Heißhunger auf Süßes

Den haben die meisten von uns, weil sie – anders als die Kinder, anders als der Steinzeitmensch und anders als die heute noch lebenden Naturvölker – täglich am Schreibtisch kleben. Statt draußen herumzulaufen, bis man so müde würde, dass man einfach einschläft. Einfach so einschläft – nicht dank Fernseher, Alkohol oder Schlaftabletten.

Da sitzt man also unter Hochdruck am Schreibtisch, ohne dem Körper eine Chance zu geben, diesen Druck auch wieder loszuwerden. Damit ist man eindeutig im Stress und fühlt sich heutzutage vielleicht sogar noch ziemlich wichtig, aktiv in jedem Fall und u.U. auch erfolgreich. Nur: Leider ruiniert man sich dadurch die Gesundheit !

Und zwar so:

  • Bei Stress fährt der Körper seine Aktivität hoch.
  • Dazu wird Cortisol freigesetzt. Das erhöht den Blutdruck und bringt die Leber- und Muskelzellen dazu, gespeicherten Zucker (Glykogen) freizusetzen. Aber auch (unsinnige) Diäten können Cortisol dauerhaft erhöhen, denn unser Gehirn wertet den Entzug von Nahrung schnell als Bedrohung !
  • Dieser freigesetzte Zucker überschwemmt das Blut. Und wie immer steigt, wenn der Blutzuckerspiegel steigt, auch das Insulin – obwohl man noch nicht einmal etwas gegessen hat.
  • Kurz darauf stürzt der Blutzucker ab, worauf der Körper (pflichtbewusst) meldet: „Hunger !“ Und zwar: „Hunger auf Zucker !“ Schlimm …
  • Zusätzlich dazu gibt’s den immer noch hohen Cortisolspiegel … für die vermehrte Produktion des Hormons Ghrelin. Das kurbelt den Appetit weiter an. So kommt es dann, dass Menschen „auf Diät“ ständig und oft sogar zwanghaft an Essen denken müssen oder auch von regelmäßig von Heißhungerattacken überrumpelt werden. Eine höllische Achterbahn für Körper und Seele …

Würden wir allerdings so wie in der Steinzeit leben und uns täglich abrackern müssen bis zum sprichwörtlichen Geht-nicht-mehr, dann würde auch unser Stresssystem noch herrlich funktionieren. Heute jedoch ist das zumeist alles anders ! Man muss dazu seinem Körper aktiv (!) die Chance geben. Aktiv die Chance einräumen, den Stresspegel auch wieder herunterzufahren. Durch Sport, durch Meditation – das möglichst jeden Tag.

Und wussten Sie, dass

Stress massiv Tryptophan verbraucht. Das daraus resultierende tiefe Serotonin ist dann mit-verantwortlich für den Heißhunger. Doch kaum hebt man sein Tryptophan an (Sie wissen, wie das geht oder ?), so verliert man auch die quälende Zuckersucht. Ist kein Geheimnis, sondern schon tausendfach erprobt wie gelobt. Unser Leben wird nämlich von Neurotransmittern bestimmt. Und da gibt es im Gehirn grob nur 2 solcher Signalwege:

  • Dopamin für den Antrieb
  • Serotonin für das Glück

QUELLE: Solche interessanten Dinge stehen doch tatsächlich in einem meiner wichtigsten Bücher, nämlich „Warum macht die Nudel dumm?“ (2015, S. 91.). Erinnern Sie sich noch an Kapitel wie „Je dicker der Bauch, desto kürzer das Leben“ oder „Was wieder schlau macht ?“

Vitamin K2 für die Zähne

Der Zahnarzt Dr. Weston Price (1887-1948) war einer der wenigen wirklich genialen Ärzte. Wurde damals auch „Charles Darwin der Ernährung“ genannt. Hat einerseits 50 Jahre in den USA als Zahnarzt praktiziert und andererseits zusammen mit seiner Ehefrau die ganze Welt bereist. Dabei dabei auf insbesondere abenteuerlichen Expeditionen Naturvölker im Urwald studiert.

Und da beschrieb er seinerzeit ganz erstaunt – ähnlich dem Brief von Albert Schweitzer 1910 – dass die Naturvölker mit ihren (noch) natürlichen Ernährungsgewohnheiten

  • ein tadelloses Gebiss und
  • symmetrische, ausgewogene Gesichtszüge sowie Gesichtsproportionen

aufwiesen. Also keine üblichen Deformationen, wie sie heute bei vielen Jugendlichen gesehen werden. Doch kaum kamen diese „Wilden“ mit der Zivilisation in Berührung, änderten sie ihre Ernährung, was bei den Kindern prompt zu „starken Fehlstellungen der Zähne“ führte. Heute üblich … in der westlichen Welt. In den USA dürfte es nur selten Kinder ohne Zahnspangen geben !

