Medizinwitz des Tages 3. Mai 2019

In der ORF-Sendung “Dok 1” sprach sich der Mediziner Klaus Bielau klar gegen das Impfen aus. Daraufhin wurde er vom österreichischen Ärztekammerpräsidenten Thomas Szekeres bei der Disziplinarbehörde der Österreichischen Ärztekammer angezeigt. Die Begründung: “Mit der Anzeige wollen wir Patienten schützen.”

Österreichischen Ärztekammer am 03.05.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Österreichs Pharmig fleht Effektivität von Antibiotika zu erhalten

Angesichts einer kürzlich erschienenen Publikation des Center for Disease Dynamics, Economics & Policy (CDDEP) appelliert der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig) – an wen auch immer, die Effektivität von Antibiotika zu bewahren. Denn je öfter diese eingesetzt würden, desto „drastischer“ sei das Vorkommen von Resistenzen. Daher seien auch Lösungen zur Verbrauchssenkung nötig!

Der steigende Antibiotikaverbrauch war dann auch am Abend ein Thema in der ZiB 1 des ORF … (Foto: ORF)

Beim Pharmig hält man Antibiotika für eine „große Errungenschaft der Medizin“, wodurch bakteriell verursachte Infektionskrankheiten wirksam geheilt würden. „Gerade vor dem Hintergrund, dass der Gesamtverbrauch von Antibiotika bis zum Jahr 2030 weltweit um bis zu 200 % steigen könnte, müssen wir alles daransetzen, dass Antibiotika auch in Zukunft ihre Wirkung nicht verlieren“, findet Pharmig-Generalsekretär Jan Huber.

In Österreich sei deren Verbrauch von 2000 bis 2015 zwar nur um 15 % gestiegen, aber resistente Bakterien würden sich nicht an Staatsgrenzen halten, sondern seien ein globales Problem. In Österreich sei darum der seit 2013 eingesetzte nationale Aktionsplan NAP-AMR überarbeitet worden. Laut Huber ist dabei „die umfassende Aufklärung“ über den sachgerechten Gebrauch von und den Umgang mit Antibiotika eine der wichtigsten Maßnahmen. „Da haben wir in Österreich noch Aufholbedarf“, so der Pharmig-Generalsekretär.

Intensive Forschungen

Weltweit werde in der Antibiotikaentwicklung jedenfalls „intensiv an neuen Produktklassen“ geforscht. Derzeit befänden sich 10 Antibiotika in der späten klinischen Entwicklung. Zudem werde an 13 klinischen bakteriellen Impfstoffkandidaten gearbeitet, an 18 AMR-relevanten Diagnostika sowie „weiteren präventiven Therapien“ gearbeitet. Aber auch Impfungen könnten dabei helfen, den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren …

Wo auch Österreichs Verband der Lebensmittelindustrie irrt …

Österreichs Verband der Lebensmittelindustrie kritisierte in einer Presseaussendung die “Anti-Zucker-Kampagne” des ORF. Schon der Titel lasse „eine ausgewogene Berichterstattung leider schmerzlich“ vermissen, wird geklagt. Und: “Es ist unverständlich, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender auf einen unverantwortlichen Alarm mit Lebensmitteln setzt statt auf fundierte Information. Wir wollen daher mit fundierten Fakten zur Versachlichung der Ernährungsdebatte beitragen”, so die Verbandsgeschäftsführerin Katharina Koßdorff. Und weil die dann genannten „fundierten Fakten“ wahrlich einer Korrektur bedürfen, wollen wir vom Molner Health Center dem hier nachkommen.

Fundierte Fakten

Gleich in der Überschrift heißt es, dass Zucker ein (sogar wichtiger) Energielieferant sei. Das soll wohl heißen, dass er „gutartig“ ist. In Wahrheit wird Zucker vom Körper nur verbrannt, weil es (1.) für diesen einfacher ist als die Verbrennung von (schädlichem) Körperfett und weil (2.) bei den meisten Menschen gar keine Umschaltung auf diese Fettverbrennung erfolgt bzw. erfolgen kann. Es ist vielmehr so, dass Zucker (Kohlenhydrate) die erwünschte Fettverbrennung sogar sofort stoppt! Man wird also durch Zucker automatisch dicker, wenn man ihn nicht (restlos) verbrennt. Und nun eine Frage: Wie oft in der Woche verbrennen Sie denn so Ihre (angestauten) Kohlenhydrate ganz und gar?

Danach wird’s lustig, denn so heißt es in der Presseaussendung des Lebensmittelfachverbandes: „Worauf es wirklich ankommt, ist die Kalorienbilanz: Übergewicht ist insbesondere die Folge eines Ungleichgewichts von Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch.“ Diese Rechnung klingt zwar logisch, ist aber biologischer Unsinn! Kalorien selbst wie auch das Zählen von Kalorien sind Unsinn, denn (1.) passt sich der Körper an jede zugeführte Kalorienmenge an und (2.) sind Lebensmittel nicht gleich Lebensmittel. Oder mit den Worten von Dr. Strunz: „Essen Sie doch einmal 6.000 Kalorien täglich, aber nur reines Eiweiß. Das ist dann für den Körper eine Nulldiät!“

Zucker und Krebs

Was in der Presseaussendung natürlich nicht erwähnt wird, das ist die eigentlich katastrophale und leider grundsätzliche Folge von Zucker: Zucker, also im Endeffekt die meisten Kohlenhydrate, macht laut Dr. Ulrich Strunz Krebs. Bitte lesen Sie dazu folgende News vom 28.08.2013. Oder die News vom 28.04.2011, wo es heißt: „Die Zelle nur noch Zucker vergärt, massenhaft Zucker. Das ist dann die Schwachstelle jeder hoch aggressiven Krebszelle: Nimmt man ihr den Zucker weg, dann stirbt sie!“ So lautet das Fazit von Deutschland bekanntestem Arzt: „Zum Leben brauchen wir keinen Zucker!“ (News vom 14.01.2013)

ORF-Kampagne “Zucker – Das süße Gift” vom 18.-24. März 2017 auf allen Kanälen

In einer für heimische Verhältnisse äußerst bemerkenswerten Kampagne  wendet sich der Österreichische Rundfunk (ORF) von 18.-24. März 2017 “auf allen Kanälen” gegen Zucker. Im Rahmen von “Zucker – Das süße Gift” erfährt man z.B., dass Herr und Frau Österreicher jeweils 34 kg Zucker pro Jahr zu sich nehmen und das “oft ohne es zu merken”! Denn auch pikante Fertiggerichte können große Mengen Zucker enthalten. “Auch solche, die auf den ersten Blick unverdächtig wirken”, heißt es etwa in dem Bericht “Suppen mehr süß als sauer”: Demnach kann Zucker bei Packerlsuppen sogar mehr als ein Drittel des Beutelinhalts ausmachen !

Nach dem Lebensmittelriesen SPAR wendet sich auch der ORF in einer Kampagne gegen Zucker. (Foto: MHJ)

Und noch schlimmer: “Damit das Konsumenten nicht gleich in der Zutatenliste sehen, greifen Hersteller gerne in die Trickkiste!” Hier der Link zum Bericht zum Nachlesen: Packerlsuppen mehr süß als sauer . Am 27. März 2017 gab dann der ORF folgendes Räsonanz bekannt: ” Insgesamt erreichten allein die TV-Sendungen des mittlerweile 20. ‘Bewusst gesund’-Programmschwerpunktes 3,931 Mio. Zuschauer, was einem weitesten Seherkreis von 53 % der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren entspricht.”