Medizinwitz des Tages 14. Juli 2020

Jeder Arzt, der in Deutschland ein Cannabis-Präparat verordnen möchte, muss die Sinnhaftigkeit der Therapie belegen. Zudem müssen alle sonstigen Therapien versagt haben.

HausArzt am 14.07.2020

Pressekonferenz der ÖÄK am 16.07.2020: Wie bekommt man die Corona-Pandemie in den Griff ?

Österreichische Ärztekammer am 14.07.2020

In Deutschland würden sich fast 46 % der Männer und 35 % der Frauen gegen Covid-19 impfen lassen.

Apotheken Umschau am 14.07.2020

Burnout ist auch als “Erschöpfungsdepression” bekannt und hat sich in den letzten Jahren in Deutschland immer mehr zu einem Volksleiden entwickelt.

IVPNetworks GmbH am 14.07.2020

Sommer, Sonne, Sandstrand – klingt nach perfektem Urlaub. Was aber auch nicht fehlen darf, ist der Sonnenschutz. Denn abgesehen vom kurzfristigen und schmerzhaften Sonnenbrand drohen langfristig auch Hautschäden wie Krebs.

CosmosDirekt am 14.07.2020

Forscher konnten nun klären, warum sich manche Ependymome sehr aggressiv verhalten und schlecht zu behandeln sind, andere dagegen eine bessere Prognose aufweisen. Die Therapieansätze, die von den Ergebnissen abgeleitet wurden, sind in ersten Labortests vielversprechend.

MedUni Wien am 14.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 11. November 2019

Schätzungen gehen davon aus, dass 20 % der Deutschen noch nichts von ihrer Diabetes-Erkrankung wissen.

Hermes Arzneimittel GmbH am 11.11.2019

Pro Jahr erleiden fast 100.000 Österreicher eine sog. nosokomiale Infektion. Sie werden also Opfer von Krankenhauskeimen, die im schlimmsten Fall bis zum Tod führen können. Doch viele dieser Infektionen wären vermeidbar.

Austromed – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen Österreich am 11.11.2019

Was beim Thema Abnehmen für den einen gut funktioniert, mag für den anderen weniger geeignet sein.

WW Deutschland am 11.11.2019

Es gibt Gründe für die Annahme, dass herzkranke Diabetiker in der Gesundheitsversorgung Deutschlands ausgeblendet werden oder unerwünscht sind. Als chronisch Kranke verfolgt sie das Schicksal, dass ihre Behandlung Weitblick von Ärzten verlangt – das bedeutet Aufwand. Was die herzkranken Diabetiker eint ist die Tatsache des maximal erhöhten Risikos, vorzeitig zu versterben. Das ist schon lange bekannt, aber geändert hat sich nichts. Glück haben nur jene Patienten, die rechtzeitig diagnostiziert, mit lebensrettenden Medikamenten versorgt und entsprechend ihrer Prognose behandelt werden. Die Mehrzahl von ihnen wird eher von Pontius zu Pilatus geschickt oder durch die Maschinerie einer Medizin geschleust, an der sich verdienen lässt.

Stiftung “Der herzkranke Diabetiker” am 11.11.2019

Das Herz-Jesu Krankenhaus Wien ermöglicht eine den Anforderungen des Patienten angepasste Behandlung bei Verletzungen des vorderen Kreuzbandes. … Je früher operiert wird, desto besser ist das Langzeit-Ergebnis.

Herz-Jesu Krankenhaus GmbH am 11.11.2019

Bei der jährlich stattfindenden Konzertreihe “Sounds & Science” steht an jedem Abend die Krankengeschichte klassischer Komponisten aus heutiger, wissenschaftlicher Sicht in unmittelbarem Zusammenhang mit deren Musik.

MedUni Wien am 11.11.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 30. September 2019

43 % der Generation 50+ in Deutschland prognostizieren eine Verschlechterung des Gesundheitswesens in den nächsten 10 Jahren. Das Gesundheitssystem per se beurteilen die Bundesbürger insgesamt als eher mittelmäßig.

Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller am 30.09.2019

Je höher die Dosierung von Statinen (z.B. ab einer Dosierung von 20 mg für Simvastatin, Atorvastatin und Rosuvastatin) ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Osteoporose: Die bahnbrechenden Ergebnisse von Statinen im Bereich der Prävention und Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen haben dazu geführt, dass die Zielwerte von LDL-Cholesterin bei Hochrisikopatienten auf unter 55 mg/dl gesenkt wurden. Jedoch war kaum erforscht worden, inwieweit sich diese niedrigen Konzentrationen von Cholesterin auf die Synthese von lebensnotwendigen Hormonen wie Sexualhormonen und damit zusammenhängenden Erkrankungen wie Osteoporose auswirken.

MedUni Wien am 30.09.2019

Krankenhaus-Benchmarking von PwC: Trotz hoher Förderquoten weiterhin Rentabilitätsdefizite bei öffentlichen Krankenhäusern in Deutschland. Privatkliniken halten Vorsprung in puncto Umsatzrentabilität trotz vergleichsweise geringer Fördermittel.

