Schulmedizin aktuell am 29. Mai 2020

Europa

Die EU-Kommission bringt als eine Lehre aus der Corona-Krise ein neues europäisches Gesundheitsprogramm auf den Weg. “EU4Health” soll für die Jahre 2021-2027 mit 9,4 Mrd. € ausgestattet werden. Neben einem besseren Schutz vor grenzübergreifenden Gesundheitsgefahren soll das Programm auch die Verfügbarkeit von bezahlbaren Medikamenten und medizinischer Ausrüstung sicherstellen und die Gesundheitssysteme in der EU stärken. Nach Zustimmung der EU-Staaten und des Europäischen Parlaments könnte EU4Health am 1. Jan. 2021 anlaufen. (EU Kommission, 29.05.2020)

Deutschland

Laut WHO rauchen in Deutschland noch immer fast 14 Mio. Menschen täglich. Und wer pro Tag eine Schachtel Zigaretten raucht, gibt dafür in 5 Jahren fast 13.000 € aus, in 30 Jahren 114.000 €. (Verivox GmbH, 29.05.2020)

Im Mai 2000 hatten die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Deutsche Krebsgesellschaft, Krankenkassen sowie Vertreter der Obst- und Gemüsebranche in Bonn den gemeinnützigen Verein 5 am Tag e.V. gegründet. (5 am Tag, 29.05.2020)

In Deutschland sterben jährlich über 40.000 Menschen an den Folgen einer Lungenembolie. Das sind mehr Tote als durch Verkehrsunfälle, Brust- und Prostatakrebs sowie HIV zusammen. Häufigste Ursache dafür ist eine Thrombose. Jährlich werden knapp über 370.000 Neuerkrankungen an Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis registriert. (Deutsche Gesellschaft für Angiologie -- Gesellschaft für Gefäßmedizin, 29.05.2020)

Infografik: Deutsche Gesellschaft für Angiologie -- Gesellschaft für Gefäßmedizin

24 % der Deutschen ist unklar, an wen sie sich bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen außerhalb der Sprechzeiten von Ärzteordinationen wenden können. (Asklepios Kliniken GmbH, 29.05.2020)

Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine Azidose, also eine sehr hohe Säurebelastung, eine Corona-Infektion gleich zweifach begünstigt. Zum einen über die unmittelbare Belastung des Immunsystems, zum anderen, weil der saure pH-Wert in den Zellen die Virenvermehrung fördert. (Institut für Prävention und Ernährung, 29.05.2020)

Als Faustregel für die Selbstmedikation bei Schmerzmitteln gilt: nicht länger als drei Tage hintereinander und höchstens zehnmal im Monat einnehmen. (Bundesapothekerkammer, 29.05.2020)

Es herrscht breiter Konsens in der Wissenschaft, dass Raucher durch den Umstieg auf E-Zigaretten die Aufnahme schädlicher Substanzen um bis zu 95 % senken können. (Verband des eZigarettenhandels (VdeH), 29.05.2020)

CIDP, die chronische inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie, ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der die Isolierschicht der Nervenfasern angegriffen wird, sich entzündet und nach und nach abgebaut wird. (CSL Behring GmbH, 29.05.2020)

Österreich

Die Forderung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina aus Halle nach einem patientenorientierten, qualitätsgesicherten und nicht gewinnorientierten Gesundheitssystem bestätigt auch unsere Warnung vor einer “Konzernisierung” der Gesundheitsversorgung in Österreich, die schleichend stattfindet. Im Gesundheitsbereich könnten auch nicht die gleichen wirtschaftlichen Maßstäbe angelegt werden können wie in der freien, wettbewerbsorientierten Wirtschaft, denn die qualitätsgesicherte sowie wissenschaftsorientierte medizinische Versorgung der Bevölkerung liege in der Verantwortung des Staates. (Österreichische Ärztekammer, 29.05.2020)

Die Diversität im Mikrobiom wird sich in der Zeit der Corona-Krise verringert haben und auch das Immunsystem hat weniger Training durch Sozialkontakte und Bewegung gehabt. Wenn man diese Aspekte einschränkt, dann gibt es eine veränderte Immunantwort. Daher ist es ab jetzt wichtig, wieder mehr Sozialkontakte zu haben, Sport zu treiben und die Natur zu genießen. (Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, 29.05.2020)

Österreich konnte sich 2020 im sog. Tobacco Control Scale (TCS) vom letzten Platz auf Platz 20 verbessern. (Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege, 29.05.2020)

