Medizinwitz des Tages 25. Februar 2020

Seit 6 Jahren müssen die Ergebnisse aller Medizinstudien in der EU veröffentlicht werden. Doch das kümmert viele Forscherinnen und Forscher in Österreich wenig: 80 % tragen die Resultate nicht in eine entsprechende EU-Datenbank ein.

ORF.at am 25.02.2020

Seltene Erkrankungen sind gar nicht selten: Im Schnitt kann jede 20. Person, die in eine österreichische Arztpraxis kommt, von einer seltenen Erkrankung betroffen sein. Diese Tatsache verleiht dem Bezeichnung “selten” eine ganz andere Dimension.

Pfizer Corporation Austria am 25.02.2020

Selbstbestimmter Tod in Würde: Mit Spannung wird die für 26.02.2020 angekündigte Entscheidung des dt. Bundesverfassungsgerichts (Az: 7 K 8461/18) zum Selbstbestimmungsrecht am Lebensende erwartet. Dabei geht es nicht nur um die Aufhebung des Verbots ärztlicher Sterbehilfe (§ 217 StGB), sondern auch um die Legalisierung des Erwerbs des Betäubungsmittels Natriumpentobarbital in Fällen extremer Sterbensnot zum Zweck der Selbsttötung.

Österreichische Gesellschaft für ein humanes Lebensende am 25.02.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Wird Cannabis ein Milliardengeschäft ?

In Deutschland können seit Inkrafttreten des “Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften” am 10. März 2017 Ärzte Cannabis per Betäubungsmittelrezept verschreiben. Seither gingen z.B. bei der SBK rund 350 Anträge auf Kostenübernahme ein, von denen 75 % bewilligt wurden. Indes versucht S/Company Die Markenagentur die deutschlandweit erste Cannabis Marke „im Markt“ zu positionieren.

Foto: obs / S/Company Die Markenagentur GmbH

“Wir wissen von unseren Versicherten, dass Cannabinoide vor allem bei Appetitlosigkeit und Übelkeit infolge einer Krebsbehandlung oder Chemotherapie ihre Situation erheblich verbessern”, erklärt Heinz-Ulrich König von der SBK. Die restlichen Anträge würden abgelehnt, weil keine ausreichende Begründung für die Therapie mit Cannabis vorliegt. „Denn nur, wenn der Arzt keine anderen Behandlungsoptionen sieht, darf eine gesetzliche Krankenkasse die Therapie zahlen.“

Die Ärzte müssen zudem darlegen, warum Cannabinoide zu einer Verbesserung beitragen könnten und dies mit Hinweisen auf Studien belegen. Laut König würden viele Patienten das Betäubungsmittel als pflanzliche und daher “ungiftige” Alternativmedizin sehen. Doch sei Cannabis keineswegs harmlos. “Es gibt mehrere Kontraindikationen, bei denen es die Beschwerden noch verschlimmern kann, darunter Psychosen.”

Legalisierung in Deutschland ?

Und im Falle der Legalisierung von Cannabis möchte die Markenagentur S/Company gleich mit mehreren Produkten deutschlandweit durchstarten. “Von essbaren Luxusartikeln, bis hin zu gesundheitsfördernder Darreichung im Bereich Microdosing, ist alles denkbar“, verrät deren Geschäftsführer Jörg Schneider. In den USA gebe es fast täglich neue Produkte. „Zahlen aus Ländern, in denen Marihuana bereits legal zu kaufen ist, belegen, dass dieser Markt ein Milliardengeschäft ist“, glaubt Schneider.