Migräne bedeutet Überforderung

Um ein neues, glücklicheres, schöneres Leben zu starten, kenne ich 2 Möglichkeiten. Da ist uns zum einen der lange (geplante) Weg geläufig. Sie wissen schon: Pläne schmieden, Änderungen einleiten, um dann … einmal so richtig los zu starten. Aus meiner ganz persönlichen Sicht ist das ein bisschen mühsam. Langwierig. Umständlich.

Es geht viel einfacher !

Oft genügt es, nur 1 Punkt im Leben zu ändern und … alles Andere fällt einem zu. Passiert dann einfach – ohne Zutun. Nur: Welcher Punkt soll das sein ? Bei mir war es z.B. der Satz „Hopp, Doc, jetzt wird gelaufen.“ Also meine 1. völlig ungeplante Jogging-Stunde mit Hubert Schwarz.

Der E-Mail-Sender von heute hat einen ganz anderen, recht eleganten Einstieg in sein neues Leben gefunden. Mir das mitzuteilen, dazu genügt ihm ebenfalls ein einziger Satz. Ein Satz, den einige Hunderttausend Deutsche sofort verstehen werden. Weil sie nämlich auch betroffen sind. Nämlich:

2 Jahre ohne Migräne dank Ihrer Bücher und täglichen News ! Danke !

Das war‘s auch schon. Doch lassen Sie mich bitte ein bisschen – über Migräne – philosophieren. Weil ich doch auch lange Jahre daran gelitten habe !!!

Migräne bedeutet Anspannung. Und zwar zu große Anspannung. Überspannung, wenn man so will. Da versteht mich jeder Migräne-Patient sofort. Kann man auch mit zu viel Stress übersetzen. Oder mit zu großer Verantwortung. Oder mit „es allen recht machen wollen“. Es geht also immer um Überforderung. Mitunter sogar chronischer Überforderung.

Verbannt man diese Überspannung aus seinem Leben, so geht damit auch die Migräne flöten !

Dass das mit genügend Magnesium klappt, hat nun schon rund 1 Mio. Menschen erfahren. Man kann aber auch joggen, meditieren oder von mir aus auch Tryptophan in hoher Menge konsumieren. Es geht einfach nur darum, die vorhandene Überspannung abzubauen !

Wenn man jetzt weiter denkt, so entsteht das eingangs erwähnte neue Leben:

Plötzlich entspannt sich auch die Nackenmuskulatur. Entspannt sich der ständig schmerzende Rücken. Entspannt sich der Darm. Man entwickelt nicht noch mehr Divertikel. Es entspannt sich das Herz. Die Herzrhythmusstörungen hören auf. Alles in allem verschwindet die innere Anspannung, die innere Nervosität, der ständige Lebensdruck. Und weil sich jetzt auch die verkrampften Blutgefäße entspannen bzw. weiten, gibt’s dazu noch warme Hände und warme Füße. Kurz gesagt:

Man bekommt innere Ruhe, Überblick und Souveränität !

Sie verstehen nun, was ich mit neuem Leben meinte. Am Beispiel Migräne. Damit kommen wir zum größten Missverständnis der heutigen Schulmedizin. Die bekanntlich den Patienten in einzelne Abschnitte einteilt: Der Neurologe kümmert sich um die Migräne, der Kardiologe um das Herz, der Gastroenterologe um den spastischen Darm, der Orthopäde oder Physiotherapeut um die verkrampften Rückenmuskeln usw. usw.

Mir als Frohmediziner genügt das Stichwort „Migräne“, um dann ganz automatisch all die anderen (gleichzeitigen) Molesten mit zu bedenken. Darum muss ich auch beim 1. Behandlungsgespräch, der Anamnese, gar nicht sehr viel vom Patienten wissen.

Aus diesem Prinzip hat sich auch meine Zuversicht entwickelt, wenn es um Molekularmedizin geht. Verändert man die Blutwerte, so verändert man auch jedes einzelne Organ. Ganz automatisch. Man behandelt also DEN GANZEN MENSCHEN.

Ist-Werte und Soll-Werte

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Ameise und einem Adler ist wohl, dass sich die Ameise abstrampelt und durchs Leben kämpft. Der Adler hingegen schwebt souverän oder gar majestätisch darüber … Haben Sie’s vor Augen? Die beiden Bilder sprechen eine deutliche Sprache, sind aber natürlich nur Symbole. Jeder von Ihnen spürt die Wahrheit dahinter. Und wenn Sie mich nun fragen, wie man von der Ameise (war ich auch 45 Jahre lang) zum Adler werden könnte, dann ist meine spontane Antwort:

Kümmern Sie sich um die Basis !