In Österreich leiden rund 12.500 Patienten am Multiple Sklerose. (Roche Austria GmbH, 29.05.2020)

In Österreich ist Nikotin das Suchtmittel Nummer 1. Bis zu 25 % der Erwachsenen rauchen täglich. (Österreichische Apothekerkammer, 29.05.2020)

Schulmedizin aktuell am 28. Mai 2020

Welt

Die WHO hatte in einer Resolution bereits ein Mal an die Internationale Gemeinschaft appelliert, die Einrichtung eines Patentpools bzw. einer Plattform anzugehen, die Daten und Wissen zu Covid-19-Behandlungen, Impfstoffen und Medikamenten gesammelt und als geistiges Eigentum gebündelt werden, um die Produkte daraus dann als “globales öffentliches Gut” verfügbar zu machen. Regierungen, Institutionen und Unternehmen werden nunmehr erneut aufgerufen, die Initiative unter Federführung der WHO zu unterstützen. (Medico International, 28.05.2020)

Es ist aus wissenschaftlicher Sicht völlig in Ordnung, dass sich jemand wie der Virologe Prof. Christian Drosten auch immer wieder korrigiert. (Weltärztebund-Präsident Frank Montgomery, 28.05.2020)

Europa

Während sich Eltern in Deutschland und Österreich wünschen, dass sich ihre Schulkinder in den Pausen belegte Brote oder Obst kaufen, präferieren diese vielmehr Süßigkeiten. Deren Devise lautet nämlich Hauptsache “lecker”, jene der Eltern hingegen “gesund oder frisch”. (Servicebüro 5 am Tag / Snack 5, 28.05.2020)

Infografik: Servicebüro Snack 5

Deutschland

Geschätzt 52.000 Mal haben Notarzt- und Rettungsdienste 2019 bei außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillständen Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. (Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), 28.05.2020

Man weiß nunmehr, dass eine Azidose, also eine hohe Säurebelastung, die Corona-Infektion auf gleich 2 Weisen begünstigt. Zum einen dadurch, dass insgesamt unser Immunsystem weniger gut funktioniert, und zum anderen, weil direkt ein saurer pH-Wert in den Zellen die Virusvermehrung fördert. Man muss daher viel Gemüse, Salat und Obst essen. Das sind die Basenbildner. Die Säurebildner sind Fleisch, Fisch, Getreide und Milchprodukte. Und deshalb sollte man insbesondere die neutralen Lebensmittel, die nicht zum Säureausgleich beitragen -- wie Zucker, Nudeln, Reis, Weißmehlprodukte -- zugunsten von Gemüse reduzieren. (Institut für Prävention und Ernährung, 28.05.2020)

61 % der Deutschen glauben, dass E-Zigaretten mindestens genauso schädlich sind wie Tabakzigaretten. 15 % gehen sogar davon aus, dass E-Zigaretten noch viel schädlicher und nur 6 % der Befragten wissen, dass E-Zigaretten bedeutend weniger schädlich sind als Tabakprodukte. (Bündnis für Tabakfreien Genuss, 28.05.2020)

Je häufiger der Wechsel einer Hüft- oder Knieprothese in einer Klinik durchgeführt wird, desto seltener kommt es zu Komplikationen oder Todesfällen. Diesen Zusammenhang belegen neuerdings 2 Studien des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. (WIdO, 28.05.2020)

Eine der bekanntesten Sportverletzungen ist das sog. Läuferknie mit stechenden Schmerzen an der Außenseite des Kniegelenks bzw. unterhalb der Kniescheibe. Dabei scheuert die an der Außenseite des Oberschenkels zum Schienbein verlaufende Sehnenplatte über die Knochen des Kniegelenks, sodass sich das strapazierte Gewebe dort entzündet. Die falsche und übermäßige Belastung des Kniegelenks entsteht durch klassische Läuferfehler wie unzureichendes Aufwärmen und Dehnen, zu schnelle Trainingssteigerung, zu harter Untergrund oder falsches Schuhwerk. (Arthrex GmbH, 28.05.2020)

Multiple Sklerose (MS) ist eine bislang unheilbare, chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die in Deutschland etwa 200.000 Menschen betrifft. Sie wird auch als “Krankheit der 1.000 Gesichter” bezeichnet, da sich MS bei jedem Betroffenen anders zeigen kann. Durch Entzündungen in Gehirn und Rückenmark werden Reize nicht mehr richtig weitergeleitet und verarbeitet. Das führt zu zahlreichen Beschwerden, darunter Lähmungserscheinungen, extreme Müdigkeit (Fatigue), Koordinations- und Sehstörungen. (Roche Pharma AG, 28.05.2020)

