Medizinwitz des Tages 27. Oktober 2020

Deutschland braucht eine Atempause, eine Art Wellenbrecher-Lockdown.

SPD-Gesundheitssprecher Lauterbach am 27.10.2020

Rund die Hälfte der Deutschen zählt sich zur Corona-Risikogruppe.

Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller am 27.10.2020

Nachdem die Zwischenergebnisse der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, fordern der AOK-Bundesverband, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sowie die Deutsche Diabetes Gesellschaft von der Bundesregierung wirkungsvollere Maßnahmen, um den hohen Zuckerkonsum in Deutschland in den Griff zu bekommen. Dabei herrscht vor allem Konsens darüber, dass zur Senkung der gesundheitlich bedenklich hohen Zuckerzusätze Appelle nicht mehr ausreichen.

AOK Bundesverband am 27.10.2020

Deutsche Kinder und Jugendliche trinken im Durchschnitt bis zu 0,5 Liter zuckergesüßte Erfrischungsgetränke pro Tag. Das ist erschreckend !

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte am 27.10.2020

Covid 19: Die “Dritte Welle” in Form von neurodegenerativen Folgeerkrankungen könnte besonders gefährlich werden.

YUVEDO Foundation am 27.10.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Gut – besser – Froböse

Ich mag diese schmalen, kantigen Gesichter. Und ich mag die schlanken, ja sogar dünnen muskulösen Körper der Herren im reifen Alter (63 Jahre). Knapp über der Lebensmitte (News 31.05.2014). Wenn dann noch die deutsche Vizemeisterschaft über 100 und 200 m hinzukommt, das Ganze ergänzt durch einen Professorentitel in Sportwissenschaft, na dann wissen Sie natürlich, von wem ich spreche:

Prof. Dr. Ingo Froböse

Eines der seltenen, echten Vorbilder … für jeden, der sich „forever young“ auf die Fahnen geschrieben hat. Und dieser Professor der Sporthochschule Köln sprach kürzlich kurz, prägnant und authentisch über Ernährung. Zur Ernährung des bewegten Menschen. Also hoffentlich auch IHRER Ernährung ! Ich zitiere aus der Zeitschrift „Der Privatarzt“, Ausgabe 4/2020, Seite 32:

Sportlich aktive Menschen benötigen besonders viel Energie. Neben Kohlenhydraten gibt es weitere wichtige Energiequellen. So ist Fett sehr gut geeignet für Ausdauersportler. Ein Stück Butter z.B. liefert nachhaltig Energie.

Für den gesteigerten Stoffwechsel und für die Reparaturmechanismen benötigen alle Sportler Proteine, hochwertige Aminosäuren. Die BCAA Leucin, Isoleucin und Valin sind die wichtigste Energiequelle für Sportler. Begleitend können Kohlenhydrate empfohlen werden. Die sind sozusagen der „Mastersprit“ der menschlichen Leistungsfunktion und liefern kurzfristig Energie.

Ein hoher Energieumsatz beim Sport birgt allerdings das Risiko der Übersäuerung, denn es werden vermehrt basische Salze verbraucht. Daher empfehle ich Sportlern zum Schutz vor Übersäuerung die Kombination von mindestens 4 Mineralien – bestehend aus Magnesium, Kalzium, Natrium und Kalium. Diese können durch entzündungshemmende und immunstimulierende Mineralstoffe wie z. B. Zink ergänzt werden.

Ergebnisse der aktuellen Metabolomics-Froschung zeigen, dass nicht nur während, sondern insbesondere nach dem Sport der Metabolismus auf Hochtouren läuft. Diese Regenerationsphase ist entscheidend für den Erfolg des Sportlers. Daher sollten frühzeitig nach dem Training oder Wettkampf hochwertige Aminosäuren zugeführt werden. Diese können durch Fette sowie eine kleine Prise Kohlenhydrate ergänzt werden.

So schreibt der Meister persönlich. Dem man in beneidenswerter Weise ansieht, dass er das, was er verkündet, auch selbst tut. Selten genug. Aber, haben Sie das mit dem „Stück Butter“ mitbekommen. Ein echt außergewöhnlicher wie simpler Rat des Experten Froböse. Genauso wie die kluge Mineralienkombination. Die Triathlon-Profis in Hawaii z.B. kleben sich vor dem Wettkampf reine Salztabletten auf’s Fahrrad.

Und dann noch die Empfehlung von dem Sportwissenschaftler und Gesundheitsexperten nach dem Training oder Wettkampf eben nicht Kohlenhydrate aufzufüllen, sondern in erster Linie „hochwertige Aminosäuren“.

Alles in allem wertvollste Tipps zur richtigen Zeit ! Stichwort Corona-Virus. Das ist ein wunderbarer Anlass, immer deutlicher zu werden. Selbst ein gewisser Boris Johnson spricht jetzt von „unbedingt abnehmen“. Und Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger von der Uni Paderborn meint:

Ein gutes Immunsystem heißt zunächst einmal fit zu werden.

