Medizinwitz des Tages 23. April 2020

Laut deutscher Bundesregierung wurden 2017 in Europa rund 12,6 Mio. Versuchstiere getötet, ohne dass sie für medizinische Zwecke genutzt wurden.

ORF.at, 23.04.2020

Bei vielen Kassenärzten in Österreich kommt es während der Corona-Krise durch ein um bis zu 90 % geringeres Patientenaufkommen zu Existenz bedrohenden Umsatzeinbrüchen.

Österreichische Ärztekammer am 23.04.2020

Österreichs niedergelassene Ärzte halten in der Corona-Krise trotz eines existenzbedrohenden Patientenrückganges ihre Ordinationen offen. Die Ärztekammer fordert nun Ausgleichszahlungen durch die ÖGK.

Österreichische Ärztekammer am 23.04.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages am 23. August 2019

Innovationen benötigen Zeit. In der Entwicklung eines neuen Arzneimittels stecken durchschnittlich 12 Jahre Forschung und ein Investment von bis zu 2,2 Mrd. €.

Pharmig am 23.08.2019

Jede Apotheke in Österreich hat im Schnitt 48 Stunden pro Woche geöffnet. Ärzte kommen mit ihrer Ordination nicht einmal auf die Hälfte dieser Zeit.

Österreichischer Apothekerverband am 23.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

66 % der Deutschen sind mit der ärztlichen Behandlung unzufrieden

Dass 2 Drittel der Patienten in Deutschland mit der ärztlichen Behandlung unzufrieden sind, das sagen nicht wir vom Molner Health Center, sondern ist ein Ergebnis des PwC Healthcare Barometer 2018. Und das auch nicht, weil die Kompetenz der Mediziner angezweifelt würde, sondern weil nach Meinung von fast der Hälfte der Patienten das Gespräch mit dem Arzt zu kurz ist. Privatversicherte sind übrigens nur zu 26 % verärgert.

Infografik: obs / PwC Deutschland

Weitere Kritikpunkte sind mit jeweils 20 % die Öffnungszeiten der Praxen und, man höre und staune, das Gefühl, vom Arzt und seinen Angestellten nicht ernst genommen zu werden. “Der mündige Patient ist Wirklichkeit geworden”, sagt Michael Burkhart, Leiter von Gesundheit & Pharma bei PwC Deutschland. “Die Versicherten heute wünschen sich mit dem Arzt ein Miteinander auf Augenhöhe.“

Umso wichtiger sei es, so der Experte, dass Ärzte (1.) die Zeit, die sie durch den Einsatz innovativer Technologien gewinnen, in das Patientengespräch investieren. (2.) Den Kontakt auch über digitale Schnittstellen pflegen und (3.) auch ihren Service ausbauen. Der Wunsch der Patienten nach mehr Zeit erfordert laut Burkhart aber ebenso ein Umdenken im Gesundheitssystem: „Patientengespräche sollten bei der Honorierung von Ärzten stärker berücksichtigt werden.”

Pharmafirmen unbeliebt

Im Krankenhaus fühlen 53 % der Deutschen gut behandelt und sogar 77 % sind mit den Leistungen ihrer Krankenkasse zufrieden. Hingegen weiterhin sehr schlecht ist das Image der Pharmakonzerne. So meinen gar 72 % der Deutschen, dass es sich dabei um “auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Unternehmen“ handelt, „die zu Lasten der Sozialkassen wirtschaften”. Jedoch wichtiger als günstige Preise durch Generika ist der Bevölkerung „die Hoffnung auf Heilung“ …

Österreichs Gesundheitssystem jedes Jahr 1 Milliarde € teurer

Im Jahr 2021 könnten Österreichs Ausgaben für Gesundheit um insgesamt 4,6 Mrd. € teurer sein als heute. Das gab die Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser nach Abschluss einer sog. 15a-Verordnung zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherungen bekannt. „Entgegen den Aussagen der Ärztekammer steigen die Investitionen und Ausgaben im Gesundheitswesen jährlich weiterhin an. Es gibt keine Einsparungen, ganz im Gegenteil!”

Es brennt der Hut

Nunmehr existiere aber erstmals  eine vertraglich fixierte Finanzierungszusage der Länder und der Sozialversicherungen für einen Ausbau der Primärversorgung. „Mit der Zweckwidmung von 200 Mio. € haben wir einen wichtigen Pflock für die Gesundheitsreform eingeschlagen. Damit kommen wir dem Ziel, den Spitalsbereich zu entlasten und die ambulante und niedergelassene Versorgung auszubauen, einen großen Schritt näher“, so Oberhauser.

Demnach könnte sich die Bevölkerung konkret über eine Versorgung nahe am Wohnort freuen, einen besseren Zugang dank längerer Öffnungszeiten und mehr Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe. Angesichts der genannten Verordnung brennt hierzulande auch für den Präsidenten der ÖÄK, Artur Wechselberger, der Hut – wenngleich aus anderen Gründen. „Es kann doch nicht sein, dass ein Angebotsmonopol für Kassenplanstellen bei den Ländern und Krankenkassen liegt, wo doch gerade die Ärztekammern immer auf die Notwendigkeit neuer Kassenstellen gedrängt haben.“

Verschlechterungen ?

Der „massive Umbau“ des Gesundheitssystems werde, so der ÖÄK-Präsident,  für alle Beteiligten Verschlechterungen mit sich bringen.