Dr. Price erkannte schon damals, dass der „modernen“ Nahrung irgendetwas fehlen musste, das dann für Krankheiten wie Karies und Zahnfehlstellungen verantwortlich ist. Er vermutete einen fettlöslichen Faktor und nannte den einfach

ACTIVATOR X (Price 1945).

Dieser Faktor sei besonders in Fischeiern, Eidotter, Innereien und Butter enthalten. Bei seinen Analysen hatte Dr. Price auch festgestellt, dass gesunde Naturvölker 4 Mal mehr Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine sowie 10 Mal mehr fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) aßen als die zivilisierte Welt.

Es dauerte dann bis 2007, bis dieser Faktor „Aktivator X“ tatsächlich identifiziert wurde. Heißt heute Vitamin K2. Ein Mangel führt laut Dr. Price zur

  • Entkalkung der Zähne
  • Entkalkung der Knochen
  • Verkalkung der Blutgefäße.

Fasst der Biologe Dr. Josef Pies in seinem Buch „Vitamin K2“ (S. 13) recht anschaulich zusammen:

Ohne Vitamin K2 faulen die Zähne, brechen die Knochen und verstopfen die Adern !

Mein Kommentar dazu:

Vitamin K2 können wir in Roth seit etwa 1 Jahr im Blut messen. Tun wir auch routinemäßig bei jedem Patienten. Und fast alle haben zu wenig K2 im Blut. Das erklärt wohl auch, weshalb verstopfte Blutgefäße die häufigste Todesursache auch in Deutschland sind. Und die Zähne so aussehen wie sie aussehen !

Und auch hier gilt wieder, was ich ohnehin dauernd sage: Selbstverständlich kann man auch Vitamin K2 mit viel Mühe und Gedankenschmalz über das Essen zuführen. Das schaffen aber die Wenigsten unter uns. Darum nehme selbst ich – wenig überraschend –

Nahrungsergänzungsmittel.

Und bitte dann das Nachmessen nicht vergessen !!

Zum Nachlesen: Vitamin K2 verhindert Verkalkung (News 16.12.2018), Vitamin K2 als MK-4 oder MK-7 (News 19.07.2018), Vitamin K2 gegen Falten (News 29.05.2017), Vitamin K richtig dosiert (News 19.04.2017)

Ketogene Ernährung heilt

Wenn das Wunder nur nicht tagtäglich passieren würde – in meiner Praxis. Denn oft genug bin auch ich zunächst ratlos. Da hat so mancher Patient eine Ärzte-Odyssee hinter sich, war in 6 oder gar 10 Spitälern und frägt dann mich um Rat. Denk ich mir: Was soll das? Davor wurden doch alle Möglichkeiten ausgeschöpft oder etwa nicht ?

Regelmäßig ungenutzt bleibt allerdings das wichtigste Therapie-Prinzip, das der Mensch kennt:

Die ideale Ernährung !

Sie können auch sagen: Das Weglassen von Gift, von Müll. Dem Körper wieder eine Chance geben, sich zu erholen, sich zu heilen … Und natürlich wissen Sie, was ich genau meine: No carb. Und wenn es wirklich darauf ankommt:

Ketogene Kost.

Dazu noch einmal folgende aufregende Fakten (!): In der medizinisch-wissenschaftlichen Literatur häuft sich das Staunen. Macht sich große Verwunderung breit. Ketogene Diät, so die Einsicht, scheint Krankheiten zu heilen. Viel mehr, als man bisher überhaupt vermutet hat.

Anmerkung: Verwundert uns Frohmediziner jedoch überhaupt nicht. Wer einmal verstanden hat, dass ketogene Diät keine wirkliche Diät ist, sondern eigentlich die Normalkost (sein sollte). Genetisch korrekte Kost wie sie in den Genen der Menschheit verankert ist. Und daher jede Abweichung davon – Stichwort Mehl und Zucker – unsere Gene beleidigt und damit Krankheiten erzeugt. Nur:

Genau diesen Punkt haben bisher Wenige verstanden !

