Vitamin B12

Was ist Vitamin B12 ? Vitamin B12 ist eines der wichtigsten Vitamine für unsere Zellen. Ohne Vitamin B12 erfolgt keine Zellteilung. Also auch kein Wachstum, keine neuen roten Blutkörperchen und kein funktionierendes Nervensystem. Erst durch B12 wird Heilung möglich.

Woher kommt Vitamin B12 ? Vitamin B12 wird von der Bakterienflora im Verdauungstrakt gebildet und kommt nur in tierischen Produkten vor: vor allem in Innereien, Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Alternativen auf Algenbasis enthalten zwar auch B12, allerdings nur als Analoga ohne Vitaminwirksamkeit. Einen Teil des benötigten Vitamin B12 kann unsere Darmflora zwar tatsächlich selbst herstellen – jedoch reicht das für eine komplette Versorgung nicht aus.

Was kann Vitamin B12 ? Vitamin B12 wandelt das wichtige Zellvitamin Folsäure in seine aktive Form um. Es ist wesentlich am Bau roter Blutkörperchen beteiligt und sorgt dann für den Einbau von Eisen. Bei Vitamin B12-Mangel kommt es zu Blutarmut: die Blutkörperchen verändern ihre Form, Betroffene sehen blass aus und sind müde. Es kann außerdem zu neurologischen Störungen wie Kribbeln und Taubheitsgefühlen kommen; sogar zu psychischen Störungen bis hin zu Depressionen.

Bei einem Mangel an Vitamin B12 funktionieren Methylierungsprozesse nicht. In der Folge kann Homozystein nicht wiederverwertet werden und steigt gefährlich an. Zudem leidet die Produktion von Neurotransmittern darunter. Und weil Vitamin B12 langfristig in der Leber gespeichert wird, fallen Mangelzustände z.B. bei strengen Veganern manchmal erst nach Monaten oder Jahren auf – können dann aber gravierende Folgen haben !

Bild: www.strunz.com

Aber erinnern Sie sich noch an die „B12“-News vom 02.01.2018 ? Dort war von einer Studie in der deutschen ÄrzteZeitung die Rede, wonach „bei unerwartet hohen Vitamin B12-Werten das Risiko für Leukämie im nächsten Jahr 100-fach erhöht ist und das für Leberkrebs 40-fach“. Ich wiederhole: Bei unerwartet hohen Vitamin B12-Werten … und … im nächsten Jahr !!!

Jedoch wir Frohmediziner wissen:

  • Vitamin B-12 ist essentiell. Das muss man essen. Ohne Vitamin B12 stirbt man.
  • Die Untergrenze für Vitamin B12 im Blut liegt laut Labor Dr. Schottdorf bei 200-300 pg/ml. Eine Obergrenze gibt es nicht !
  • Die Arztpraxis Dr. Strunz weiß nach 20-jähriger Messung von B12, dass Heilung z.B. von Homocystein oder einer Nervenentzündung bei etwa 2.000 pg/ml eintritt.

Wirklich lustig an der genannten Studie ist übrigens, weshalb Vitamin B12 unerwartet (hoch) ansteigen könnte: nämlich bei Autoimmunerkrankungen, Leberkrankheiten und Alkoholismus …

QUELLE: „neue wunder der Heilung“ bei HEYNE. Erscheint am 11.11.2019 … Ein gar wunderbares Lehr- und Lernbuch !

Medizinwitz des Tages 17. Juni 2019

Medikamente nimmt man am besten immer mit reinem Leitungswasser ein. Bei Mineralwasser hat man das Problem, dass hohe Mengen der enthaltenen Mineralstoffe wie Eisen oder Kalzium die Arzneimittel wirkungslos machen können. Problematisch sind auch Milchprodukte, Kaffee, Tee und Grapefruitsaft.

Apotheken Umschau am 17.06.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder die Konsequenz “absurd” ist …

Milch und Milchprodukte

Ob man Milch trinken darf, fragen Sie mich schon über ein Jahrzehnt lang. (News 10.05.2007) Und mit der Antwort zögere ich dann meistens, obwohl sie eindeutig ist.  Denn wie sehr darf oder soll ich in Ihr Leben eingreifen? Ich mache mir darüber sehr wohl Gedanken. Andererseits beantwortet die eingangs erwähnte Frage ohnehin die Natur:  Milch gehört nicht zur genetischen korrekten Kost ! Kein Lebewesen trinkt nach dem Säuglingsalter noch Milch. Nur wir Menschen …

Das war eigentlich die Antwort. Und stimmt so dennoch nicht ganz: 80 % der Weltbevölkerung trinken keine Milch. Nur 20 % nämlich haben im Darm ein Enzym, das den Milchzucker verwertbar macht. Also die eindeutige Minderheit. Laktoseintoleranz ist der gesunde Normalzustand bei Erwachsenen. Das wird zumeist vergessen. Nun gut.

Bleiben noch Milchprodukte wie Quark oder Käse. Da ist die Laktose weitgehend weg. Werden daher eher vertragen. Und gibt’s gegen diese 2 hoch wertvollen Eiweiße auch etwas einzuwenden? Da kennt jeder Arzt in Deutschland die immer gleiche Geschichte: Kaum werden Milch und Milchprodukte abgesetzt, ist die Krankheit geheilt. Ob nun Neurodermitis, Ekzem, chronische Müdigkeit, Bauchschmerzen, Gelenkschmerzen. Alles weg. Und kein Arzt in Deutschland weiß vom Gegenteil zu berichten. Die Sprache der Evolution ist also eindeutig !

Und einigen gewieften Leserinnen und Lesern ist mittlerweile aufgefallen, dass es zwischen diesen News hier und meinen Büchern einen (gewissen) Unterschied gibt. In meinen Büchern versuche ich Kompromisse einzugehen. Die Menschen abzuholen dort, wo sie stehen. Nehme also Rücksicht als Arzt, will mitmenschlich sein. Und da werden Milchprodukte oft genug erlaubt.

Ich esse manche sogar selbst (außer Milch), trotz meiner Laktoseintoleranz. Und nun sollte ich sie meinen Mitmenschen verbieten? Also kurz gesagt:  Wer an Milch & Co gewöhnt ist, wem sie gut tun und wer sich dabei wohlfühlt, der oder die kann ruhig so weitermachen. Weil wer so gegen die Vorschriften der Evolution verstößt, hat vielleicht ein paar Prozent weniger Lebensenergie. So what? Und damit kommen wir auch zum Kernpunkt:

Meine sehr strengen Vorschläge wie z.B. Ketose, null Milchprodukte usw.  sind für (die) Extremfälle unter uns gedacht.

Z.B. für Olympiasieger, die mit nur mehr einer Bronzemedaille nicht zufrieden sind. Oder für tatsächlich kranke Leute mit Krebs, Multipler Sklerose, Autoimmunkrankheiten usw.. Wer also aus bestimmten Gründen ganz optimal leben muss oder möchte, wird das Verbot von Milch und Milchprodukten auch einhalten. Zumindest für eine bestimmte Zeit … Dahinter steckt immer die gleiche Absicht: Bleiben wir menschlich! Suchen wir gangbare Kompromisse.

Und eines noch:  Die Wortwahl in meinen Büchern richtet sich an ein Millionen-Publikum. Hier in den täglichen News wende ich mich an die Insider, an Kenner und Könner. Die darf ich direkter ansprechen. Ein wohlüberlegter Unterschied …