Medizinwitz des Tages 29. Mai 2019

Bürokratie kann Ärzte krank machen.

Freie Ärzteschaft am 29.05.2019

Wer Probleme mit dem Schlucken seiner Medikamente hat, sollte die Tabletten auf keinen Fall kauen oder vor der Einnahme zerkleinern. Denn viele Tabletten wirken dann nicht mehr so, wie sie sollen. Besser ist, sie mit einem großen Glas Leitungswasser einzunehmen. Wer trotzdem Schluckprobleme hat, kann die Tablette auch ummanteln. Dabei drückt man sie durch einen kleinen Napf, den es verblistert zu kaufen gibt, wodurch die Tablette mit einem Film überzogen wird. Dadurch rutscht sie besser, der Film überdeckt zudem den Eigengeschmack der Tablette und der Speichelfluss wird auch angeregt. Der einzige Nachteil: Die Tablette wird dadurch noch etwas dicker. Vielleicht kann man aber auch auf eine andere Darreichungsform umsteigen. Etwa auf Schmelztabletten, die sich im Mund auflösen, Säfte oder Zäpfchen.

Senioren Ratgeber am 29.05.2019

62 % der Deutschen sind Nichtraucher.

DEVK Versicherungen am 29.05.2019

Die operative Behandlung von Speiseröhrenkrebs ist komplex und darf nur in spezialisierten Einrichtungen durchgeführt werden. Das St. Josef Krankenhaus Wien ist seit 2015 so eine Einrichtung. Vor Kurzem wurde dort die 100. Speiseröhrenentfernung durchgeführt.

St. Josef Krankenhaus GmbH am 29.05.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder die Konsequenz “absurd” ist …

Lebenserwartung: Männer verschenken 17 Jahre, Frauen 14

Der Lebensstil hat naturgemäß großen Einfluss auf das Lebensalter. Laut dem “Länger besser leben”-Institut an der Universität Bremen würden jedoch Männer im Schnitt auf 17 Jahre ihrer Lebenserwartung verzichten und Frauen auf 14. Es sei daher die Frage gestattet: Warum wollen wir nicht älter werden?

Rauchen und Alkohol

“Das Rauchen ist nach wie vor der größte Risikofaktor zur Verringerung der Lebenserwartung”, betont der Institutsvorstand Gerd Glaeske. Männer ab 40, die täglich mehr als 10 Zigaretten rauchen, würden gegenüber Nichtrauchern im Durchschnitt auf 9 Lebensjahre verzichten, Frauen auf über 7 Jahre. Weiters verkürze auch zu viel Alkohol die Lebenserwartung um bis zu 3 Jahre. So sei laut dem Experten längst bekannt, dass Männer pro Tag nicht mehr als einen halben Liter Bier und einen viertel Liter Wein trinken sollten.

Frauen werde sogar nur die Hälfte dieser Mengen empfohlen, weil sie Alkohol deutlich schlechter abbauen. Die lebensverkürzende Wirkung von Alkohol tritt laut Glaeske “erst bei täglich 2 und mehr Gläsern pro Tag auf, wenn dies zum Dauerzustand wird”. Analysen würden zeigen, dass bei einem ungesunden Lebensstil im Alter von 70 Jahren schon jeder 2. Mann gestorben ist. Bei einem gesunden Lebensstil nur jeder 10. Dagegen helfe das Rauchen aufzugeben, Alkohol in Maßen, eine richtige Ernährung und genug Bewegung …

Zigaretten bringen jährlich 14,5 Mrd. € an Steuern in Deutschland

In Deutschland wurden 2017 wieder etwas mehr Zigaretten verkauft und damit rund 75,8 Mrd. (+1,1 %) sog. Steuerzeichen gelöst. Diese sorgten dann für Steuereinnahmen des Staates von fast 14,5 Mrd € (+1,4 %). “Langfristig gehen wir aber davon aus, dass der Zigarettenmarkt leicht rückläufig sein wird”, sagte Jan Mücke, Geschäftsführer Deutscher Zigarettenverband (DZV). Bei Zigarren und Zigarillos ist dieser mit minus 7,4 % oder insgesamt rund 2,8 Mrd. Stück 2017 bereits erfolgt.

