Medizinwitz des Tages 4. März 2021

Jedes 2. Medikament, das in einer deutschen Apotheke verkauft wird, ist nicht rezeptpflichtig. Somit ist die Selbstmedikation die 2. Säule im Gesundheitssystem.

BPI am 04.03.2021

Bild: BPI

Nur 43 % der Deutschen mit einer chronischen oder schweren Erkrankung sagt, hilfreiche Informationen oder Angebote für den Umgang mit der Erkrankung bekommen zu haben. 22 % erhielten zwar Informationen, empfanden diese aber als nicht hilfreich. 27 % der Erkrankten bekamen überhaupt keine Informationen zur Verfügung gestellt. Diese Daten zeigen, dass Aufklärung im Krankheitsfall nicht genügend an den Bedürfnissen der Patienten orientiert ist.

SBK – Siemens-Betriebskrankenkasse

Infografik: SBK

Eine ausgewogene und vielseitige Ernährung hält fit und gesund: Sie versorgt den Körper mit lebenswichtigen Nährstoffen und trägt dazu bei, ein normales Körpergewicht zu halten.

Deutsche Krebshilfe am 04.03.2021

Rotes Fleisch vom Rind, Schwein oder Lamm ist wahrscheinlich krebserregend.

Deutsche Krebshilfe am 04.03.2021

Um bei chronischen Schlafstörungen die Notwendigkeit einer fortgesetzten Anwendung zu überprüfen, sollte nach 14 Tagen täglicher Einnahme die Dosis schrittweise reduziert oder abgesetzt werden. Ein plötzliches Absetzen kann erneut zu Schlafstörungen führen, was einen Teufelskreis auslösen könnte.

ABDA am 04.03.2021

Rezeptfrei heißt nicht harmlos ! Wer älter als 65 Jahre ist und synthetische Schlafmittel aus der Gruppe der Antihistaminika einnimmt, riskiert schwerwiegende Nebenwirkungen. Beobachtet wurden z.B. Sehstörungen, Schwindel, Herzrhythmusstörungen oder Stürze.

ABDA am 04.03.2021

Die Wirkung der beiden synthetischen Wirkstoffe Diphenhydramin und Doxylamin hält etwa 8 Stunden lang an. Zu spät am Abend eingenommen, können diese am nächsten Morgen zu einem “Hang-over” mit Müdigkeit und eingeschränkter Reaktionsfähigkeit führen.

ABDA am 04.03.2021

Die Kooperation zwischen Novartis und Curevac in Österreich zeigt die Lösungskompetenz der Pharmaindustrie. Die Vereinbarung zur gemeinsamen Impfstoffproduktion am Standort Kundl in Tirol wirft ein neuerliches Schlaglicht auf die Höchstleistungen, welche die österreichische Pharmaindustrie im Kampf gegen Covid-19 erbringt.

Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs am 04.03.2021

Logopäden sollten den Nutzen ihrer Therapie für Patienten endlich messen und klar kommunizieren.

Ute Wagner Logopädie und Mentoring am 04.03.2021

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 30. November 2020

Immer mehr Patienten in Europa sind bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln  von Lieferengpässen betroffen. Im 1. Halbjahr 2020 hat sich allein in Deutschland die Zahl der nicht verfügbaren Arzneimittel auf 12,1 Mio. Packungen erhöht. Das sind um 68 % mehr Ausfälle als im 1. Halbjahr 2019. Demzufolge sind nicht nur Blutdrucksenker, Magensäureblocker und Schmerzmittel von den Lieferengpässen betroffen, sondern auch Medikamente gegen Depressionen, Epilepsie und Parkinson.

ABDA am 30.11.2020

Grüne und innovative Arzneimittel sind kein Widerspruch.

Takeda Pharma GmbH am 30.11.2020

Deutsche Rheuma-Liga: 50 Jahre in Bewegung. … Der Verband engagiert sich in der Gesundheits- und Sozialpolitik, um die Interessen der 17 Mio. chronisch kranken Rheumatiker in Deutschland wirksam zu vertreten. … Weder in den Gründungsjahren noch heute ist es selbstverständlich, dass Rheumapatienten die bestmögliche Therapie erhalten.

Deutsche Rheuma Liga Bundesverband am 30.11.2020

Covid-19 Simulator von PwC bestätigt Wirksamkeit der gängigen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus in Österreich.

PwC Österreich am 30.11.2020

Patienten müssen häufig über 30 Minuten bewegungslos mit einem beklemmenden Gefühl in einer MRT-Röhre liegen, um eine gute Qualität der Aufnahmen sicherzustellen. Klaustrophobie gehört dabei zu den häufigsten Gründen, warum Betroffene oft eine unverzichtbare Untersuchung im Magnetresonanztomographen scheuen.

Die neue Alternative zur engen MRT-Röhre ? (Foto: Medserena AG)

Die Klaustrophobie – umgangssprachlich auch “Platzangst” – stellt immer noch das größte Hindernis für die Untersuchung im MRT dar. Die Angst vor Enge ist bei einer konventionellen MRT-Untersuchung ein sehr häufiges Problem für die Patienten. Die Betroffenen leiden dann oft an Unwohlsein, Schweißausbrüchen, Herzrasen bis hin zu Panikattacken.

Medserena AG am 30.11.2020

Es bedarf einer zielgerichteten Testung und breiter Aufklärung um HIV und AIDS wirkungsvoll zu bekämpfen.

Aids Hilfe Wien am 30.11.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 3. September 2020

Irren ist menschlich, Alzheimer auch.

