kohlenhydratreiche Ernährung. (Bodo Kuklinski)
  • Fleisch, das von kranken Viechern stammt, wird uns krank machen. (Nasha Winters)
  • Selbst wenn unsere Patienten Ihren Hausärzten derartige Befunde vorlegen (gemeint sind Blutanalysen), ernten sie Unverständnis. Das ist nicht mein Gebiet, da kenne ich mich nicht aus. Na, verdammt noch mal, wer ist denn sonst dafür zuständig. Die Friseurin ? Die Feuerwehr ? (Bodo Kuklinski)
  • Als Arzt im Ruhestand kann ich ehrlich sagen, dass unser offizielles medizinische System hoffnungslos unpassend und/oder korrupt ist. Die Behandlung von Krebs und degenerativen Erkrankungen ist ein nationaler Skandal. (Allan Greenberg)
  • Die Mitochondrien-Medizin ist kausal wirksam und angewandte Naturwissenschaft auf hohem Niveau. (Bodo Kuklinski)
  • Gehen Sie messen! Und gleichen Sie Defizite aus. Das ist der Punkt. (Chris Michalk)
  • Ohne funktionierendes Mitochondrium fällt die Zelle zurück in den Urmodus des Einzellers. Und da galt es, sich so rasch wie möglich zu vermehren, um zu überleben. Genau das ist Krebs. (Rudolf Polzius)
  • Fleisch ist mehr als ein toter Batzen. Fleisch ist mitochondriale Medizin. Kombiniert mit einer pflanzlichen Kost: unschlagbar ! (Chris Michalk)
  • Ein Arzt, der aufhört, sich weiterzubilden, sollte sich nicht länger als Arzt bezeichnen. (Robert Lustig)
  • Alkohol ist ein in Flaschen abgefülltes Pilzgift. (Sid Baker)

Wie gesagt, ist nur eine Auswahl. Das mit dem Pilzgift finde ich besonders nett. Denn erst so ein Pilz – Botrytis – hat mir die Welt des Weines offenbart. Vom edelsten Wein der Welt hab‘ ich auch noch ein Fläschchen von 1927 im Keller. Den trinke ich an meinem 100. Geburtstag !

Gesundheitskommissar Andriukaitis: „Ugly food is brilliant food !“

Die Lebensmittelverschwendung in der EU mache ihm große Sorgen, sagte der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittel, Vytenis Andriukaitis, im Rahmen eines EU-Bürgerdialoges in Wien. In der EU würden jährlich 88 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll landen, ärgerte sich der Litauer. „Das muss man sich ein Mal vorstellen. Und jedes Land sagt, seine Lebensmittel wären die Besten!“

EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis und Dr. Jürgen Molner in Wien. (Foto: Molner Health Center)

Das sei auch deshalb ein Skandal, weil sich 55 Mio. Europäer nur jeden 2. Tag satt essen könnten. Und es liege auch daran, dass 10 % der Konsumenten Mindesthaltbarkeitsdatum (Qualität) und Ablaufdatum (Gesundheit) verwechseln. „Ugly food“ sei immer noch „brilliant food“, betonte der EU-Kommissar. Auf die Frage vom Molner Health Center, ob denn nicht das Ablaufdatum von den Konzernen bewusst kurz angesetzt würde, sagte Andriukaitis: „Wir schauen uns gerade an, welche Lebensmittel überhaupt so ein Datum brauchen!“

Die Lebensmittelsicherheit betreffend favorisiere der gebürtige Russe und langjährige Chirurg eine Bezeichnung „Made in EU“. Man dürfe nämlich keine Fragmentierung des Binnenmarktes zulassen, sondern müsse diesen fördern. „Alles Andere wäre ein Desaster“, versicherte Andriukaitis. „Es ist bereits an der Zeit, das zu diskutieren.“ Weiters sei Lebensmittelsicherheit nicht ident mit Lebensmittelgesundheit, aber dabei verlasse sich die EU auf die EFSA und ihre Entscheidungen.

