Ohne Omega-3

Ist man nur ein halber Mensch. Eigentlich nicht einmal das, denn Omega-3 ist – wie auch Omega-6 – essentiell. Fehlt dieser lebenswichtige Vitalstoff im Körper, besonders im Gehirn, so ist man tot. Die Schulmedizin übrigens hat die Brisanz dieses Satzes bis heute nicht verstanden. Dieses „ist man tot“. Und wenn man nur die Hälfte der notwendigen Menge Omega-3 isst, dann ist man … ?

Diese „halben Menschen“ begegnen uns überall. Die fahren auch Auto und wundern sich vielleicht über die verzögerte Reaktionsfähigkeit. Wundern sich über die jeweils traurige Stimmung, wundern sich über den Schlaganfall. Und wundern sich ganz sicher, weshalb sie Monat für Monat in die Arztpraxis kommen müssen. Zur Kontrolle, ich weiß !

Lassen Sie mich darum einmal all die Krankheiten aufzählen, die entscheidend von Omega-3, besser gesagt vom Verhältnis Omega-3 zu Omega-6 (Sollwert 1:1, nicht 1:15) abhängen. Die Liste ergibt sich aus anti-inflammatorischen (gegen Entzündung) und neurotropen (für die Nerven) Eigenschaften:

  • Alle chronischen entzündlichen Erkrankungen (u.a. Rheuma, Asthma, Neurodermitis, Hashimoto).
  • Praktisch alle psychischen und psychosomatischen Erkrankungen (u.a. Depression, Ängste, PTBS, ADHS, Schlafstörungen).
  • Neurologische Erkrankungen (u.a. Schmerzen, MS, Demenz, Migräne).
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen und deren Risikofaktoren (u.a. Hypertonie, Hyperlipidämie, Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen)
  • Prävention von Allergien (beim Kind) und perinataler Depression (bei der Mutter).

Fehlt da eine Ihnen bekannte Krankheit? Und die alle soll nur ein Vitalstoff verhindern, vielleicht sogar heilen ? Es bleibt einem nichts Anderes übrig, schaut man in die weltweit größte medizinische Datenbank „Medline“. Gibt man dort das Stichwort „Omega-3“ ein und den Filter „clinical trial“, so erscheinen über 3.000 Links zu wissenschaftlichen Studien mit Omega 3-Fettsäuren. Die lassen sich schwerlich „wegwischen“ …

Kaum ein Medikament ist klinisch-wissenschaftlich so gut erforscht wie Omega-3.

Warum ich das so betone ? Weil ich Ihre Einstellung verändern möchte. Weg von der Abscheu der Kapseln hin zur Liebenswürdigkeit der Natur, die uns mit solch essentiellen Stoffen sogar reichlich verwöhnt … verwöhnen möchte. Heißt übersetzt:

Kaltwasserfisch, Lebertran, Algen.

In dem Zusammenhang berührt mich folgende Zahl besonders: Nur 5 % der deutschen Bevölkerung nimmt regelmäßig Omega-3-Präparate zu sich, während es in den skandinavischen Ländern (also dort, wo es solchen Fisch gibt) etwa 50 % tun. Kann es sein, dass die dort oben den Segen von Omega-3 verspüren oder gar darüber Bescheid wissen, während wir uns in Deutschland über Schmerzen und Entzündungen ärgern ?

QUELLE:  Dr. Volker Schmiedel in OM & Ernährung 2018, Nr. 163

SWR: Immuntherapie vielversprechendste „neue“ Methode gegen Krebs

Im Grunde besitzt jeder Mensch ein Immunsystem, das ihn vor sämtlichen Krankheiten schützt. Dieses Immunsystem besteht zu 100 % aus Eiweiß und braucht zum Funktionieren Vitamine und Mineralstoffe. Man könnte nun annehmen, dass dies bei der Behandlung von Krebs schon ewige Zeiten mitberücksichtigt worden ist. Dem ist aber ganz und gar nicht so! Vielmehr gilt die „Immuntherapie“ neuerdings als gar vielversprechendste Waffe gegen Krebs.

