Medizinwitz des Tages 14. Mai 2020

Die Entwicklung von Medikamenten ist keine Autobahn, sondern ein steiler und steiniger Weg. Von 10.000 neu entdeckten Substanzen schaffen es nur 1-2 bis zur Marktreife. In der Regel dauert die Entwicklung eines Arzneimittels durchschnittlich 12-13 Jahre und kostet 2,2 Mrd. €. In Summe investiert die europäische Pharmaindustrie 35 Mrd. € pro Jahr in Forschung und Entwicklung, die österreichische Industrie immerhin 294 Mio. €.

Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie Österreichs am 14.05.2020

In einer Mitteilung haben die Empa und Swiss Textiles die neusten Entwicklungen zur Produktion von Textilmasken in der Schweiz bekannt gegeben. Diese sog. Community-Masken, die den Anforderungen der “National Covid-19 Science Task Force” der Eidgenossenschaft entsprechen, werden nunmehr von Unternehmen in der Schweiz produziert und auch verkauft.

Swiss Textiles – Textilverband Schweiz am 14.05.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Pharmig: Medikamentenforschung bleibt teures Hochrisikogeschäft

Dass die Erforschung neuer Medikamente ein kostenintensives Hochrisikogeschäft ist und bleiben wird, das sagen nicht wir vom Molner Health Center, sondern der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig). So unterstreiche eine neue Studie wieder “die Komplexität der Arzneimittelforschung”, die noch dazu in die Milliarden gehe. Aktuell würden weltweit rund 7.000 Forschungsprojekte laufen, wovon sich 2.000 Krebs widmen.

10.000 Anfangssubstanzen

Laut Pharmig bilde die Studie (über Krebsmedikamente) aber nur “ein Bruchteil des Marktes” ab und verzerre daher “massiv die Realität”. In der Regel nämlich hätten Pharmakonzerne mehrere Projekte in der Pipeline, würden gleichzeitig an mehreren Wirkstoffen für mehrere Indikationen arbeiten. Und laut Pharmig schafft es von 10.000 “Anfangssubstanzen” im Durchschnitt nur eine einzige bis zur Marktreife. Laut der im „Jama Internal Medicine“ publizierten Studie der Public Citizien Group reicht das Investitionsvolumen bis zur Marktreife von 150 Mio. US-Dollar bis fast 2 Mrd.. Zudem würden neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie regulatorische Anforderungen “laufend” die Höhe der Kosten für Forschungsprojekte beeinflussen.