Alzheimer Forschung Initiative am 03.09.2020

44 % der Österreicher leiden unter einem Burnout oder befinden sich zumindest in einem “frühen Problemstadium”.

Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze am 03.09.2020

In Österreich sterben fast 3 Mal so viele Menschen durch Selbstmord als im Straßenverkehr.

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie am 03.09.2020

Bis zu 10 % der österreichischen Bevölkerung leben mit Diabetes – viele davon nicht diagnostiziert.

Dachorganisation “wir sind diabetes” am 03.09.2020

Kaufen Sie verschreibungspflichtige Medikamente keinesfalls über das Internet. Sie gefährden Ihre eigene Gesundheit und handeln darüber hinaus illegal, denn der Verkauf von rezeptpflichtigen Arzneimitteln im Internet ist in Österreich verboten. Zudem berauben Sie sich der apothekerlichen Beratung.

Österreichische Apothekerkammer am 03.09.2020

Laut der bislang größten Studie besteht zwischen dem permanenten Haarefärben und Krebs kein Zusammenhang, außer bei Basalzellkarzinomen, hormonrezeptor-negativem Brustkrebs (ER-, PR- und ER-/PR-) und Eierstockkrebs.

MedUni Wien am 03.09.2020

Der Wiener Ärzteball 2021 wird wegen des Corona-Virus abgesagt. “Wir können nicht zwischen den Tanzpaaren die berühmten Abstandsbabyelefanten mittanzen lassen”, argumentiert Österreichs  Ärztepräsident Thomas Szekeres.

Ärztekammer Wien am 03.09.2020

“Unsere Ergebnisse rechtfertigen eine weitere prospektive Validierung“, erklärt Prof. Dr. Eva Schernhammer. “Diese richtet sich nach verschiedenen Populationen und Nationen, verschiedenen Anfälligkeitsgenotypen (z.B. NAT1 oder NAT2), Krebsarten verschiedener Genotypen und molekulargenetischer Phänotypen, verschiedenen Expositionseinstellungen (persönlicher Gebrauch vs. berufliche Exposition), verschiedenen Zeitpunkten und verschiedenen Farben der verwendeten permanenten Haarfärbemittel (dunkel gefärbt vs. hell gefärbt) mit verfeinerten Expositionsabschätzungen und sollte im Licht der Gesamtheit der Beweise interpretiert werden.”

MedUni Wien am 03.09.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medikamentenmissbrauch: Große Akzeptanz in Deutschland

Der Missbrauch von Medikamenten wird von 43 % der deutschen Bevölkerung akzeptiert. Davon hätten auch schon 17 % einmal verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne medizinische Notwendigkeit eingenommen – und zwar zur „Verbesserung des persönlichen Wohlbefindens“. Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Bundesapothekerkammer (BAK).

BAK-Präsident Andreas Kiefer (Foto: obs / ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände / Wagenzik)

“Diese Ergebnisse sind erschreckend“, sagte Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer beim Symposium “Arzneimittelmissbrauch – Fakten und Herausforderungen” in Berlin. Arzneimittel seien keine Lappalie, denn einerseits habe jedes Medikament Risiken und Nebenwirkungen und andererseits trete die erhoffte Doping-Wirkung – wenn überhaupt – höchstens kurzzeitig ein. Häufigster Grund für die (missbräuchliche) Einnahme von Medikamenten ist die Stimmungsaufhellung bzw. Reduzierung von Nervosität.

Dies käme für 33 % der Befragten sogar „grundsätzlich“ in Frage. Die Steigerung der Konzentration und anderer geistiger Leistungen wäre für 27 % zumindest „eine Option“. Bemerkenswert jedenfalls ist die Tatsache, dass 11 % der missbräuchlichen Verwender sich die rezeptpflichtigen Medikamente illegal via Internet besorgt hätten. Wenig verwunderlich also, dass rezeptfreie oder frei verkäufliche Medikamente noch mehr verharmlost werden. Diese hätten 30 % der Deutschen schon einmal eingenommen und für weitere 25 % käme das in Frage.

19.748 neuer Tiefststand deutscher Apotheken

Die Zahl deutscher Apotheken hat mit 19.748 zu Jahresende 2017 einen neuen Tiefststand erreicht. Das gab die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in einer Aussendung bekannt. “Nicht nur die Zahl der Apotheken sinkt immer weiter, sondern auch die Zahl der Inhaber“, zeigt sich deren Präsident Friedemann Schmidt besorgt.

Nur mehr 19.748 Apotheken in Deutschland … (Foto: MHJ)

Deren Zahl ist Schmidt zufolge 2017 um 371 auf 15.236 gesunken. Die Anzahl der Apotheken sank um 275, also 1,4 %. Nur 1987 hatte es in beiden Ländern zusammen noch weniger Apotheken gegeben. Der ABDA-Präsident macht dafür nicht nur den „scharfen Wettbewerb, sondern leider auch die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen“ verantwortlich. Wenn sich die deutschen Apotheken aber auf Dauer bei rezeptpflichtigen Medikamenten einen seiner Meinung nach unsinnigen Preiswettbewerb mit ausländischen Arzneimittelversendern liefern müssen, dann sei die flächendeckende Medikamentenversorgung gefährdet.

Das ist zwar total unlogisch, aber man kann es ja mal behaupten wie auch eine Gesetzesänderung fordern. “Deshalb brauchen wir dringend und schnell ein Gesetz, das wieder einheitliche Preise bei rezeptpflichtigen Medikamenten herstellt.“ Möglich würde das, so wörtlich, „über ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln“.