PS: Auf YouTube übrigens erklärt Prof. Dr. Froböse jeden Freitag neu seine „FormelFroböse“ aus Regeneration, Ernährung und Bewegung.

Medizinwitz des Tages 14. Januar 2020

92 % der Deutschen wünschen sich, dass Journalisten und Unternehmen medizinische Zusammenhänge verständlicher darstellen.

Amgen GmbH am 14.01.2020

Geld ist die Grundvoraussetzung. Die ÖÄK hat schon oft betont, dass es mehr Geld im österreichischen Gesundheitssystem brauchen wird, um den Herausforderungen der Zukunft angemessen begegnen zu können. Wir vermissen ein klares Bekenntnis der neuen Regierung, in diesen zentralen Bereich unserer Gesellschaft zu investieren. In Österreich stagnieren die Gesundheitsausgaben gemessen am BIP ohnehin schon lange genug.

Österreichische Ärztekammer am 14.01.2020

Kürzere Arbeitszeiten dienen dem Schutz der Patientinnen und Patienten in Österreich und dem Schutz von Ärztinnen und Ärzten.

Österreichische Ärztekammer am 14.01.2020

1970 konnten sich Hausärzte im Schnitt noch 45 Minuten Zeit für ihre Patienten nehmen. Heute sind es nur noch rund 7 Minuten.

Dr. Gerd Wirtz am 14.01.2020

Deutsche Krankenhauspatienten bekommen nicht das Essen, das ihr Körper bräuchte. Vitamine und andere Nährstoffe sind nicht ausreichend vorhanden, der Salzgehalt viel zu hoch.

Rundfunk Berlin-Brandenburg am 14.01.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Die Sache mit dem Salz

Die habe ich nie verstanden. In meinem großen Garten stehen mehrere Salzsteine. Tiere kommen und lecken daran. Die wissen offenbar nicht, dass Salz gefährlich ist … Gemeinhin den Blutdruck erhöht. Die Herzinfarktrate steigert. So wie das der einsame Gesundheitsexperte Prof. Dr. Karl Lauterbach immer verkündet. Der persönlich, wie er meint, praktisch auf Salz verzichtet. Einen schlanken Körper kann man ihm tatsächlich nicht absprechen.

Aber genau das ist der Punkt. Als Arzt habe selbst ich massiv übergewichtigen Patienten mit Bluthochdruck geraten, den Salzkonsum einzuschränken. Das ist auch richtig so. Aber eben nur genau diesem Typ Mensch ! Ob die das dann auch umgesetzt haben, steht auf einem anderen Blatt. Ein Arzt in Bayern, Sie verstehen …

Allen übrigen Menschen habe ich zu Salz geraten. Sogar zu viel Salz !

Habe ich (1.) bei den Tieren abgeguckt und (2.) bei mir selbst. Ich salze massiv. Schon immer.

Jetzt könnten Sie natürlich einwenden, wenn Sie viel schwitzen Herr Doktor, wenn Sie täglich stundenlang Sport treiben, dann müssen Sie das heraus geschwitzte Salz auch wieder nachfüllen. Und da sage ich Ihnen dann: “Völlig richtig ! Genau so sehe ich das auch.” Damit hat sich jede weitere Diskussion über den Salzbedarf eines Menschen erledigt.

Und weil jeder denkende (!!) Mensch täglich Sport treibt, täglich rennt und folglich täglich schwitzt,

ist man sogar dringend auf Salz angewiesen.

Dieser (mein) wie so oft naiver Ansatz wird heute, also spät, recht spät bestätigt. Vielfach. Immer wieder. Darf ich zitieren ?

  • Japanische Forscher hatten bei 12.422 Patienten mit Bluthochdruck den Salzkonsum geschätzt. Aber selbst eine deutliche Einschränkung hatte kaum eine Auswirkung auf den Blutdruck. Selbst bei diesen kranken Menschen nicht. Dabei wollte man eigentlich das Gegenteil beweisen.
  • In der PURE-Studie mit 95.767 Erwachsenen wurde gezeigt: Je mehr Salz konsumiert wurde, desto niedriger war das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen vorzeitigen Tod.
  • Laut dem Berner Kardiologen Prof. Dr. Franz Messerli stieg in einer kanadischen Studie bei niedrigem Salzkonsum das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sogar an.
  • In einer Studie, publiziert im BMJ der Harvard University findet sich der Satz: “Je mehr Salz jemand aß, desto höher war seine Lebenserwartung, und je weniger Salz jemand aß, desto kürzer war seine Lebenserwartung.” Nur wenn jemand extrem viel Salz zu sich nahm, verstarb er auch vorzeitig. Eigentlich logisch.

