Pharmafirmen ermahnen zur Therapietreue auch an Feiertagen

Der deutsche Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) hat zum Jahresende zur „Therapietreue auch in den Weihnachts-feiertagen“ ermahnt. Man solle sich „einen Wecker“ stellen, sich vom Partner erinnern lassen oder eine App zur Überwachung der Medikamenteneinnahme nützen, empfiehlt der Apotheker Thomas Brückner vom BPI. Eine verschriebene Tablette mal kurzzeitig nicht zu nehmen, erst recht, wenn man sich eigentlich gesund fühlt, erscheine zunächst nicht schlimm. Doch eine fehlende Therapietreue könne den Erfolg der Behandlung verzögern oder sogar gefährden.

Hämorrhoiden sind auch an Feiertagen präsent … (Foto: Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH)

„Nur regelmäßig und bis zum Ende der Therapie eingenommen, bekämpft ein Medikament die Infektion wirksam!“ Laut BPI stellt eine mangelnde Therapietreue nicht nur ein Gesundheitsrisiko dar, sondern sei auch ein Kostenfaktor. Nach aktuellen Zahlen von IMS Health kostet “die Non-Compliance” das Gesundheitssystem 13 Mrd. € im Jahr. Geld, dass die Pharmaindustrie sicher gut gebrauchen könnte, möchten wir vom Molner Health Center ergänzen …

Und noch ein Tipp vom BPI: „Lassen Sie sich die Einnahmehinweise gleich bei der Übergabe in der Apotheke auf die Medikamentenschachtel schreiben. Die Schachtel sollten Sie daher, wie auch den Beipackzettel, zusammen mit dem Arzneimittel gut aufbewahren.“

Bewegung ist Leben

Bewegung ist Leben: Diese Erkenntnis ist noch immer eine Sensation! (2009) Bewegung nämlich verjüngt den Körper und macht selbst dem Gehirn wieder Beine – durch mehr Gehirnzellen. Ja sogar eine Verlängerung der Telomere (Lebensdaueranzeiger) ist laut Dr. Ulrich Strunz möglich. (2008) Und last but not least hat auch Prof. Martin Halle nur einen Rat gegen Krebs, Diabetes und Depressionen: “Bewegung, Bewegung, Bewegung. Weil dadurch unser größtes Organ, die Muskulatur, aktiviert und etwas im Stoffwechsel bewirkt wird.” (2012)

“Altern” ist eine Einbildung, obwohl vielerorts viel zu wenig dagegen getan wird. (Infografik: obs / FIBO / TNS Infratest)

“Altern” ist also nur eine (menschliche) Einbildung und kommt, so wie wir es verstehen, in der Natur gar nicht vor. (2012) Der Mensch hingegen wählt viel zu früh ein Alternativprogramm, das schon bei einer schlechten Körperhaltung beginnt. “Von Jugend sollte man nicht mehr nur träumen, sondern sie auch weiter leben”, so Dr. Strunz. (2009) Und im wirklichen Alter sei es dann auch mehr der Sport als der IQ, der das Gehirn auf Trab hält. (2007)

Das gelte insbesondere für das Laufen, das im Erbgut des Menschen verankert ist. “Der Körper braucht das Laufen wie die Luft zum Atmen”, weiß der Mediziner, und auch “dass auf dieser Welt nichts so unterschätzt wird wie das Laufen”. (2010) Laufen mache glücklich (2007) und verändere das Leben (2017). Kurz und gut: “Laufen scheint in der Tat der Schalter zwischen Leben und Tod zu sein, der noch dazu die Pharmaindustrie um Längen abhängt!” (2010)

Sport ist mehr als nur ein Hobby ! (Infografik: obs / DVGE Verlag)

In Bewegung löst man Probleme um 60 % besser als im Sitzen am Schreibtisch. Laufen ist folglich nicht wirklich ein Hobby, sondern gelebte soziale Verantwortung. (2016) Laut Prof. Markus Walther hilft Bewegung auch bei Arthrose. Arthrose bekomme vielmehr, “wer sich nicht bewegt”. (2008) Und dabei könne man vorher ruhig noch einen Kaffee trinken, denn dieser erhöht den Zellschutz um sage und schreibe 120 %. Dr. Strunz: “Bewegung und Kaffee erhöhen den Zellschutz um insgesamt 400 %!” (2013)

Jede Art Bewegung ist gut und senkt laut der Universität Wien bereits nach 5 Stunden pro Woche das Sterberisiko um 40 %. (2012) Oder anders gesagt: Sport verlängert das Leben um ganze 10 Jahre. (2013) Also: Lösen Sie die Handbremse und laufen Sie los – im Wohlfühlbereich und zumindest 30 Min. täglich, denn die Regelmäßigkeit zählt. (2006) Und glauben Sie bitte nicht, so Dr. Strunz, Ihr Leben werde durch Ihre Gedanken (Pläne) bestimmt. “Es ist Ihr Körper, der zählt!” (2011)

Sport hat nur Vorteile … (Infografik: obs / DVGE Verlag)