Ketogene Ernährung wurde um 1920 herum am Johns Hopkins Hospital entwickelt. Als Heilmittel für Epilepsie. Wurde dann wieder vergessen …

Einen 2. Anlauf brachte dann die Atkins Diät. Viel Fett, Eiweiß, kaum Kohlenhydrate. Hat zwar jeden Übergewichtigen überzeugt, wurde aber dennoch angegiftet: Es gäbe dazu keine Langzeitstudien. Genau dieses seltsame Argument habe ich jüngst wieder in einer deutschen Talkshow gehört. Da schütteln doch Sie und auch ich nur den Kopf oder ? Sind etwa 1,8 Mio. Jahre keine lange Zeit ? (Siehe News v. 19.10.2017)

Dazu gibt es selbstverständlich epidemiologische Studien zuhauf über Naturvölker, die viel Fett und praktisch keine Kohlenhydrate essen. Jederzeit nachlesbar. Ketogene Kost eine „Diät“ sei, die Zivilisationskrankheiten heilt. Deshalb spricht man in einer neuen Übersichtsstudie wörtlich davon, dass

es höchst unwahrscheinlich sei, dass irgendein pharmazeutisches Produkt
denselben Erfolg haben wird wie ketogene Diät.

Und dann werden Krankheiten aufgezählt (Front Pharmacol 2012; 3:59), wo genetisch korrekte Kost, insbesondere ketogene Diät, Heilung bringen kann:

Epilepsie                                                                 Alzheimer
Anti-Aging für das Gehirn                              Parkinson
ALS (Amyotrophe Lateral Sklerose)        Krebs (… steht da so einfach)
Schlaganfall                                                          Erkrankung der Mitochondrien
Depression                                                            Autismus
Migräne                                                                   Gehirntrauma

Dort wird auch jede dieser Krankheiten kurz besprochen und es wird penibel auf 95 Literaturstellen hingewiesen, wo man Genaueres nachlesen kann. Alles zum Thema

ketogene Diät heilt.

Ich würde Ihnen aber abraten, diese Arbeit zu lesen. Denn danach wollen Sie sicher nicht mehr in ein Frühstücksbrötchen beißen … Geht nicht mehr !

Zum Nachlesen:  Ketogene Ernährung (News v. 13.12.2016)

Das Versprechen

Lassen wir einmal für einen Moment das mit den Vitaminen, mit dem Eiweiß usw. beiseite und folgen Sie mir bitte für ein paar Minuten in eine völlig andere Welt. In die Welt des Glaubens …

Gläubig zu sein war Jahrhunderte lang eine völlige Selbstverständlichkeit für jeden Europäer. Jahrtausende lang eine völlige Selbstverständlichkeit für Menschen außerhalb Europas. Die Welt voller Wunder, das Kunstwerk Mensch, die magischen Kräfte Liebe, Hass usw. wurden nicht erklärt mit einem gewaltigen “Wuuuumps”, also dem Urknall (geht´s noch banaler ?), sondern all das Unerklärliche auf einen Schöpfer all dessen zu beziehen.

Die Menschen haben damals auch anderes gelesen. So schickt mir eine dankbare Patientin (vormals Panik, Schlafstörung, Herzrasen, Depression; jetzt gesund) handschriftlich ein (Bibel-)Zitat (Jesaja 40, 31), das so wunderbar zu „forever young“ passt:

Die aber auf den HERRN hoffen,
empfangen neue Kraft:
Wie Adlern wachsen ihnen Flügel,
sie laufen und werden nicht müde,
sie gehen und werden nicht matt.

Stammt aus einem dicken Buch voller Sinnsprüche. Sinnsprüche übrigens, die für jede Gelegenheit und immer auch für das Gegenteil passen. Die Menschen haben eben gesammelt.

Nuuur:

Haben Sie es gelesen ? Das Versprechen ? Sie könnten laufen und würden nicht müde ? Einen ganzen Marathon ? 100 km ? Dafür üben und trainieren Sie doch ständig, leiden mehr oder weniger über die langen Strecken … Und dann gibt es ein Versprechen,

Sie würden gar nicht ermüden !

Oder noch besser: Es würden Ihnen Flügel wachsen wie dem Adler … mittels derer sie sich dann emporheben könnten.

Hab’ ich persönlich (auch) erlebt: In Kanada, in Japan, in Hawaii. Hat auch die lange Zeit weltbeste Triathletin, Natascha Badmann, wörtlich so erzählt. Sie habe sich wie ein Adler über so manche Wettkampfstrecke erhoben … Und sei förmlich dahingeschwebt.

Schweben ?

Der Adler nutzt die Kraft des Windes. Der segelt im Aufwind und muss sich gar nicht selbst anstrengen. Verstanden ? Diese Kraft gibt es auch in Ihrem Leben. Besonders interessant und vielleicht von Ihnen überlesen, das letzte Versprechen: “Sie gehen und ermatten nicht”. Schrieb mir eine Akademikerin mit vormals 110 kg, jetzt 68 kg, dass sie in den letzten Monaten 1.800 km gegangen sei. Ohne Ermüdung. Nordic Walking. Eine sensationelle Geschichte.