Die Corona-Pandemie ist nicht nur ein medizinisches und gesellschaftliches Jahrhundert-Ereignis, sondern auch ein einzigartiges mediales Phänomen. Allerdings befindet sich das Interesse der Deutschen daran “im freien Fall”. (Burson Cohn & Wolfe, 28.05.2020)

Mediziner aus den von COVID-19 extrem stark betroffenen Ländern Italien, Spanien, Großbritannien, Frankreich und Brasilien berichteten erst kürzlich, dass neben den bekannten Maßnahmen zur Stabilisierung der akut angegriffenen Lungenfunktion auch ein besonderes Augenmerk auf den Aspekt der hämodynamischen Überwachung zur Optimierung von Herz-Kreislauf und Flüssigkeitsstatus zu legen sei, da Instabilitäten in diesen Bereichen für eine Vielzahl von Komplikationen verantwortlich sind. Außerdem kämen die Patienten dehydriert in die Kliniken. (CNSystems Medizintechnik GmbH, 28.05.2020)

Wer mit dem Begriff “Lupus erythematodes” nichts anfangen kann, kennt die chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung vielleicht unter den Namen “Wolfskrankheit”. Sie tritt vor allem bei jungen Erwachsenen auf -- insbesondere Frauen. Abhängig davon, welche Organe in Mitleidenschaft gezogen werden, zeigen sich unterschiedliche Symptome. Als typisch gilt ein rötlicher Hautausschlag, der sich im Gesicht schmetterlingsförmig über Nase und Wangen ausbreitet. Heilt er ab, kann er Narben hinterlassen, die an Bisswunden erinnern -- wie etwa bei dem Popsänger Seal. “Lupus erythematodes” wurde 1872 von dem ungarischen Hautarzt Kaposi entdeckt. Der Name kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie “Roter Wolf”. (Biogen GmbH, 28.05.2020)

Bild: Biogen GmbH

Bei den Betroffenen wendet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Es erkennt körpereigene Zellbestandteile als fremd an -- und attackiert sie. Experten unterscheiden zwischen dem sog. kutanen Lupus erythematodes, bei dem nur die Haut befallen ist, und dem systemischen Lupus erythematodes. Letzterer greift verschiedene Organe des Körpers an; Entzündungen entstehen. So ist es etwa bei Schauspielerin und Sängerin Selena Gomez der Fall, die sich aus diesem Grund 2017 einer Nierentransplantation unterziehen musste. (Biogen GmbH, 28.05.2020)

Einmalhandschuhe gehören seit langem in jeden Erste-Hilfe-Koffer. Jetzt ist es sinnvoll, ihn auch mit Mundschutz und Desinfektionsmittel zu bestücken. (R+V Infocenter, 28.05.2020)

Österreich

Während sich öffentliche Spitäler und Ordensspitäler um ihr Personal kümmern und mit ihnen auch gute Kollektivvertragsabschlüsse geschafft wurden, zeigen Konzerne wie etwa Uniqa oder Vamed im Gesundheitswesen als Spitals- und Reha-Betreiber ihr wahres Gesicht, indem sie längst fällige Gehaltserhöhungen für das Gesundheitspersonal ablehnen und die Kollektivvertragsverhandlungen einseitig weiter hinauszögern. Das ein skandalöser Umstand, denn die Gehälter der Angestellten in den Wiener Privatspitälern liegen weit unter jenen in den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) oder auch unter den Gehältern in Ordensspitälern. Allgemeinmediziner verdienen in den Privatspitälern etwa 25 % weniger als im KAV oder bei geistlich geführten Krankenanstalten in Wien. (Ärztekammer Wien, 28.05.2020)

Unter dem Begriff CED werden die beiden Erkrankungsbilder Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zusammengefasst. Genaue Zahlen zu den Betroffenen gibt es in Österreich nicht. Schätzungen gehen von 40.000 bis 80.000 Personen aus. Eine solch chronisch-entzündliche Darmerkrankung bedeutet für die Betroffenen eine massive Einschränkung des täglichen Lebens. Und zwar auf eine Art, die man sich als gesunder Mensch kaum vorstellen kann. CED-Betroffene leiden unter schrecklichen Schmerzen, haben aber durch ihre Krankheit auch soziale und Partnerschaftsprobleme oder Schwierigkeiten, einen passenden Job zu finden und zu halten. Auch die medizinische Versorgung ist weit von optimal entfernt. Das gilt ganz besonders für jene Gruppe von 20 %, die schwer an der Erkrankung leidet. (Fine Facts Health Communication GmbH, 28.05.2020)

