Medizinwitz des Tages 5. März 2020

Das durchschnittliche Alter, bei dem in Österreich die ersten chronischen Krankheiten auftreten, liegt bei 57 Jahren.

MedUni Wien am 05.03.2020

Unerwünschte Stoffe gelangen in Deutschland unbeabsichtigt in Lebensmittel. Das heißt, niemand tut sie absichtlich hinein, niemand will sie in Lebensmitteln haben, aber sie sind trotzdem drin, weil sie, wie z.B. Dioxine, Quecksilber, Arsen oder Pyrrolizidinalkaloide, in der Umwelt vorkommen. Wenn es um Kontaminanten geht, dann sitzen alle Hersteller in einem Boot, Hersteller konventionell produzierter Lebensmittel ebenso wie Hersteller ökologischer Lebensmittel und Hersteller von Babynahrung. … Lebensmittelsicherheit ist nicht dann, wenn der Grenzwert bei null ist. Das muss allen klar sein.

Lebensmittelverband Deutschland am 05.03.2020

Süßstoffe sind zwar kalorienfrei, aber beim Abnehmen helfen sie kaum.

Diabetes Ratgeber am 05.03.2020

Grundsätzlich muss zwischen Impfschaden und Impfnebenwirkungen unterschieden werden.

Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährung (AGES) am 05.08.2020

77 % der Männer in Österreich und 41 % der Frauen trinken regelmäßig Bier.

Brau Union Österreich AG am 05.03.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Gesundheitskommissar Andriukaitis: „Ugly food is brilliant food !“

Die Lebensmittelverschwendung in der EU mache ihm große Sorgen, sagte der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittel, Vytenis Andriukaitis, im Rahmen eines EU-Bürgerdialoges in Wien. In der EU würden jährlich 88 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll landen, ärgerte sich der Litauer. „Das muss man sich ein Mal vorstellen. Und jedes Land sagt, seine Lebensmittel wären die Besten!“

EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis und Dr. Jürgen Molner in Wien. (Foto: Molner Health Center)

Das sei auch deshalb ein Skandal, weil sich 55 Mio. Europäer nur jeden 2. Tag satt essen könnten. Und es liege auch daran, dass 10 % der Konsumenten Mindesthaltbarkeitsdatum (Qualität) und Ablaufdatum (Gesundheit) verwechseln. „Ugly food“ sei immer noch „brilliant food“, betonte der EU-Kommissar. Auf die Frage vom Molner Health Center, ob denn nicht das Ablaufdatum von den Konzernen bewusst kurz angesetzt würde, sagte Andriukaitis: „Wir schauen uns gerade an, welche Lebensmittel überhaupt so ein Datum brauchen!“

Die Lebensmittelsicherheit betreffend favorisiere der gebürtige Russe und langjährige Chirurg eine Bezeichnung „Made in EU“. Man dürfe nämlich keine Fragmentierung des Binnenmarktes zulassen, sondern müsse diesen fördern. „Alles Andere wäre ein Desaster“, versicherte Andriukaitis. „Es ist bereits an der Zeit, das zu diskutieren.“ Weiters sei Lebensmittelsicherheit nicht ident mit Lebensmittelgesundheit, aber dabei verlasse sich die EU auf die EFSA und ihre Entscheidungen.

Andriukaitis in Wien: “Sitzen ist wie das Rauchen …” (Foto: Molner Health Center)

Und was den Einsatz von Pestiziden angeht, so könne darüber jedes Land frei entscheiden. „Willkommen in der Realität!“ Der 66-jährige Andriukaitis sprang übrigens immer auf, wenn er am Wort war, und ging auch ein paar Schritte. Seine Begründung: „Sitzen ist wie das Rauchen.“ Wie wahr, wie wahr …

Gesundheitspolitik und Prävention: neues Internetportal der EU

Die EU-Kommission hat ein neues Internetportal zur Gesundheitsförderung und Krankheitsvorsorge gestartet, um die Umsetzung von Gesundheitspolitiken in der EU zu unterstützen. Das Webportal biete zuverlässige, unabhängige und aktuelle Informationen zu Themen der Gesundheitsförderung und Prävention von nicht übertragbaren Krankheiten wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Krebs, heißt es dazu in einer Aussendung.

Der neue “Health Promotion and Disease Prevention Knowledge Gateway” der EU. (Foto: MHJ)

Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, dazu: “Die Ernährungsgewohnheiten und der Lebensstil der Menschen haben einen wesentlichen Einfluss auf ihre Gesundheit und Lebensqualität. Deshalb fordere ich die Mitgliedstaaten und Interessengruppen nachdrücklich auf, sich stärker auf die Förderung einer guten Gesundheit zu konzentrieren. Doch manchmal kann das sowohl für Politiker als auch die Öffentlichkeit kompliziert werden, denn es gibt fast zu viele aussagekräftige Fakten über die Themen Ernährung, Bewegung usw..

Und weil wir dazu auch durch ein Meer von Fehlinformationen, Meinungen, Vorurteilen und Mythen navigieren müssen, freue ich mich Ihnen das neue Health Promotion and Prevention Gateway der EU als sozusagen One-Stop-Shop für unabhängige und verlässliche Informationen präsentieren zu können.” Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, sprach von einem Instrument, das mit und für Entscheidungsträger in der EU geschaffen wurde und Hunderte von Forschungspapiere sowie politische Beispiele mitberücksichtigt habe.

Förderung einer gesunden Lebensweise

“Die Informationen sind auf die Bedürfnisse der nationalen politischen Entscheidungsträger zugeschnitten und werden in ein benutzerfreundliches Format gebracht. Das wird dazu beitragen, Gesundheitsrichtlinien auf der Grundlage strenger und objektiver Bewertungskriterien formulieren zu können.” Die Einführung des “Gateway” folgt übrigens der Forderung nach einem gesunden Lebensstil, die am 22. Sept. 2017 in Estland erarbeitet wurde und in den nächsten 2 Jahren einen Fahrplan zur Förderung einer gesunden Lebensweise in Europa vorgebe.