Andriukaitis in Wien: “Sitzen ist wie das Rauchen …” (Foto: Molner Health Center)

Und was den Einsatz von Pestiziden angeht, so könne darüber jedes Land frei entscheiden. „Willkommen in der Realität!“ Der 66-jährige Andriukaitis sprang übrigens immer auf, wenn er am Wort war, und ging auch ein paar Schritte. Seine Begründung: „Sitzen ist wie das Rauchen.“ Wie wahr, wie wahr …

Korruption in der Medizin

Es ist ein Skandal, der Millionen Menschen zu früh sterben ließ. Darunter meine Mutter. Gestorben am kläglichem Versagen der Schulmedizin, also der etablierten Medizin, die der zivilisierten Welt über 50 Jahre lang predigte, dass

der Feind unserer Gesundheit nicht Zucker ist, sondern Fett.

Es musste dann wieder einmal ein Zahnmediziner kommen, und zwar Herr Prof. Dr. Roland Frankenberger, Chefredakteur der Zeitschrift QUINTESSENZ (2018; 69 (1):3, Editorial), der in kriminalistisch präziser Kleinarbeit die Hintergründe für dieses fatale „Missverständnis“ rekonstruiert hat.

Prof. Dr. Frankenberger wurde übrigens 2017 richtig bekannt, als er beim deutschen Zahnärzte-Tag den Satz sagte: „Zucker ist der neue Tabak und verbindet als der „common risk factor“ schlechthin Medizin und Zahnmedizin wie kein 2. Stoff.“ Und der soeben enthüllt, dass

hinter dem falschem Feindbild Fett nicht etwa ein Irrtum steckt, sondern Korruption !

Korruption in der Medizin … Lassen Sie mich daher aus dem EDITORIAL von Prof. Dr. Frankenberger einfach die Fakten wörtlich abschreiben. Meines Erachtens sind diese exemplarisch. Exemplarisch für den Umgang der Schulmedizin mit Fakten:

1967 veröffentlichten renommierte Ernährungswissenschaftler der Harvard University School of Public Health in der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift New England Journal of Medicine eine Studie über Kohlenhydrate und den Cholesterinstoffwechsel (s. N Engl J Med 1967; 277:186-192 und N Engl J Med 1967; 277:245-247). So weit, so gut.

Die Herren hatten jedoch in ihrer Schlussfolgerung einen fundamentalen Hinweis weggelassen. Eine Ende 2016 publizierte Analyse historischer Dokumente belegt, dass die Harvard-Forscher damals dafür bezahlt wurden, ein wichtiges Detail der Studie einfach nicht zu erwähnen – und zwar den Einfluss einer zuckerreichen Ernährung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen (s. JAMA Intern Med 2016; 176:1680-1685).

Es ist mehr als eine Randnotiz, dass die Wissenschaftler neben der finanziellen Unterstützung für die Studie auch noch persönliche „Honorare“ von jeweils 50.000 Dollar bekamen.

Als man in den 1960er Jahren in den USA rasant steigende Herzinfarktzahlen feststellte, gab es zunächst 2 Theorien: Yudkin beschuldigte den Zucker (s. Lancet 1964; 2:4-5), Keys hingegen Cholesterin und gesättigte Fettsäuren (s. Cardiol Pract 1962; 13:225-244).

Nach ersten, den Zucker deutlich belastenden Studien Mitte der 1960er Jahre, wollte die Zuckerindustrie eine Untersuchung veröffentlichen, die Herzerkrankungen nicht mit dem Zucker, sondern mit Cholesterin und Fett in Verbindung brachte. Das Resultat dieses Vorhabens war die erwähnte Veröffentlichung von 1967.

Die verschwieg zwar nicht komplett, dass auch Zucker mit der Häufigkeit von Herzinfarkten in Verbindung steht, aber in der Schlussfolgerung der Studie wurde der Passus gestrichen. Folglich blieben Cholesterin und Fett als Schuldige über. Und diese Studie hat die Ernährung der westlichen Welt dann über fast 50 Jahre lang dominiert.

Wie gesagt: Solch eine klare Zusammenfassung hätte ich mir von einem deutschen Internisten gewünscht. Nein, es musste wieder einmal (wie schon  so oft in der Vergangenheit) ein Zahnmediziner kommen …