Medizinwitz des Tages 28. Februar 2020

Die seltenen Erkrankungen sind zum jetzigen Zeitpunkt größtenteils tatsächlich noch nicht heilbar. Über 80 % davon sind genetisch bedingt und infolge dessen auch chronisch.

Sanofi Genzyme am 28.02.2020

Eine Krankheit gilt als selten, wenn bis zu 5 von 10.000 Menschen betroffen sind. Bekannt sind bis zu 8.000 seltene Erkrankungen, so dass in der EU insgesamt dennoch etwa 30 Mio. Menschen oder 6-7 % mit einer der seltenen Erkrankung leben. Von diesen rund 8.000 seltenen Erkrankungen sind auch erst nur etwa 2 % behandelbar. Aktuell stehen europaweit lediglich 163 Arzneimittel für 137 seltene Erkrankungen zur Verfügung.

Sanofi Genzyme am 28.02.2020

Leider sind Nagetierversuche bei der Schweizer Forschung für seltene Krankheiten – auch in naher Zukunft – wegen fehlender Alternativen nicht zu vermeiden. Auch die Konvention des Europarates erlaubt ausdrücklich Tierversuche zur Verhütung von Krankheit und zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten – auch von seltenen Krankheiten.

Stiftung für Menschen mit seltenen Krankheiten am 28.02.2020

Nur Anreize wie temporäre Marktexklusivität, Gebührenreduktion und weitere Förderungen erhöhen die Forschungsaktivität und Arzneimittelverfügbarkeit bei seltenen Erkrankungen.

Pharmig am 28.02.2020

Produktwarnung: “Happease Jungle Spirit Banana Kush” Liquid für E-Zigaretten. Das Produkt kann bei Inhalation zu schweren Atemwegserkrankungen führen.

Österr. Agentur f. Gesundheit u. Ernährungssicherheit am 28.02.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Mehr Kraft, mehr Energie, mehr Ausdauer

Hätten Sie alle gern.  Weiß ich. War auch schon Titel der News vom 12.01.2013. Dort ging’s um Molekularbiologie an vorderster Wissensfront. Und auch darum, dass es mehr Kraft, mehr Energie und mehr Ausdauer quasi geschenkt gibt. Von Mutter Natur. Für Marathonläufer genauso wie für Schreibtischtäter. Denn je mehr Mitochondrien man hat (bis zu 6 Mal mehr sind möglich), desto mehr Lebensenergie steht zur Verfügung.

Den Schweizern z.B. sieht man ihre “Lebensenergie” oft an. Die Art wie sie sich bewegen, der wache Blick, die rasche (witzige) Antwort … Ohne Energie ist das Leben traurig. Das wissen Sie ganz genau aus Zeiten, in denen Sie einmal krank waren. Und die Energie kommt wie gesagt ganz klar und eindeutig

aus den Mitochondrien.

Und ganz besonders aus den Kraftwerken, die sich in Ihrem größten Organ befinden: Den Muskeln. Und da gibt es doch tatsächlich

die 2-Zylinder und die 12-Zylinder.

Will sagen: Es gibt im Muskelgewebe unterschiedliche Mengen an Mitochondrien. Der Unterschied kann bis zum Faktor 6 betragen. Enorm! Und wie verschafft man sich möglichst viele Mitochondrien? Klare Antwort:

Hauptsächlich aus Eiweiß und Fett.

Wenn Sie jetzt aber glauben, dass Sie nach 10 Eiern zum Frühstück plötzlich mehr Energie (mehr Mitochondrien) bekommen, dann täuschen Sie sich ein ganz kleines bisschen. Denn es gehört auch noch Sauerstoff dazu ! Heißt übersetzt: Bewegung, Sport, Durchblutung. Sie müssen Ihr größtes Organ, die Muskeln, nämlich trainieren.

  • Geht am einfachsten durch Laufen. Dabei wird der Muskel bis zu 10 Mal mehr durchblutet. Ein physiologisches Faktum.
  • Geht mit Gymnastik. Z.B. mit 7 magischen Übungen (News 16.03.2017).

So entsteht mehr Muskelgewebe und damit mehr Mitochondrien und damit mehr Lebensenergie. Und noch eins: Auch die Mitochondrien sind im Prinzip auf alle 47 essentielle Stoffe angewiesen. Darum: Blutanalyse !

Oder bleiben Sie lieber misstrauisch? Sagen sich: “Ach, der Strunz, mit seinem Eiweiß!” Eine der fittesten (erfreulichsten) Frauen dieser Welt heißt Paula Newby-Frazer. Gewann 8 Mal den Ironman Hawaii. Sie isst täglich 45 % Eiweiß ! Der Durchschnittsdeutsche kommt auf 12 %. Überzeugt ?