Medizinwitz des Tages 15. Juni 2020

Chronische Erkrankungen sind nach wie vor die große Herausforderung für die Gesundheitssysteme und Menschen weltweit. Noch dazu steigt mit zunehmendem Alter häufig deren Prävalenz.

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH am 15.06.2020

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hält die weitere Erforschung von Arzneimitteln für Volkskrankheiten (91 %) wie Krebs, immunologische Erkrankungen (90 %) wie Asthma, Neurodermitis oder Rheuma und neurologische Erkrankungen (89 %) wie Multiple Sklerose, Alzheimer oder Parkinson sowie für Diabetes und Herzkreislauf-Erkrankungen (89 %) für dringlich.

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH am 15.06.2020

Tabletten werden oft zerteilt, jedoch ist dafür nicht jede Tablette auch geeignet. Eine Bruchkante auf der Tablette z.B. heißt nicht, dass das Zerbrechen oder das Zerschneiden des Medikaments auch erlaubt ist. Wird eine Tablette trotzdem geteilt, die im Ganzen eingenommen werden müsste, so reichen die Folgen von Unwirksamkeit bis hin zu schwerwiegenden Nebenwirkungen.

ABDA am 15.06.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 28. November 2019

Eine Heilung von Demenz gibt es noch nicht, aber an einer Therapie wird fieberhaft geforscht. Die Lage ist also nicht mehr ganz hoffnungslos.

Austria Presse Agentur am 28.11.2019

In Deutschland leben sowohl von der Anzahl (9,5 Mio.) her als auch der Prävalenz (15,3 %) die meisten Diabetiker in Europa, Russland und die Türkei eingeschlossen.

International Diabetes Federation am 28.11.2019

“Gender” und “Diversity” spielen in der Sexualität eine große Rolle.

Österreichische Gesellschaft zur Förderung der Sexualmedizin und sexuellen Gesundheit am 28.11.2019

Es gibt viele Gründe, warum werdende Mütter in Deutschland Alkohol trinken.

Deutscher Verband der Ergotherapeuten am 28.11.2019

54 % der Deutschen fürchten sich vor dem Altwerden. Vor allem die Vorstellung, sich nicht mehr selbst bewegen zu können, bereitet 25 % davon Bauchschmerzen.

Stada Arzneimittel AG am 28.11.2019

Österreichs Kardiologen und Ärztevertreter fordern wirksame Strategien gegen Herz-Kreislauferkrankungen, die Todesursache Nummer 1 im Land.

Bettschart & Kofler Kommunikationsberatung GmbH am 28.11.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Vitamine entscheiden

Z.B ob man blind wird. (News 01.01.2015) In der Sprache der Wissenschaft:

Die Prävalenz der altersbedingten Makuladegeneration liegt bei den 65‐74‐Jährigen bei rund 20 %.

Wenn Sie diesen Kauderwelsch verstehen ? Makuladegeneration heißt nichts anderes als blind durch Vitaminmangel. Und da frägt mich jemand von Ihnen – schriftlich, warum ich denn so verbissen für Vitamine kämpfen würde, als ob mein Leben davon abhinge ? Spontane Antwort:

Ohhh, nicht nur mein Leben !!!

Aber noch einmal ganz langsam: Tatsächlich hat sich in den letzten 100 Jahren die Lebenserwartung in Deutschland nahezu verdoppelt. Ein grandioser Erfolg – auch der Medizin. Darauf kann man durchaus stolz sein ! An dieser Stelle hören viele medizinische Kommentatoren auf. Wir aber fahren fort:

Gleichzeitig gestiegen ist aber die „Inzidenz altersassoziierter Zivilisationskrankheiten“ wie

Adipositas, Diabetes, koronare Herzerkrankungen, Krebs und Osteoporose.

Oder wer es lieber in Zahlen mag:

  • Gut 50 % der Deutschen sind zu dick.
  • Über 8 % leiden (!) an Diabetes. Leiden bedeutet hier Bein ab, Niere kaputt, Auge blind.
  • 47,2 % der Todesfälle ist „cardiovaskulär“ bedingt.
  • An Krebs erkranken in Deutschland jährlich 168.500 Männer und 179.000 Frauen.
  • 8 Mio. Deutsche leiden an Osteoporose.
  • 900.000 Deutsche erkranken jährlich neu an Demenz.
  • 20 % der 65‐74‐jährigen erkranken an Makuladegeneration (werden langsam blind).

