Zitat Dr. Strunz am 23. November 2020

Ein paar sichere Weisheiten hat uns die Schulmedizin schon zu bieten. Da wären z.B: So mit 80 Jahren sollte man entweder sitzen oder sich nur ganz vorsichtig bewegen. Man wisse schließlich um die Osteoporose, die leichte Herzschwäche, der schweren Atmung schon nach 3 Treppenstufen, dem üblichen Muskelschwund samt deutlich reduzierter Koordination (Sturzgefahr) und den verlangsamten Reflexen.

Ganz anders hingegen sieht das die Frohmedizin. Dort gilt: Epigenetik wirkt völlig unabhängig vom Alter !

Originalbeitrag:  Eine Uralt-Gruftin

Bei 80 % verschlossener Halsschlagader reicht die Sauerstoffversorgung des Gehirnes immer noch aus, um ein deutsches Ministeramt zu bekleiden. Erst bei 90 % wird operiert – auch wieder typisch Schulmedizin !

Deutsche Onkologen stehen weit über Nobelpreisträgern …

Vitamin K2 lässt sich erst seit kurzer Zeit messen und kann folglich auch gezielt verwenden, um Kalk von den Blutgefäßen in den Knochen zu transportieren.

Originalbeitrag:  Kein Arzt hielt das für möglich

Es gibt Praktiker, Gewinner und die Akademiker

Ein Six-Pack ist das, was Sie sozusagen auf jeder Ausgabe des Magazins Men’s Health sehen. Der sog. Waschbrettbauch ist der  Inbegriff männlicher Schönheit, männlicher Kraft. Gleichsam das Ziel eines jeden echten Mannes. Genau das suggeriert uns diese Zeitschrift. Gleichzeitig ist ein Six-Pack auch der Inbegriff kompletter Gesundheit.

Wer solch einen entwickelten Six-Pack hat, der muss einfach schlank, fit, fröhlich, gesund sein. Irgendwie haben wahrscheinlich wir alle dieses Bild in uns verankert. Dazu hatte ich Ihnen einmal ein Geheimnis verraten (News 23.09.2018): Mein Physiotherapeut lächelt bei dem Wort Waschbrettbauch immer. Der meint, Bauchmuskeln habe ohnehin jeder. Leider würden aber die meisten Menschen diese recht gschamig und effektiv mit einer Fettschicht verhüllen.

Stimmt das wirklich so ? Also habe ich bei Mister Six-Pack nachgelesen. Der außergewöhnliche Mann heißt Christian Rumerskirch und ist staatlich diplomierter Fitnesstrainer. Der hat als Fachmann freilich eine differenzierte Sicht. Ich zitiere:

Der Begriff SIX-PACK wird oftmals falsch verstanden – und zwar primär im trainingstechnischen Bereich !

Wenn es darauf ankommt, sich ein Six-Pack anzutrainieren, dann geht es in erster Linie darum, ein sichtbares Profil der geraden und der schrägen (in erster Linie der äußeren schrägen Bauchmuskulatur) zu entwickeln.

Dazu liest man immer wieder Hinweise oder Ratschläge in Bezug auf Ernährung oder eine bestimmte Art von “Diät” wie auch von einer Erhöhung des Energieumsatzes durch Krafttraining oder „Cardio-Training“. Das Argument dazu lautet, dass zwar jeder Mensch Bauchmuskeln und damit das begehrte Six-Pack hat, es aber wegen der darüber liegenden Fettschicht niemals zu Gesicht bekommt. Das stimmt !

Doch leider kann ich aber aus meiner über 15-jährigen Erfahrung als Trainer im Bereich Kraft und Fitness sagen, dass die Mehrzahl der erwähnten Personen keine gut entwickelte Bauchmuskulatur hat ! Wenn es also um die Entwicklung einer soliden kräftigen Bauchmuskulatur – dem sog. Six-Pack – geht, müssen die Bauchmuskeln richtig trainiert werden!

Der menschliche Körper weist anatomisch 5 verschiedene Bauchmuskeln auf ! Allein um Trainingsreize in allen diesen Muskelgruppen zu setzen, ist ein Minimum von 10 verschiedenen Übungen notwendig ! Um den Bauch effektiv zu entwickeln, sind Kenntnisse über die einzelnen „Kompartimente“, und damit auch der unterschiedlichen Belastungsrichtungen und Drehachsen notwendig!