Infografik: obs / Deutscher Zigarettenverband

Der DZV hält sich für den Interessenvertreter von rund 20 Mio. “Konsumenten von Tabakprodukte” in Deutschland. Unter dem Leitmotiv “Genuss braucht Verantwortung” engagiere man sich für ein respektvoll Miteinander von Raucher und Nichtraucher. Dazu gibt es auch noch den Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ).

Endgültig bewiesen: B-Vitamine verhindern Lungenkrebs

Nachdem wir soeben durch die nagelneue VITAL-Studie geschockt wurden (News vom 13.10.2017), die uns zu zeigen versucht, dass Vitamin B6 und Vitamin B12 das Lungenkrebsrisiko bei gemischter Bevölkerung (Raucher und Nichtraucher) um etwa 1 Promille im Jahr (nicht 1 %, 1 Promille) steigern und daraufhin wieder einmal der Eindruck entstehen könnte, dass Vitamine gefährlich seien, kommt jetzt ein Widerruf. Nicht von den Studienautoren, sondern von weit höherer Stelle: Aus der EPIC-Studie, an welcher 520.000 Menschen teilnahmen und von denen 386.000 auch Blut gespendet hatten !

Da wurden die Werte der B-Vitamine auch tatsächlich im Blut gemessen. Und wie wir wissen, heißt nur messen auch wirklich wissen. Bei der eingangs erwähnten VITAL-Studie gab’s keine Messungen, sondern nur die Annahme, dass Kapseln geschluckt wurden. Sagen wir’s mal so: Ein klitze-kleiner Unterschied …

Für mich aber der Unterschied zwischen Märchen (Schulmedizin) und Wahrheit (Molekularmedizin). Und die riesige EPIC-Studie z.B. zeigt uns “das kumulative Lungenkrebsrisiko” für Männer wie folgt:

  • 0,5 % für Nichtraucher
  • 3,4 % für ehemalige Raucher
  • 10,8 % für aktuelle Raucher

So deutlich habe ich das noch nirgendwo gelesen. Und in diesem Rahmen wurden folgende 3 Stoffe gemessen: Vitamin B6, Folsäure (Vitamin B9) und Methionin, eine Aminosäure. Gemessen, wohlgemerkt! Und dann hat man die Versuchspersonen ganz einfach eingeteilt in

Menschen mit überdurchschnittlicher Serumkonzentration und
Menschen mit unterdurchschnittlicher Serumkonzentration.

Gefunden wurden schließlich folgende 6 Zahlen. Sechs Zahlen, denke ich, kann Ihnen zumuten. Also, es geht noch immer um das “kumulative Lungenkrebsrisiko”:

  • Aktuelle Raucher: 6,6 % bei hohen Serumspiegeln, 14,9 % bei tiefen Serumspiegeln
  • Ehemalige Raucher: 2,7 % bei hohen Serumspiegeln, 5,2 % bei tiefen Serumspiegeln
  • Nichtraucher: 0,32 % bei hohen Serumspiegeln, 0,9 % bei tiefen Serumspiegeln

Und da wissen Sie doch sicher gleich, wo Sie dabeisein möchten? Bei den Nichtrauchern mit 0,32 %, nehme ich an, also praktisch 0. Kann auch jeder von Ihnen haben! Das Gegenteil wären stolze 14,9 % Krebsrisiko. Dann, wenn Sie rauchen und zugleich wenig B-Vitamine und Methionin haben. Heißt dann in der Studie: Bei hohen Serumspiegeln von Vitamin B6 und Methionin sinkt Ihr Lungenkrebsrisiko um über 50 %.

Für mich eine fantastische Aussage, die nur mehr von Folsäure getoppt wird. Ist nämlich nicht nur Vitamin B6 und Methionin im Spiel, sondern auch noch Folsäure (Vitamin B9) – und zwar über dem Durchschnitt (14,4 nmol/l) -, so sinkt das Lungenkrebsrisiko doch tatsächlich um

68 % !

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass die Zahlen auch für Vitamin B6 getrennt und Methionin getrennt in ähnlicher Größenordnung stimmen. Daher mein Vorschlag: Teilen wir doch Studien bitte in Zukunft ein in 2 Klassen: In Studien, wo (nur) gefragt und nicht gemessen wurde und in Studien, wo gefragt und gemessen wurde. Nur Letztere haben Relevanz !

Quelle: JAMA, 16.06.2010, Vol 303, No. 23, S. 2377