GAMED: Salutogenese ist eine komplett andere Denkweise

Im Vorfeld des Wiener Kongresses “Salutogenese – Wege zur Gesundheit” am 8./9. 11. 2019 propagierten die Veranstalter im Rahmen einer Pressekonferenz das Konzept der Salutogenese. Laut Gerhard Hubmann, Vizepräsident der Wiener Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED), handelt es sich dabei um keinen Paradigmenwechsel, sondern um eine “Erweiterung der Denkweise der Schulmedizin”. Die Satutogenese wolle wegkommen von der Pathogenese und hin zur Gesundheit und deren Erhaltung. “In 10 Jahren soll jeder Österreicher den Begriff Salutogenese kennen”, wünscht sich Hubmann.

Wiener Ganzheitsmediziner in vollem Einklang mit der Schulmedizin … (Foto: MHJ)

Die Schulmedizin würde sich nunmehr schon seit 30 Jahren mit chronischen Krankheiten beschäftigen. Einen Umstand, den man sich nicht mehr lange wird leisten können. “Im Gesundheitssystem brennt der Hut”, so der GAMED-Leiter. Daher brauche man eine Methode, die der Bevölkerung auch wirklich hilft. Gesundheit sei schließlich für die Menschen “ganz extrem wichtig” und setzt sich als Salutogenese wie folgt zusammen: 10 % Gene, 35 % soziales Umfeld, 35 % Lebensstil und nur zu 20 % Schulmedizin (Medikamente).

“Man muss das Gesundheitssystem reorientieren”, betonte auch Peter Nowak von Gesundheit Österreich. Salutogenese schließe die Selbstbestimmung mit ein. Das würden die Menschen auch verstehen. Sozusagen die Fähigkeit, den Herausforderungen des Lebens begegnen zu können. Schließlich gelte es in Österreich auch die Patienten mit wenig Gesundheitskompetenz besser zu betreuen. Schon 2012 nämlich wurden sog. Bundesgesundheitsziele formuliert und auch eine Plattform für Gesundheitskompetenz geschaffen.

Verhaftung in Pathogenese

“Wir sind eigentlich nur mehr in der Pathogenese verhaftet”, kritisiert Gerhard Kögler von der Wiener TEM Akademie. Für den auch in China lehrenden Experten ist Gesundheit ein Weg und kein Zustand. Darum auch werde das “epigentische Muster”, also die jeweilige Lebensmelodie, immer wichtiger. Seine individuelle Lebensaufgabe zu finden und zu erfüllen, dieser übergeordnete Sinn ist für eine gelungene Salutogenese “ganz ganz wichtig”. Völlig gesund sei man ohnehin nie und in den USA z.B. gehe die Langlebigkeit auch schon wieder zurück.

Medizinwitz des Tages 8. August 2019

Weil die Digitalisierung des österreichischen Gesundheitswesens hinterherhinkt, bekommen Patienten nicht die bestmögliche gesundheitliche Versorgung. Dabei sind es die Sozialversicherten, die hohe Versicherungsbeiträge bezahlen und eigentlich ein Recht auf eine entsprechend digitalisierte Leistung hätten.

Industrieplattform Medizinsoftwarehersteller am 08.08.2019

Die medizinische Seite des deutschen Kontrastmittel-Skandals ist bisher noch nicht Gegenstand der Untersuchungen. Gesundheitspolitiker machen nämlich vor allem auf die Gefährdung der Patienten aufmerksam. So hält es der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für “sehr gefährlich, Kontrastmittel dort einzusetzen, wo es nicht benötigt wird”. Man habe es dort mit einer gravierenden Gefährdung von Patienten zu tun, “die auch noch sehr viel Geld kostet”.

Norddeutscher Rundfunk am 08.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Dr. Jürgen Molner gründet European Federation of Frohmedizin (EUFOF®)

Werden Sie Mitglied der EUFOF® und genießen Sie 6 Vorteile …

Wien  – “Nach 20 Jahren, Hunderten sog. Wunderheilungen und Millionen verkaufter Bücher ist es wahrlich an der Zeit, die Frohmedizin von Dr. Ulrich Strunz zu institutionalisieren.” Der Wiener Dr. Jürgen Molner gründet darum in Absprache mit Deutschlands bekanntestem Arzt die Vereinigung European Federation of Frohmedizin (EUFOF®). Molner, 52, ist promovierter Kommunikationsexperte und bereits Betreiber der Internet-Plattform Molner Health Center für mehr Gesundheitskompetenz in Europa.