Mit ein wenig Variation kommt man da sofort auf 20 und mehr Übungen, um die Bauchmuskulatur gezielt zu trainieren. Wenn man jetzt noch die Standardausstattung eines Fitnessstudios oder nur ein paar Kleingeräte hernimmt, sind einem abwechslungsreichen Bauchmuskeltraining keine Grenzen mehr gesetzt.

Sie merken schon: Kaum spricht der Fachmann, wird’s kompliziert. Und selbstverständlich haben solche Experten immer Recht. Besonders dann, wenn sie es selbst vorleben. So wie Christian.

Warum ich darüber schreibe? Weil dahinter eine Botschaft steckt. Kurz und knapp in nur einem Satz:

Rumerskirch isst strikt keto …

Hätten Sie das gedacht? Null Kohlenhydrate ! Das Gegenteil wird Ihnen wohl in jedem Fitness Center geraten, damit Sie

  • besser trainieren könnten und
  • Insulin zum Muskelwachstum benutzen.

Nur, wenn ich mir dann das Ergebnis anschaue: In meiner Sprache „teigige Muskeln“. Außen von Fett überzogen und innen sicher auch voller Fettinseln. Die widersprechen meinem Schönheitsideal. Da bin ich voll der Meinung von Christian Rumerskirch. Der sehr wohl manchmal auch „die Sau raus“ lässt. Und dann für ein paar Tage LOGI lebt.

Ich glaube, wir werden noch mehr von diesem Wundertrainer hören auf den nächsten Keto-Kongressen !

Oder haben Sie den Ironman Hawaii 2018 gesehen ? Sieger wieder Patrick Lange. Unvergleichlich, unvergesslich sein Laufstil. Und wie sieht sein alltäglicher Vormittag aus ?

Als Frühstück einen Espresso,
dann 4 Stunden radfahren,
dann einen Eiweiß-Shake und
dann ab zum Schwimmen.

Es gibt eben die Praktiker, die Gewinner und dann gibt es die Masse der Akademiker in den Universitäten. Für die Letztgenannten die ketogene Ernährung „schwach macht“, zu „Muskelschwund“ führt. Meint z.B. Frau Dr. Jutta Hübner von der Deutschen Krebsgesellschaft. Den vermeintlich keto-bedingten Muskelschwund besichtigen Sie bitte an Christian Rumerskirch !

Collagen gegen das Alter

In einer eher ungewöhnlichen Studie ging es um ältere Herrschaften. 70 Jahre und darüber, die den üblichen, altersbedingten Muskelschwund zeigten. Denen wollte man helfen. Also hat man sie trainiert. Im Fitnessstudio 3 Mal die Woche. Dazu hat man ihnen aber einmal nicht Eiweißpulver oder verschiedene Aminosäuren gegeben (was vernünftig wäre), sondern ausgerechnet

Collagen.

Also anverdautes (hydrolysiertes) Eiweiß. Kleine Eiweißbruchstücke, die zum Teil sogar komplett durch die Darmwand aufgenommen werden. Gilt im Allgemeinen als nicht so besonders wertvolles Eiweiß. Nur macht es etwa 30 % unseres Gesamt-Eiweißes aus. Scheint also doch wichtig. Collagen findet man bekanntlich im Knorpel. Es hilft gegen Arthrose, stärkt Nägel und Haare. Aber die Muskeln ??

Das Resultat war also überraschend: Collagen brachte deutlich günstigere Ergebnisse, nämlich:

  • mehr Muskelmasse (+ 4,2 kg)
  • erhöhte Knochenmasse
  • mehr Kraft im Quadrizeps (Oberschenkel)
  • bessere motorische Kontrolle (Einbeinstand)
  • und das Fett schmolz (- 5,4 kg)

In jedem Fall signifikant mehr als ohne Collagen. Genommen wurde übrigens 15 g täglich !

Mein Kommentar dazu: Der gleiche Effekt wäre wohl auch zu erwarten mit Whey Protein. Oder mit speziellen Aminosäuren. Nur: Diese Collagen-Peptide werden schnell im Dünndarm aufgenommen. Und enthalten relativ viel Arginin.

QUELLE: British Journal of  Nutrition 2015 Oct 28; 114 (8): 1237

PS: Am 14.03.2018 erfolgten durch das Internationale Olympische Komitee erstmals verbindliche Empfehlung für NEM im Sport. Zu den wenigen empfohlenen Nährstoffen zählen neben Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D erstaunlicherweise auch Collagen-Peptide. Alle 3 um Verletzungen vorzubeugen und die Regeneration zu beschleunigen … Leistungssteigernd übrigens würden Koffein, Kreatin und Nitrat wirken.