Damit meine ich die Blutanalyse. Die Molekularmedizin, wenn Sie so wollen. Und darf es Ihnen vielleicht am Beispiel Stress erklären:

Faktum ist: Es gibt Menschen, die tagsüber sehr gestresst sind und abends trotzdem abschalten und gut schlafen können. Bei denen funktioniert die Regeneration. Die können trotz vollen Terminkalenders und großer Verantwortung abschalten und entspannen – auch wenn Aufgaben unerledigt blieben. So erhalten die ihre Gesundheit aufrecht und ihr Wohlbefinden.

Andere können das nicht. Bei denen dreht sich das Karussell mit dunklen Gedanken immer weiter. Auch abends im Bett und selbst in der Freizeit. Nach Erkenntnissen des Karolinska Instituts in Stockholm ist vorrangig nicht der Stress Grund für ein Burnout, sondern Schlafmangel in Kombination mit Stress.

Da frage ich mich: Warum hat denn der Eine Probleme mit dem Schlaf und der Andere nicht? Warum findet man einerseits Abstand und andererseits bleibt man im Hamsterrad hängen? Es ist scheinbar sogar so, dass oft gerade die Menschen, die aufgewühlt sind, innerlich so unruhig und nervös sind, dass sie Entspannung dringend nötig hätten, dazu aber nicht mehr in der Lage sind. Von Meditation will ich da gar nicht mehr reden, denn die Betroffenen kommen mit den üblichen Techniken (ohnehin) nicht zurecht.

Und warum? Weil auch hier gilt:

Erst der Körper, dann der Geist !

Es müssen zuerst die Moleküle des Körpers in Ordnung gebracht werden. Dann erst kann das Gehirn auf Sendeschluss oder Nachtruhe umschalten. Dazu 2 Ihnen hoffentlich längst bekannte Stichwörter:

  • Magnesium (das Salz der inneren Ruhe)
  • Serotonin (das Hormon der Souveränität, des Abstandes).

Und: Ist die Basis gelegt, kommt auch der Schlaf !

Generell stimmt schon, dass täglicher Ausdauersport und Meditation “Pflicht” sind auf dem Weg zum Adler, doch auch dazu braucht man einen gut funktionierenden Körper.

Menschen sind nun einmal unbestreitbar eine Ansammlung von Molekülen. Und zur optimalen Funktion dieser Ansammlung brauchen wir jedes dieser Moleküle in der optimalen Menge. Darum die Grundidee der Blutanalyse. Und es ist nicht nur diese Messung im Blut, die völlig unterschätzt wird, sondern dann auch deren Werte.

Die wahre Kunst dabei ist die Interpretation.

Die Deutung. Das Wissen über die Ist-Werte und über die Soll-Werte. Die Ist-Werte werden Ihnen vom Laborarzt ausgedruckt. Das sind die Durchschnittswerte der Allgemeinheit, der (kranken) Bevölkerung. Die Soll-Werte muss man sich erarbeiten !

Hat mich Jahrzehnte gekostet …

QUELLE: „das schlaf-gut buch“. Erscheint am 15.10.2018 im Buchhandel.

Medikamentenmissbrauch: Große Akzeptanz in Deutschland

Der Missbrauch von Medikamenten wird von 43 % der deutschen Bevölkerung akzeptiert. Davon hätten auch schon 17 % einmal verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne medizinische Notwendigkeit eingenommen – und zwar zur „Verbesserung des persönlichen Wohlbefindens“. Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Bundesapothekerkammer (BAK).

BAK-Präsident Andreas Kiefer (Foto: obs / ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände / Wagenzik)

“Diese Ergebnisse sind erschreckend“, sagte Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer beim Symposium “Arzneimittelmissbrauch – Fakten und Herausforderungen” in Berlin. Arzneimittel seien keine Lappalie, denn einerseits habe jedes Medikament Risiken und Nebenwirkungen und andererseits trete die erhoffte Doping-Wirkung – wenn überhaupt – höchstens kurzzeitig ein. Häufigster Grund für die (missbräuchliche) Einnahme von Medikamenten ist die Stimmungsaufhellung bzw. Reduzierung von Nervosität.