Körpereigene Immunzellen im Einsatz gegen Krebs. (Foto: obs / SWR – Südwestrundfunk)

Wie dies genau funktioniert, wo die Methode bereits eingesetzt wird und welche Erfolge sie verspricht, zeigt der SWR in einer “betrifft”-Folge “Kampf dem Krebs – Was leistet die Immuntherapie?” am 23. Mai 2018 (20:15). Demnach seien Operation, Bestrahlung und Chemotherapie lange Zeit die einzigen Waffen im Kampf gegen Krebs gewesen. Mit der “Immuntherapie” nun würden Schulmediziner versuchen, das Immunsystem des Patienten im Kampf gegen den Krebs einzusetzen. Vor allem bei Hautkrebs gebe es schon beeindruckende Erfolge, aber auch bei Lungen- und Blutkrebs, heißt es von Seiten des SWR.

Vorhofflimmern

Herzrhythmusstörungen können das Leben unerträglich machen. Und auch zum Tode führen. In meiner Praxis besonders häufig: Vorhofflimmern. Haben 5 % aller Senioren. Die Ursachen sind häufig

  • Bluthochdruck und
  • Koronare Herzerkrankung.

Also Folgen eines bestimmten Lebensstils. Warum dann diese News heute? Weil zufällig am selben Tag Dinge passierten.

Sitzt mir ein schlanker, ranker Senior mit Vorhofflimmern (VHF) gegenüber. Hat deswegen selbstverständlich (!) Tabletten bekommen, wurde 3 Mal operiert (Ablatio). Der Erfolg? Ein kleines Blutgerinnsel wurde ins Gehirn gespült. Daraufhin halbseitige Körperlähmung. Die Ehefrau ist verzweifelt. Das ist sozusagen Alltag in jeder Kardiologenpraxis …

Dann am selben Tag eine E-Mail. Auch da geht es um einen „unerträglichen Gesamtzustand“. Also immer wiederkehrendes VHF. Todesangst. Und natürlich kennt man die möglichen Folgen (Blutgerinnsel im Gehirn, Lähmung). Der Patient hatte natürlich nicht nur Kardiologen aufgesucht, sondern auch eine Uniklinik. Und natürlich wurde er auch behandelt. Raten Sie mal wie? Selbstverständlich mit Tabletten und einer Operation. Aber lesen wir doch die E-Mail gemeinsam:

Gestatten Sie mir, sehr verehrter Herr Dr. Strunz, einfach laut und deutlich DANKE zu sagen. Das bei mir diagnostizierte Vorhofflimmern wurde nach langem Konsum von Amiodaron (ein Medikament) mit einer Pulmonalvenenisolation (eine Operation) behandelt. Das führte zu einer leichten Besserung meines oft unerträglichen Zustandes.
Sie aber verordneten mir Kalium über 5 und Magnesium über 1. Seither habe ich nicht nur überlebt, sondern kann auch wieder in die Zukunft planen. Warum weiß das außer Ihnen kein Arzt?

Heißt übersetzt: Patient geheilt. Kein VHF mehr. Keine Todesangst mehr. Kein „unerträglicher Gesamtzustand“ mehr. Der hat einfach auf die Gesetze der Biochemie gehört:

  • Kalium über 5,0
  • Magnesium über 1,0

Und Omega-3 setze ich voraus. Erinnern Sie sich? Schon eine regelmäßige Mini-Dosis Omega-3 verringert VHF um 50 %. Also um die Hälfte !

Warum das sonst kein Arzt weiß? Na, wenn der Kollege Kardiologe im Kopf von Amiodaron besetzt ist, von Beta-Blockern, von Verapamil, Diltiazem, von elektrischer Kardioversion, von AV-Knoten-Ablation … dann wird er sich an sein Biochemiebuch von anno dazumal nicht mehr erinnern. Denke ich.

Sporttreibende Ärzte denken da anders. Die erfahren nämlich im täglichen Training und am eigenen Leib etwas über die Bedeutung von Kalium und Magnesium. Handeln daher auch anders. Möchte bei der Gelegenheit nochmals appellieren:

Die Approbation als Arzt sollte nur bekommen, wer einen Marathonlauf absolviert hat.

Haben Sie die GRUNDIDEE des genannten Beispiels wiedererkannt? Sie können Krankheiten haben, so viele Sie wollen – wenn Sie den restlichen Körper, aber auch das kranke Organ, außerordentlich freundlich behandeln, dann sollten Sie Ihren Körper wieder in Ordnung bringen können. Das geht dann auch, ohne die eigentliche Krankheit beseitigt zu haben. Die wird dann einfach … unwesentlich.