Bild: Österreichischen Morbus Crohn – Colitis ulcerosa Vereinigung

Dass Rauchen die Gesundheit schädigt, wissen die meisten Raucher. in Österreich. Demzufolge wollen auch 33 % davon zumindest 1 Mal im Jahr damit aufhören. (Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, 28.05.2020)

Schulmedizin aktuell am 18. Mai 2020

Welt

Am 24. Mai 2020 ist Welt-Schizophrenie-Tag. Die Diagnose Schizophrenie besagt ein unkontrollierbares Abgleiten von Denken und Wahrnehmung, Panikanfälle und Verfolgungswahn. Kurz gesagt, verschwimmen für deren Patienten die Grenzen zwischen Realität und Einbildung. Schizophrenie ist eine sehr komplexe und vielschichtige, aber vor allem auch durch Vorurteile stigmatisierte Erkrankung: Anders als oft angenommen, leiden Betroffene nicht an einer gespaltenen Persönlichkeit. Sie nehmen zwei Wirklichkeiten wahr: eine “reale Wirklichkeit”, die Gesunde ebenfalls erleben, und eine Wirklichkeit, die nur der Erkrankte erlebt. (Otsuka Pharma GmbH / Lundbeck GmbH am 18.05.2020)

Die WHO wehrt sich gegen den Vorwurf, eine zu große Nähe zu China zu pflegen. WHO-Sprecher Christian Lindmeier sagte, dass die WHO immer unter Beschuss kam, wenn es um einzelne Geldgeber ging -- egal, wer es ist. (Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), 18.05.2020)

Der Bedarf an digitalen Gesundheitslösungen nimmt weltweit zu. Ob digitale Sprechstunde, E-Health oder KI in der Medizin: Digitale Gesundheitslösungen galten schon vor der Corona-Pandemie als Zukunftstrend. (Germany Trade & Invest, 18.05.2020)

Deutschland

Wie jedes Jahr machen rund um den 16. Mai Initiativen ganz besonders aufmerksam auf HAE. HAE steht für das hereditäre Angioödem, einer seltenen Erkrankung. Zu den typischen Beschwerden gehören Hautschwellungen, die immer wiederkehren (oft im Gesicht, an Händen und Füßen) oder sehr starke, krampfartige Bauchschmerzen. Das Tückische ist, dass diese Symptome leicht zu verwechseln sind, etwa mit einer Allergie oder einer Blinddarmentzündung. Wichtig ist deshalb, bei unklaren Symptomen überhaupt an HAE zu denken. Bei HAE sorgt ein Gendefekt für einen Mangel an dem Eiweiß C1-Esterase-Inhibitor (C1-INH). Dadurch können die Schwellungen jederzeit und überall an der Haut oder den Schleimhäuten im ganzen Körper auftreten. Erste Symptome von HAE machen sich meist schon im Kindes- und Jugendalter bemerkbar. (CSL Behring GmbH, 18.05.2020)

Das diabetische Makulaödem (DMÖ) ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in Deutschland, und dennoch wenig bekannt. Der nationale Tag der Sehbehinderten am 6. Juni macht daher auf die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung aufmerksam und informiert über Therapien und Unterstützungsangebote. Zumal Diabetes eine ganze Reihe an Folgeerkrankungen mit sich bringt, darunter Herz-Kreislauferkrankungen, Nieren- und Nervenschädigungen. Das DMÖ, eine Erkrankung des hinteren Augenabschnitts, gehört auch dazu. (Bayer Vital GmbH, 18.05.2020)

Auf Dauer führt eine erhöhte Zuckerkonzentration im Blut zu Ablagerungen und Schäden an den Gefäßwänden -- das betrifft auch die feinen Blutgefäße der Netzhaut. Durch die eingeschränkte Durchblutung im Auge bildet der Körper neue Blutgefäße. Diese entstehen durch den sog. Wachstumsfaktor VEGF. Beim DMÖ wird das Sehen durch Flüssigkeitsansammlungen an der Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut, der Makula, eingeschränkt. Betroffene nehmen Konturen verschwommen wahr, Farben verblassen, Kontraste verflachen, die zentrale Sehschärfe lässt nach. Mit fortschreitender Erkrankung erscheinen Flecken im Sichtfeld, unbehandelt droht die Erblindung. (Bayer Vital GmbH, 18.05.2020)

Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die sehr heterogen ist, insbesondere was den Verlauf und die Symptome betrifft. Daher ist sie so individuell wie die Bedürfnisse von MS-Betroffenen. Sie verläuft meist schubförmig und tritt bei Frauen etwa 3 Mal häufiger auf als bei Männern.  Dabei zerstören körpereigene Immunzellen die Schutzschicht der Nervenfasern (Myelinscheide). Die Folgen reichen von körperlichen Behinderungen über Fatigue bis hin zu kognitiven Beeinträchtigungen. 85 % der Betroffenen leiden unter schubförmiger MS (RRMS). Diese Form der Erkrankung ist zu Beginn gekennzeichnet durch klar definierte Schübe, gefolgt von Zeiten der partiellen oder gar vollständigen Remission. (Biogen GmbH, 18.05.2020)

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit zu stürzen. Statistisch gesehen stürzt jede 10. durch ambulante Pflegedienste versorgte (pflegebedürftige) Person 1 Mal innerhalb von 14 Tagen. (Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege, 18.05.2020)

Österreich

In einer globalisierten Welt werden Pandemien auch in Zukunft zum Leben gehören. Ein 2. Lockdown jedoch dürfte in der Bevölkerung wohl kaum durchsetzbar sein. (Österreichische Ärztekammer am 18.05.2020)

Österreich beteiligt sich mit Zentren am europäischen Arm einer weltweiten, von der WHO initiierten Studie zur Evaluierung medikamentöser Therapien gegen Covid-19. Dabei werden 4 für andere Krankheiten entwickelte Arzneimittel sowie die Standardtherapie auf ihre Wirksamkeit gegen das Sars-Cov-2-Virus untersucht. Die 4 Therapien sind Remdesivir, Hydroxychloroquine, die Kombination Lopinavir/Ritonavir sowie Lopinavir/Ritonavir/Interferon beta-1a. (Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, 18.05.2020)

Schulmedizin aktuell am 16. Mai 2020

Deutschland

Deutschlands Bundesärztekammer spricht sich auch dafür aus, dass die Weltgemeinschaft Regelungen für einen gleichberechtigten Zugang der Staaten zu Medikamenten und Impfstoffen gegen das Corona-Virus schafft. Angesichts der globalen Bedrohung durch Covid-19 sind Exklusivverträge einzelner Staaten zur Erstnutzung von Medikamenten und Impfstoffen gegen das Virus ethisch und epidemiologisch nicht zu rechtfertigen. (Bundesärztekammer, 16.05.2020)

Für eine Brustvergrößerung gibt es 12 verschiedene Techniken mit 25 Sub-Varianten. Viele Frauen unterschätzen dabei die Bedeutung der Hautnaht, die für die spätere Narbe verantwortlich ist. Eine “ordentliche Naht” kann sogar länger dauern als das Einbringen der Implantate. Dafür können natürliche Brustimplantate bis zu 12.000 € kosten. Jedoch gibt es bei einigen Modellen dann eine lebenslange Garantie. Nach einer ästhetischen Brustvergrößerung (unter Vollnarkose) ist für bis zu 8 Wochen kein Sport möglich. (Mc Aesthetics UG, 16.05.2020)

Schulmedizin aktuell am 12. Mai 2020

Welt

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2020 zum Internationalen Jahr der Pflegenden und Hebammen erklärt. (Weleda AG, 12.05.2020)

Der 12. Mai ist als Internationaler Tag der Pflege all jenen gewidmet, die tagtäglich hilfs- und pflegebedürftige Menschen betreuen. (Home Instead, 12.05.2020)

Der Welt-MS-Tag am 30. Mai steht unter dem Motto “Miteinander stark”. Der Aktionstag soll dazu beitragen, die Multiple Sklerose (MS) stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Zwar hat es bei der Behandlung von MS erhebliche Fortschritte gegeben, dennoch besteht nach wie vor Bedarf für Therapieoptimierungen. Bei den Forschungsaktivitäten wird vor allem angestrebt, durch neue Wirkstoffe und Wirkansätze die MS noch besser unter Kontrolle zu bekommen und völlige Freiheit von Krankheitsaktivität zu erreichen. Konkret soll also dafür gesorgt werden, dass keine weiteren Schübe auftreten, sich keine Behinderungen entwickeln und keine Veränderungen im Gehirn oder Rückenmark in der Kernspintomographie zu erkennen sind. (Sanofi Genzyme GmbH, 12.05.2020)