Dies käme für 33 % der Befragten sogar „grundsätzlich“ in Frage. Die Steigerung der Konzentration und anderer geistiger Leistungen wäre für 27 % zumindest „eine Option“. Bemerkenswert jedenfalls ist die Tatsache, dass 11 % der missbräuchlichen Verwender sich die rezeptpflichtigen Medikamente illegal via Internet besorgt hätten. Wenig verwunderlich also, dass rezeptfreie oder frei verkäufliche Medikamente noch mehr verharmlost werden. Diese hätten 30 % der Deutschen schon einmal eingenommen und für weitere 25 % käme das in Frage.

Rauchstopp: Österreichs Apotheken raten zu Nikotinersatzprodukten

Mehr als 26 % der Österreicher rauchen regelmäßig Zigaretten und 80 % davon erhalten eines Tages die Diagnose Lungenkrebs. Daher möchte also nicht ohne Grund alljährlich rund ein Drittel der Raucher dieser Sucht ernsthaft “Adieu!” sagen, bevorzugt zu Jahresende. Österreichs Apotheken möchten dabei unterstützend wirken und führen daher auch im Jänner 2018 wieder “die bewährten Raucherberatungswochen” durch.

Bild: obs / posh global GmbH

“Neben dem festen Willen, mit dem Rauchen aufzuhören, und der Beratung durch die Apotheken helfen Nikotinersatzpräparate bei der Rauchentwöhnung. Mit der Nikotinersatztherapie ist es möglich, sofort mit dem Rauchen aufzuhören – ohne die Nebenwirkungen eines Nikotinentzugs wie Nervosität oder Gewichtszunahme”, versichert Susanne Ergott-Badawi von der Österreichischen Apothekerkammer. In den letzten Jahren sei dazu eine breite Palette an Nikotinersatzprodukten entwickelt worden, vom Nikotinkaugummi über das Nikotinpflaster bis hin zu einem Nikotininhalator.

Folsäuremangel

An der McGill‐University in Montreal erhielten Testpersonen 3 Wochen lang ohne ihr Wissen Lebensmittel mit sehr wenig Folsäure. Sie wurden reizbar, nervös, bekamen Schlafstörungen. Sie selbst beschrieben Ihren Stresspegel während dieser Zeit als „sehr hoch“ bis „extrem“. Wurde daraufhin die Ernährung auf mehr Folsäure umgestellt, verschwanden diese Stresssymptome innerhalb von 2 Tagen.

Kommentar: In Canada und den USA wird Folsäure per Gesetz jedem Mehl beigesetzt. Als tiefer Wert gilt dort 8 ng/ml, hoch ist über 18 ng/ml. In Deutschland ist laut DGE Folsäure das Mangelvitamin Nr. 1. Aber darum müssen Sie sich selbst kümmern. Kennen Sie überhaupt Ihren Folsäurespiegel im Blut? Sind Sie ausreichend versorgt mit diesem B-Vitamin? Erst eine Messung gibt Ihnen Sicherheit – und Stressresistenz.

Und dabei finden wir gemessene Werte so zwischen 2 und 10 ng/ml. Offenbar kein Problem in Deutschland. Laut den meisten Labors „normal ab 2 ng/ml“. Medizin in Deutschland … Ich korrigiere dann solche Laborzettel und fordere statt 2 ng/ml von Ihnen 20. Wissen Sie, warum? Weil erst bei diesem 10-fach höheren Spiegel Ihr Risikofaktor Homocystein unter die gefährliche Schwelle sinkt. Ich richte mich also nach Ihrem Körper, nach der Natur und nicht nach Laborzettel. (News vom 16.09.2009)

Mehr über Folsäure steht übrigens auch in „Topfit mit Vitaminen“ (dtv, S. 65).

Hier nur in Kürze: Ihr typisch tiefer Folsäurespiegel im Blut ist der Engpass bei der Herstellung des

  • Antriebshormones Dopamin
  • Glückshormones Serotonin
  • positiven Streßhormones Noradrenalin

Und wissen Sie, was ich tag-täglich denke, wenn ich so Ihre tiefen Folsäurespiegel sehe? „Selbst Schuld“. Wären wir wieder bei der Eigenverantwortung … Als Frohmediziner empfehle ich Ihnen die Einnahme von 0,4-0,8 mg Folsäure täglich.

PS: In Schweizer Supermärkten kann man schon 300 eigens mit Folsäure angereicherte Produkte zu kaufen!