Solche Fakten jucken den Präsidenten der deutschen Hochdruckliga, Prof. Dr. Bernhard Krämer nicht. Er habe vielmehr aus kontrollierten Studien den Hinweis, dass bei Patienten mit Bluthochdruck eine salzarme Kost das Risiko für einen vorzeitigen Tod – und jetzt kommt’s, bitte aufpassen! – “bei manchen Leuten senken kann”. Haben Sie das mitbekommen? Also nicht bei den genannten Patienten, sondern nur bei manchen von diesen Patienten !

Darum wohl auch wird der heute gültige Grenzwert von 5 g Salz pro Tag von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie eben nicht gelockert. Erst sollen weitere Studien ausgewertet werden. Man möchte nicht voreilig sein … Diesen Umstand kommentiert der Zürcher Kardiologe Prof. Dr. Franz Eberli in meinen Augen vernichtend:

Medikamente müssen in ausführlichen Studien getestet werden, bevor man sie verschreibt. Beim Salz hat man einfach eine Empfehlung ausgesprochen (5 Gramm täglich) ohne genügend wissenschaftliche Belege.

Stimmt. Meine Tiere wissen es besser und ich natürlich auch (schon seit langem):

Ein Mensch, der täglich läuft, braucht sich kaum mehr um die vielen vergnüglichen Horror-Geschichten der Schulmedizin zu kümmern. Sogar “Gesundes kann auch krank machen”, gibt’s dort zu lesen. Wer täglich läuft, der darf nach seinem Gusto leben (Kennwort somatische Intelligenz).

QUELLE: F.A.Z. vom 26.09.2018, Seite N 2 … und nicht etwa Deutsches Ärzteblatt oder die Ärzte-Zeitung

Testosteron verrät den Lebensstil

Testosteron trägt uns durchs Leben. Auch die Frauen. Testosteron ist unser innerer Antrieb. Ich schätze solche Übersetzungen, weil man spontan Zusammenhänge versteht und sich danach bemüht. Kennen Sie bereits von Magnesium, dem Salz der inneren Ruhe. Oder von Serotonin, dem Glücks- und Chef-Hormon. Und wer möchte nicht glücklich sein? Wer wünscht sich nicht mehr innere Ruhe? Und wer lebt nicht vom inneren Antrieb. Das eigentliche Geheimnis aller erfolgreichen Menschen.

Ihr Testosteron zeigt mir Ihre Entschlusskraft, Ihre innere Motivation, die Tatkraft, Ihr Durchhaltevermögen. Hab ich nun schon so einige 100.000 Mal bei Männern und Frauen gemessen. Lag meistens im unteren Drittel des Normalbereiches. Wenn nicht gar tiefer. Da kommt man dann ins Grübeln …

Denn es hätte Ihnen längst auffallen müssen, mit welchen Ratschlägen ich Ihnen komme, wenn Sie Testosteron steigern möchten. Erinnern Sie sich an … mehr

  • Eiweiß
  • Bewegung
  • Zink
  • Kraftsport
  • Meditation
  • Schilddrüsenhormon.

Nie erwähnt habe ich allerdings den bzw. Ihren Bauchspeck. Ich will höflich bleiben. Bauchfett also, voll mit Aromatase, einem Enzym, das Ihr wertvolles (männliches) Testosteron in (weibliches) Östrogen umwandelt. Bauchfett kann also auch impotent machen. Mediziner sind heute mehr und mehr der Meinung, dass NICHT etwa DER TIEFE HORMONSPIEGEL SCHULD IST an den „Wechseljahres-Beschwerden“ des Mannes.

Also an Erektionsproblemen, Herzrasen, Hitzewallungen, Übergewicht, Depressionen, Gereiztheit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, sondern:

Das Hormon ist vielmehr eine Art Barometer für den allgemeinen Gesundheitszustand des Mannes.

Ist der Mann gestresst, zu dick oder krank, dann sinkt sein Testosteronspiegel. Ist er schlank, sportlich und entspannt, liegt sein Testosteronspiegel im Normalbereich – ganz unabhängig vom Alter. Heißt praktisch: Ihr Testosteronspiegel verrät Sie! Verrät Ihren Lebensstil. Verrät mir, ob Sie eine Gegenstrategie kennen (Meditation). Verrät mir, ob Sie entspannten Ausdauersport treiben oder nicht, ob Sie Kraftsport betreiben oder nicht (was Sie unbedingt sollten). Verrät mir auch, ob Ihr Bauchumfang für Sie zu hoch ist.

Darauf gebracht hat mich der Epidemiologe Robin Haring in seinem Buch „Die Männerlüge“. Kommentiert übrigens in FOCUS 15/2016, S. 75. Und Sie ahnen vielleicht schon, dass die Schulmedizin – künstlich eingeschränkt auf Medikamente – an der Substitution von Testosteron arbeitet. Tatsächlich wurden schon 2014 in Deutschland 3 Mal mehr Testosteron-Präparate verschrieben als noch vor 10 Jahren. Die Frohmedizin hingegen bemüht Ihre Eigenverantwortung …

Wir machen uns Testosteron lieber selbst !