Ziel des Projekts ist die erstmalige Vereinigung von Vertretern aller Gesundheitsberufe, (Einzel-) Unternehmen, Vereine wie auch Privatpersonen, die sich (1.) zur Frohmedizin bekennen und (2.) eine Stärkung der Frohmedizin in Europa wünschen. Die Frohmedizin motiviert und heilt durch Ernährung, Bewegung, Meditation bzw. Blutanalyse, Molekularmedizin und Epigenetik. Sie versteht sich neben der Schul- und Alternativmedizin als zumindest gleichwertige Säule des Gesundheitssystems.

Ziele der EUFOF® und Mitgliedschaft

Vergleich von Frohmedizin und Schulmedizin mit 21 Unterschieden

Links zu den Originalaussendungen:  APA-OTS , Presseportal.de , Presseportal.ch

EU will bessere und billigere Medikamente

Weil die derzeitigen Preissteigerungen bei neuen Medikamenten langfristig nicht finanzierbar sind, hat das sog. Expert Panel für effektive Investitionen in der Gesundheitsversorgung, das die EU in Fragen der Erhaltung und Finanzierung der öffentlichen Gesundheitssysteme berät, dazu 8 neue Vorschläge präsentiert. Demnach könnten an neue Medikamente auch höhere Anforderungen bei der Zulassung durch die EMA gestellt werden.

Empfehlungen 1-3

Laut der österreichischen Expertin Claudia Wild, Leiterin Ludwig Boltzmann Institute, seien auch striktere Kontrollen bis hin zum Lizenzentzug vorstellbar, wenn Medikamente die in sie gesetzten Erwartungen dann in der Praxis nicht erfüllen. Die neuen gesundheitspolitischen Steuerungsinstrumente sollen mittelfristig zu besseren (innovativeren) Medikamenten führen, die einen größeren Nutzen für Patienten haben und das zu sozial verträglicheren Preisen.

Zudem wird im Bericht die Rolle von Forschung und Entwicklung im Pharmabereich neu gedacht und der Patentschutz in seiner jetzigen Form hinterfragt. Konkret wurden folgende „8 Prinzipien“ formuliert: (1) Die Offenlegung der tatsächlichen Entwicklungskosten von Medikamenten (2) Unterschiedliche Anreize für echte Innovation (z.B. veränderter Patentschutz) (3) Verbesserte Methoden zur Bewertung des gesellschaftlichen Nutzens von Medikamenten

Empfehlungen 4-8

(4) Gemeinsame Politik(en) zur Stärkung der Position in Preisverhandlungen (5) Belohnung von Zusatznutzen und bedarfsorientierter Innovation von Medikamenten (6) Kostenerstattung von Sozialversicherungsträgern für Behandlung und Ergebnis statt nur für Medikamente (7) Die Erprobung und Evaluierung neuartiger Rückerstattungen (8) Die Gründung von gemeinsamen Plattformen zur Diskursmöglichkeit aller Beteiligten

Seltene Krankheiten: Neue Datenbank von AM Plus zur Erkennung

Haben Sie schon einmal von der Leberschen Optikusatrophie gehört? Oder von der interstitieller Cystitis? Nein? Das verwundert nicht, denn diese Leiden gehören zu den sog. Seltene Krankheiten (Orphan Diseases). Das sind Krankheiten, von denen in der EU nicht mehr als 5 von 10.000 Menschen betroffen sind. In Deutschland leben rund 4 Mio. Menschen mit einer der weltweit bis zu 8.000 definierten Seltenen Krankheiten, in Österreich 400.000. Um auch diesen Menschen zu helfen, wird in die Verbesserungen von Prävention, Diagnostik und Therapie viel investiert. Der “Erfolg” in der Arzneimitteltherapie: Im Oktober 2017 waren in der EU 98 Arzneimittel als Orphan Drug zugelassen.

Symptomsuche.at wurde überarbeitet. (Foto: AM Plus)

Viele Seltene Krankheiten werden laut Erwin Rebhandl, Präsident von AM Plus, erst spät erkannt. Eine überarbeitete und verbesserte Datenbank des genannten Vereins soll vor allem niedergelassenen Ärzten helfen, Verdachtsfälle früher zu erkennen. Die Datenbank und Plattform von 2014 wurde darum 2017 völlig überarbeitet und verbessert. Vor allem sei die Benutzerfreundlichkeit und die Zielgruppenorientierung erhöht worden. Der Fokus von www.symptomsuche.at liege auf beeinflussbaren Erkrankungen. Gegenwärtig würden dort mehr als 40 seltene Erkrankungen im Detail beschrieben. Weiters könnte man via Online-Test für über 13 Erkrankungen auch Fortbildungen absolvieren.