Myome: Operation oder Grüner Tee ?

Was für eine Alternative ! Schütteln Sie spontan den Kopf ? Aber warum denn, wir sind doch hier in der Abteilung Frohmedizin und nicht in der Anstalt für Reparaturmedizin.

Berichtet mir eine junge Patientin in den ersten Sätzen, dass ihr Eisenspeicher Ferritin ständig zu tief ist. Sie benötige ständig Eisen-Infusionen. Und das seit Jahren. Denn sonst wäre sie so müde, schlapp und ihr roter Blutfarbstoff „im Keller“. Ist eine recht präzise Beschreibung. Darauf mein erster Satz: „Sie haben ein Myom.“

Damit konnte sie nichts anzufangen. Das irritiert mich, denn jeder Arzt Deutschlands sollte in diesem Moment genau so denken wie ich. Sollte ! Denn, wie sich herausstellte, hatte die Dame sogar mehrere Myome (in der Gebärmutter). Konnte ihre Frauenärztin sofort bestätigen.

Myome sind gutartig und nicht weiter aufregend. Jedoch die Ursache für ständige Sickerblutung und damit einem entleertem Eisenspeicher und in der Folge Müdigkeit. Myome werden erst operiert, wenn sie zu groß sind, drücken und schmerzen. Im Übrigen könnte man auch mit Hormonen eine Verkleinerung versuchen oder – wie bei der Prostata – mit therapeutischem Ultraschall (HIFU).

Nun habe ich Ihnen in meinen News schon 2 Fälle berichtet, wo man Myome einmal mit „no carb“ und ein anderes Mal mit Omega-3 beseitigen konnte. Neu ist eine weitere natürliche Behandlungsmethode. Erinnern Sie sich noch an Dr. Werner Hunstein ? Der Schweizer Mediziner litt an einer Art Blutkrebs und war 2006 schulmedizinisch austherapiert. Lag also schon „auf dem Sterbebett“.

Bis ihm eines Tages von dem Molekularmediziner Erich Wanker am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (Berlin) berichtet wurde, der herausgefunden hätte, dass

Epigallocatechingallat (EGCG),

ein Inhaltsstoff des Grünen Tees, Ablagerungen von Amyloiden verhindern würde und sogar auflösen könne. Daraufhin trank Hunstein täglich 2 l Grünen Tee, wurde wieder gesund und publizierte auch darüber. Nix weiter als Grüner Tee. Ist das zu glauben ?

Genau dieser Grünteeextrakt (800 mg, davon 45 % EGCG) wurde dann 2013 in einer doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie – also unantastbar – Frauen mit Myomen verabreicht.

  • In der Placebo-Gruppe wuchsen die Myome in 4 Monaten um 24 %.
  • In der Grüntee-Gruppe verkleinerten sich die Myome in 4 Monaten um 33 %.

Ein recht eindeutiges Ergebnis. Das zeigt auch wieder einmal, dass viel zu oft und viel zu früh operiert wird. Dass man vielleicht zuerst einmal die Möglichkeiten der Natur nützen sollte:

Ketose, Omega-3, EGCG !

Quelle: NATUM, 2015; 20 (5), S.46

PS: Ich hatte Ihnen schon einmal zu bedenken gegeben, was eine Operation für den Körper bedeutet. Die Operationen verlaufen fast immer perfekt. Darauf kann man sich verlassen. Aber wie ihr Körper darauf reagieren wird, das weiß man vorher nicht !

Myome

Finden sich gelegentlich in der Gebärmutter. Sind gutartige Geschwulste der Gebärmuttermuskulatur. Wenn sie nicht zu groß werden (faustgroß), drücken, Schmerzen bereiten, wartet man ab. Man glaubt, dass auch Hormone für die Entstehung mitverantwortlich sind. Wenn also die Pille schon sehr früh genommen wird. Oder später, in der Menopause, bei der Hormon-Ersatztherapie. Also immer dann, wenn der Mensch der Natur (dem Patienten) „helfen“ will.

Das Unangenehme an Myomen oder Zysten, von denen man auch mehrere in der Gebärmutter finden kann, ist ihre Blutungsneigung. Die Frauen verlieren ständig ein bisschen Blut. Kaum merkbar. Es resultiert der tiefe Eisenspeicher Ferritin. Mit all seinen Folgen: Blässe, Blutarmut, Müdigkeit, Leistungsschwäche usw.. Wann immer eine Patientin ein tiefes Ferritin aufweist und es nach einer Behandlung nicht aufgefüllt werden konnte, denke ich an Myome.

Beruhigend: Laut Lehrbuch entarten die Geschwulste nur in 2 – 3%. Aber was nützt Ihnen das, wenn Sie dabei sind? Also gilt im Sprechzimmer immer 1:1. 50 % zu 50 %. Entweder es betrifft Sie oder es betrifft Sie nicht. Ergo werden Myome oft genug operiert. Bei starkem Blutverlust befürworte ich das ausdrücklich. Wenn da nicht…

Ja, wenn da nicht … so Briefe von Ihnen wären. Erinnern Sie sich?

  • Eine Patientin, deren Myom nach der Einnahme von Omega 3 verschwand. Kehren wir doch so ein Schreiben nicht unter den Teppich. Die Patientin lebt, hat es erlebt und weiß.
  • Das gleiche Phänomen gibt es bei Dickdarmpolypen, die unter Einwirkung von Omega 3 verschwinden. (News vom 08.07.2010) Kleine Anmerkung: die anderes Gewebe sind.
  • Und dann der Brief von der Patientin, deren Myome durch „no carb“ verschwanden. Einfach so nicht mehr da waren. Sie haben´s gelesen (News vom 30.04.2009).

Daran musste ich denken, als mir soeben eine Patientin im Halbsatz das gleiche berichtete. Die wollte sich Myome entfernen lassen. Eines war 5 cm groß, störte.

Jedoch begann die Dame 5 Wochen vor der Operation aus ganz anderen Gründen mit „low carb“. Sie wollte sich stabil und stark machen! Löblich. Prompt findet der Operateur am Tag vor der Operation (per Ultraschall) eine

Verkleinerung der Zyste um 3 cm.

Das kann man nicht übersehen. Und der hatte sich sehr gewundert. Nicht aber die Patientin, denn die wusste ja, was sie getan hat. Hätte es irgendetwas gebracht, wenn sie das dem Operateur erzählt hätte? Wohl kaum. Der hätte lächelnd überlegen den Kopf geschüttelt und wahrscheinlich etwas von Zufall oder einer anfänglichen „Fehlmessung“ gemurmelt.

Dabei war er Zeuge einer Wunderheilung. Wieder einmal …