Weichgespülte Austrian Health Academy gegen Verhärtung von Partikularinteressen

Eine völlig weichgespülte Austrian Health Academy (aha) hat sich in Wien erstmals den Medien des Landes präsentiert. Stand in der Einladung an die Journalisten noch „Wie Patientinnen und Patienten in Österreich für dumm verkauft werden“, so war davon in der Pressekonferenz keine Rede mehr. Nur dass das österreichische Gesundheitssystem „in jeder Hinsicht verbesserungswürdig“ sei. Und eine ebenfalls angekündigte, prominente Vertreterin des kritisierten Systems war gar nicht erschienen …

Eröffnungspressekonferenz der Austrian Health Academy mit Gründer, Präsident und Vizepräsident …. (Foto: MHJ)

“Die Austrian Health Academy entstand aus einer Brainstorming-Runde“, erzählte deren Gründer Michael Kraus, und habe mittlerweile so prominente Mitglieder wie die Gesundheitsministerin oder die Präsidenten von Ärztekammer und Apothekerkammer. Das Ziel von aha ist, so der Präsident Claus Raidl, Lösungen anzubieten, bei denen der Patient im Mittelpunkt steht und die noch dazu kostenmäßig günstiger sind. Er selbst wolle sich vor allem um das Studium der Rechnungshofberichte kümmern.

Laut dem Vizepräsidenten Otto Lesch will man bei aha das Gesundheitssystem vom Bürger aus sehen. „Wir möchten aber auch Druck machen“, versichert Kraus und im Nachsatz: „Der Politik Mut einblasen.“ Wie das gelingen könnte? „Man wird wegen der Objektivität und Zahlensicherheit auf uns hören und weil wir viel an die Öffentlichkeit gehen werden.“ Ob denn die Gründung von aha nicht aus einem Bankrott des heimischen Gesundheitssystems resultiert, wollte dann Molner Health Center wissen. „Das kann man so nicht sagen“, entgegnete der Präsident.

Jahresbudget 2 Mio. €

„Aber wir wollen natürlich nicht, dass sich die bisherigen Partikularinteressen weiter verhärten.“ An denen sei nämlich im Gesundheitswesen Österreichs bislang das Meiste gescheitert … Und vielleicht noch eine Fußnote: Die Austrian Health Academy plant das 1. Jahr mit einem Budget von 2 Mio. €  … !