40 Jahre 30 bleiben

Altern beginnt mit dem 30. Geburtstag. Ab dann geht´s normalerweise bergab. Kein Witz, sondern ernst gemeint. Ist beweisbar nicht nur an Muskelschwund, Rückgang der Kraft, weniger Ausdauer und Nachlassen des Geists, sondern auch messbar an Ihren Hormonen, Ihren Genen. Deshalb lohnt es sich auch für Sie, liebe Leser, die Sie so etwa 40 Jahre alt sind, ernsthaft über ein „Stopp“ nachzudenken. Denn: Sie können 40 Jahre lang 30 bleiben. Messbar und längst bewiesen !

Und Sie können sich auch noch mit 70 Jahren in Richtung 26 zurückbewegen. Das WIE ist Ihnen zumeist klar, nur tun wollen Sie trotzdem nix! Damit sich das ändert, hier ein paar Sätze zum Nachdenken:

  • Wenn Sie sich unter einem älteren Menschen jemanden vorstellen, der in seinem Körper gefangen ist, weil er sich nicht gut bewegen kann, dann folgt daraus zwangsläufig, dass der Bewegungsdrang dieser Person zunehmen wird, sobald sie genug Kraft hat, um wieder aktiver zu sein.

Der entscheidende Punkt ist also die Kraft. Damit folgt dann der Bewegungsdrang. Dann folgt die Beweglichkeit und es knarren die Gelenke nicht mehr störend in öffentlichen Räumen.

  • „Wir haben schon oft beobachten können, wie Senioren zunächst mit sehr leichten Gewichten zu trainieren begannen und dann, binnen kürzester Zeit, genauso stark oder stärker wurden als ein durchschnittlicher 25-Jähriger“:

Sie haben meinen folgenden Satz nie richtig ernst genommen: Die 80-jährige Muskelzelle weiß nicht, dass sie 80 ist. Sie ist genauso trainierbar wie eine 20-jährige Muskelzelle. Ist biochemisch längst bewiesen.

  • Als sich zeigte, dass das Medikament Resveratrol (im Rotwein aus der Schale roter Trauben) eine teilweise Umkehrung der Alterung bei Mäusen (!) und Würmern (!) bewirkte, wurde es sofort als Anti-Aging-Mittel angepriesen – ohne den geringsten Beweis, dass es auch beim Menschen so wirken würde. Jedoch gibt es jetzt den genetischen Beweis beim Menschen, dass Krafttraining genau diese Anti-Aging-Wirkung stimuliert. Und was passiert?

Die meisten Menschen sind viel bereitwilliger, eine Tablette zu schlucken, in der Annahme, diese halte den Alterungsprozess auf, als selbst aktiv zu werden. Es gibt tatsächlich nur sehr wenige Menschen, die angesichts einer derartig sensationellen wissenschaftlichen Neuigkeit (Krafttraining ist es!) zu der Erkenntnis gelangen: Ich kann selbst etwas tun, ich muss es nur wollen; wenn ich mich anstrenge und an mir arbeite, dann schaffe ich das!

Tja, wenn wir nur nicht ständig so müde wären. Schon früh morgens. Wenn es uns nur nicht den ganzen Tag an Antrieb fehlen würde und abends dann die Lust. Wie Sie wissen, die häufigste Klage in meiner Arztpraxis. Und “Energie” in den Körperzellen ist auf der molekularen Ebene verankert: Kann mit Molekularmedizin aufgeweckt und sogar verstärkt werden. Darum die Blutanalyse ! Dazu noch ein ganz anderer Satz: “Alles” steht und fällt letztlich mit der inneren Einstellung. Man muss unabhängig vom Alter bereit sein, sich im Training anzustrengen, jedoch wird diese Einstellung in unserer Gesellschaft leider immer seltener. Warum wohl?

  • Da will ich doch einfach mal meine gewiefte Frau zitieren: Der fällt schon seit Jahren auf, dass auf deutschen Autobahnen nicht mehr wie früher aggressiv die linke Spur besetzt wird, sondern dass es immer mehr junge Männer sind, die langsam auf der mittleren Spur fahren. Sie sagt, denen fehlt Testosteron … Ich wiederum glaube, dass die über 1 Milliarde Pillen im deutschen Grundwasser und damit im Trinkwasser ihre Auswirkung hat. Das Östrogen mag den Damen egal sein, für Männern aber …