PwC Deutschland am 30.09.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Ärztenachrichtendienst AG: Deutschlands Ärzte sehen Zukunft “rabenschwarz”

Buchstäblich rabenschwarz sehen Deutschlands Ärzte ihr berufliche Zukunft, urteilt die Ärztenachrichtendienst Verlag AG (änd) aus Hamburg nach einer Ärztebefragung in Deutschland. “Pessimistisch wäre wohl untertrieben”, heißt es in einer entsprechenden Presseaussendung. Hauptgrund sei die Befürchtung, dass 2018 wohl negative Veränderungen für den Berufsstand der ehemaligen “Götter in Weiß” bringen werde. Aber immerhin 28 % der 1.350 befragten Ärzte erwartet ein Jahr ohne besondere Höhen und Tiefen.

Weniger Einkommen

Die düstere Prognose umfasst auch die eigene wirtschaftliche Situation 2018. “Erstmals in einer änd-Umfrage zum Jahresende erwartet die Mehrheit (51 %) der Ärzteschaft eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation bzw. der eigenen Praxis. Aber immerhin gehen 42 % auch 2018 von einer praktisch unveränderten Lage aus. Und 7 % glauben sogar an eine Verbesserung. Was die Arbeitsleistung in 2018 betrifft, so gehen 46 % der Ärzte von von einem gleichbleibenden Pensum aus, aber 40 % von “spürbarer Mehrarbeit”. Bei 14 % werde sich diese wohl reduzieren.

Laut änd haben die Debatte über die Bürgerversicherung bzw. die Einheitsgebührenordnung das Vertrauen der Ärzteschaft in die Politik weiter beschädigt. So würden nur mehr 2 % der nächsten Bundesregierung eine Gesundheitspolitik zutrauen, die Verbesserungen für die Ärzte bringt. Die Mehrheit von 60 % geht von einer Verschlechterung der Lage aus. Die abgefragten beruflichen Wünsche für 2018 würden, so änd, “einmal mehr den Pessimismus” dieser Berufsgruppe aufzeigen: (1) Weniger Regulierungswut der Behörden, (2) mehr Zeit für den einzelne Patienten und für Fortbildungen und (3) dürfe es keine Bürgerversicherung geben.

2-Klassen-Medizin

Zu der von der Politik angedachten Bürgerversicherung hatte der Präsident der deutschen Bundesärztekammer, Frank Montgomery, erklärt: “Wer die Bürgerversicherung will, der startet den Turbo in die 2-Klassen-Medizin. Noch gehört unser Gesundheitssystem zu den besten der Welt, mit freier Arztwahl und einer Medizin auf hohem Niveau.” Die Bevölkerung wolle keine Wartezeiten auf Behandlungen oder Begrenzungen der Leistungskataloge wie in den Einheitssystemen der Niederlande oder in Großbritannien. Dort könnten sich die Reichen als Selbstzahler oder dank Zusatzversicherungen einen “exklusiven Zugang zur Spitzenmedizin” sichern.

Pharmakometrie kombiniert Biologie und Mathematik

Pharmakometrie kennt man landläufig eher weniger. Aber, so erfährt man dank Pharma fakten, dass Pharmakometriker keine Wirkstoffe entwickeln würden, sondern mathematische Formeln, um die Forschung von Wirkstoffen zu unterstützen und das Forschungsrisiko zu mindern. Das Ziel der Arzneimittelforschung sei nämlich der richtige Wirkstoff für den jeweiligen Patienten in der richtigen Dosis. Und dabei würden computerbasierte Berechnungen eine immer größere Rolle spielen.

Vorhersagen machen

So betreibt etwa der Pharmakonzern AbbVie in Ludwigshafen eine Computerlandschaft aus 1.000 Rechnern um, wie es heißt „die Biologie“ in den Computer zu bringen. Die Pharmakomometrie operiert also an der Schnittstelle zwischen Biologie und Mathematik. Es geht ihr darum, vorhersagen zu können, was ein bestimmter Wirkstoff im Körper macht. Wie lange er seine Wirkung behält und wie sich die Wirkung im Krankheitsverlauf ändert. „Wir können auf Basis unserer Modelle Vorhersagen treffen, die noch nicht beobachtet wurden“, meint man bei AbbVie.

Ein Beispiel sei die neueste Generation von Hepatitis C-Medikamenten. Diese sei so wirksam, dass das Virus bei Patienten schon nach 2 Wochen nicht mehr nachweisbar ist. Das heiße aber nicht, dass der Patient auch tatsächlich schon virusfrei ist. Denn nach den derzeitigen Nachweismethoden könnten sich noch bis zu 1 Mio. Viren im Körper befinden. So habe die Pharmakometrie folgende Fragen zu beantworten: Wie lange muss weiter behandelt werden, bis der Patient definitiv virenfrei ist und damit geheilt? Und in welcher Dosierung? Spielen Geschlecht und Gewicht eine Rolle?