Sie sehen also, die Lebensverlängerung ist nur eine Seite der Medaille. Man lebt zwar länger, aber keineswegs gesünder ! Und eine zentrale Aussage der medizinischen Wissenschaft diesbezüglich lautet:

Bei der Entstehung dieser Erkrankungen spielt die Ernährung eine zentrale Rolle.

Und was damit gemeint ist, wissen Frohmediziner ganz genau: Leere Kohlenhydrate, zu wenig Vitamine usw..

Dazu abschließend vielleicht noch ein Zitat:

Man muss Krebs als eine chronische Krankheit betrachten, die im alltäglichen Leben mit Hilfe von Nahrungsmitteln, die gute Lieferanten von krebshemmenden Stoffen sind, kontrollierbar ist.

Stammt natürlich aus der englischsprachigen wissenschaftlichen Literatur. Auf Deutsch steht das noch nirgendwo !

Plus 5 % in 20 Jahren: Worauf Österreichs Krebsspezialisten noch stolz sind …

Für sog. Frohmediziner ist es durchaus amüsant, was österreichische Krebsspezialisten bei einer Pressekonferenz in Wien so über ihr Fachgebiet zum besten gaben – und trotz aller Erfolge (!?) sei die onkologische Versorgung des Landes dennoch „in Gefahr“. Führende Onkologen und die forschende Pharmaindustrie würden daher eine „Agenda Krebs 2030“ sowie „ein Commitment der politischen Entscheidungsträger” fordern.

Ganz im Ernst … (Foto: FOPI / APA / Tanzer)

Prof. Leopold Öhler vom St. Josef Krankenhaus Wien betonte dabei, dass „die Erfolge in der Onkologie evident und auch für Österreich nachweisbar“ seien. So wäre es in den letzten 25 Jahren gelungen, die Sterblichkeit um ca. 25 % zu reduzieren und das relative 5-Jahres-Überleben seit 1995 um (vermutlich) 5 % auf über 60 % im Jahr zu erhöhen. Wie viel genau „über“, das wurde nicht erwähnt. Gleichzeitig sei die Zahl der Neuerkrankungen sowohl bei Frauen als auch bei Männern um 12,6 % zurückgegangen.

Laut Prof. Andreas Petzer, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie, ist derzeit die onkologische Versorgung in Österreich auf einem hohen Niveau, aber die Zukunft stelle „uns“ vor große Herausforderungen. Diese würden Demografie, Prävalenz und Ressourcen heißen. Was die Finanzierung angeht, so meinte Ingo Raimon, Präsident des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich, dass Österreichs Gesundheitssystem zwar unbestritten vor finanziellen Herausforderungen stehe, doch „die Gesundheitsausgaben für Krebs seit 2010 stabil“ seien.

Pharmaindustrie weiterhin Forschung ermöglichen

Bei diesen Ausgaben liege die Alpenrepublik „zwar ein wenig über dem europäischen Schnitt“, doch es sei belegt, dass Länder mit höheren Ausgaben auch höhere Überlebensraten aufweisen. „Gemessen am BIP gibt Österreich für Krebsbehandlungen etwa so viel aus wie meisten europäischen Länder, doch bei der Effektivität sind wir im Spitzenfeld“, so der FOPI-Präsident. Die Kehrseite der Medaille wäre allerdings „die außerordentlich lange Forschungszeit“. Von der Patentanmeldung bis zur Zulassung eines Medikaments dauere es fast 10 Jahre – und dabei müsse die Pharmaindustrie „auch viele Fehlschläge verkraften“.

So konnten etwa bei Hautkrebs „erst nach 30 erfolglosen Jahren 7 neue Medikamente auf den Markt gebracht werden. Und bei Lungenkrebs scheiterten 167 Studien, bevor 10 neue Medikamente zur Verfügung standen.“ Für die angesprochene „Agenda Krebs 2030“ forderte Prof. Wolfgang Hilbe vom Wiener Wilhelminenspital, der forschenden Pharmaindustrie weiterhin klinische Studien am Standort Österreich zu ermöglichen. Dazu wären „Exzellenzzentren und Versorgungsnetzwerke“ zu finanzieren sowie „die Etablierung eines einheitlichen Qualitätsbegriffs sinnvoll“.