Und wie sollen alle diese Ausdauer-Wunder passieren? Wie kann man die “neue Kraft” empfangen ? Steht da:

Indem man auf den HERRN hofft.

Sie können nur auf jemand hoffen, dessen Existenz Sie als gesichert voraussetzen. Heißt also: Sie glauben bereits. Und damit hat der Mensch, hat jeder Mensch gewonnen. Denn das Geheimnis dahinter lautet

GEBORGENHEIT.

Hatte ich Ihnen schon mehrfach erläutert (z.B. News v. 29.12.2012). Das wahre Geheimnis immerwährender Gesundheit, Freiheit vom Krebs. Die Naturvölker kennen dieses Gefühl der Geborgenheit noch. Den magischen Zustand

URVERTRAUEN.

Wenn man sich unsterblich glaubt. Ein Vertrauen, das leider irgendwann im Leben verloren geht … (News v. 16.08.2014).

Doch dieses magische Gefühl “Geborgenheit” kann weiterhin jeder für Sekunden in sich spüren – wenn man sich ein bisschen vertieft. Ist leider schnell wieder weg, wie gesagt. Geht heutzutage wohl nur mehr im Kloster so richtig, das “ins Licht zu fallen”.

Zum Nachlesen: Jeden Tag Meditation (04.10.2017), Gott ist gerecht (News v. 21.03.2011), Der Glaube an Gott (News v. 23.11.2010)

Und zum Schmunzeln: Höhepunkt der Schöpfungsgeschichte ist die gesetzliche Krankenversicherung (News v. 27.07.2010)

Ein Leitmedium

Ein Leitmedium sei, so erfahre ich aus einer E-Mail, die Süddeutsche Zeitung. Einverstanden. In der E-Mail beklagt man sich darüber. Genauer gesagt, über einen Bericht mit Zitaten von Prof. Hans Hauner aus München. Von dem Herrn stammen bekanntlich die Leitlinien der DGE …

Sie, liebe Leser, beklagen sich. Das sollten Sie nicht ! Oder besser mir überlassen. Freuen Sie sich lieber, dass Sie 2 gesunde Augen und Beine haben. Hat nicht jeder. Seien Sie doch dankbar und werden so ein bisschen zufriedener !

Aber gut. Man liest nun mal gerne das Negative und jammert dann. Also los:

Leider muss ich feststellen, dass in der Süddeutschen Zeitung vom 17./18. März 2018 Irrlehren zur Paleo-Diät verbreitet werden: Laut Prof. Hauner sind Studien, die positive Auswirkungen auf Blutfette und den Blutzuckerspiegel zeigen, “mit wenigen Hundert Teilnehmern sehr klein”.

Sehr klein, meint der? Millionen Menschen haben die „Diät“ vor zigtausend Jahren gelebt und überlebt. Ohne gefährliche Blutfette, ohne Diabetes.

Auch sei deren Eiweißanteil viel zu hoch. Ein „Zuviel“ an Eiweiß belaste auf die „Dauer Leber und Nieren”.

Die (unwissenden) Naturvölker sind demnach also wegen kaputter Nieren ausgestorben. Weil es damals Prof. Hauner noch nicht gab. Der hätte gewarnt !

Zudem erhöhe ein Zuviel an Fleisch das Risiko für Diabetes.

Was soll man dazu noch sagen? Ursache für Diabeteserkrankungen ist also neuerdings ein hoher Fleischkonsum … Dass hingegen von „staatlicher“ Seite mal vor zu viel Zucker oder Kohlenhydraten gewarnt würde, das erwartet man vergeblich.

Schließlich ist nach Prof. Hauner „Getreide als ausgesprochen gesund“ anzusehen …

Eine Aussage, die für alle an Diabetes oder Zöliakie Erkrankten oder an Glutensensitivität leidenden Menschen wohl ein Schlag ins Gesicht ist. Und abschließend in der E-Mail:

Sehr ärgerlich finde ich zudem, dass die Süddeutsche als Leitmedium es nicht als ihre Aufgabe ansieht, einen Beitrag zur Volksgesundheit zu leisten, stattdessen wird gerade in der Fastenzeit vor den Gefahren einer Paleo-Diät gewarnt, um Fastenden mit guten Vorsätzen die Hoffnung auf Verbesserung ihr Gesundheitszustandes zu nehmen.

Es hat sich also nichts geändert in Deutschland. Wir werden weiterhin zunehmend fetter, zunehmend kränker, der Diabetes Typ II wird buchstäblich explodieren. Es wird sich auch nichts ändern. Wir unterschätzen wohl alle die Wirkung dieser andauernden Massen-Propaganda – natürlich auch anderer „Leitmedien“.

Der besagte Artikel heißt übrigens „Die Diät-Lüge“ …