Deutschland

In der Corona-Krise sind alle Bürger gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Essener ifm-Gruppe nützt z.B. ihre Kompetenz als Sensorspezialist um Hygienetürgriffe zu fertigen. Türen zu öffnen, ohne die Klinke mit der Hand anzufassen, kann helfen, die Übertragung von Keimen zu vermeiden. ifm entwickelte dazu einen Türgriff, mit dem sich Türen mit dem Unterarm öffnen und schließen lassen. Der Hygienetürgriff besteht aus 2 Kunststoffteilen, die mit 4 Schrauben an runde Türklinken mit 20-22 mm Durchmesser beschädigungsfrei montiert werden können. Gefertigt werden die Teile aus Kunststoffspritzguss. (ifm electronic GmbH, 12.05.2020)

Hygienetürgriff für den Ellbogen. (Foto: fm electronic GmbH)

Die 19.000 Apotheken in Deutschland können ab sofort die notwendige Hardware bestellen, um den elektronischen Medikationsplan für ihre Patienten bearbeiten zu können und auch für weitere Anwendungen wie das E-Rezept vorbereitet zu sein. Darauf haben sich der Deutsche Apothekerverband und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung in einer neuen Refinanzierungsvereinbarung für die Telematik-Infrastruktur geeinigt. (ABDA, 12.05.2020)

Dauernuckeln von Kleinkindern Schnuller kann schädlich sein. Neben kieferorthopädischen Problemen kann es zu Verzögerungen bei der  Sprachentwicklung kommen sowie zu einer eingeschränkten Nasen- und Mundatmung. Die Sauerstoffversorgung der Kinder ist dadurch bis zu 40 % reduziert. Experten raten daher auch bei älteren Kindern zur kleinsten Schnullergröße. Je weniger Platz das Beruhigungsmittel aus Latex oder Silikon im Mund einnimmt, desto weniger Schaden kann es anrichten. (Baby und Familie, 12.05.2020)

Österreich

Generika zur Behandlung von Hypertonie, Hyperlipidämie und Diabetes Mellitus sind in Bezug auf ihre Wirksamkeit gleich gut wie die originären Wirkstoffe. Sie sind zudem kostengünstiger als die Originalmedikamente und bieten substanzielle Kostendämpfungspotentiale für die Gesundheitssysteme. (MedUni Wien, 12.05.2020)

Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert jede Organfunktion im Körper. Sie führt u.a. zu einer verbesserten Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Funktion sowie zu einer angehobenen Immunitätslage. Mit keiner anderen Maßnahme außer regelmäßiger Bewegung kann die Körperabwehr so bedeutsam gesteigert werden. (Österreichische Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, 12.05.2020)

Österreichs Pharmig begrüßt die Aussagen von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides und des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn durch finanzielle Anreize die Arzneimittelproduktion in Europa zu stärken. Seit vielen Jahren schon ist in diesem Bereich eine Verlagerung der Produktion nach Asien zu beobachten. Grund dafür ist der ansteigende Kostendruck, der es für pharmazeutische Firmen immer schwieriger macht, in Österreich oder Europa Produktionsstätten aufrecht zu erhalten, geschweige denn eine Produktion neu aufzubauen. (Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, 12.05.2020)

Die Arbeitsverdichtung sowie der Personalmangel in den österreichischen Spitälern machen nicht bei den Ärzten halt, sondern wirken sich auch auf andere Gesundheitsberufe aus. Es ist daher wichtig, die Gesundheitsberufe in Österreich zukunftsfit zu machen. (Österreichische Ärztekammer, 12.05.2020)

Beim Vertrauen führt für die österreichische Bevölkerung kein Weg am Österreichischen Roten Kreuz vorbei. Auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen gehört zu den zuverlässigsten Marken des Landes. Den 2. und 3. Platz der vertrauenswürdigsten Marken Österreichs belegen der Süßwarenhersteller Manner und der Lebensmitteldiskonter Hofer. Das größte Vertrauen im Bereich der Hygiene genießt die Papiertaschentücher Tempo und der Kondomhersteller Durex. (Marketagent.com online reSEARCH GmbH, 11.05.2020)