Medizinwitz des Tages 19. August 2020

Aktuell werden sog. Masken-Sünder in Rom mit mindestens 400 € bestraft, in Brüssel mit mindestens 250 € und in Athen und Sofia mit jeweils 150 €. Mit nur 25 € hingegen sind Verstöße gegen den Mund-Nasen-Schutz in Dublin und Luxemburg noch “am billigsten”.

Virusbedarf.de am 19.08.2020

Künstliche UV-Strahlung aus Solarien erhöht nachweislich das Hautkrebsrisiko. Egal wie modern und technologisch hochwertig ein Solariengerät anmutet: Einen Schwellenwert für ein ungefährliches Maß an künstlicher UV-Strahlung gibt es nicht.

ARGE Dermatologische Prävention am 19.08.2020

74 % der Österreicher gelten als Impfbefürworter. Jedoch bezweifeln auch 33 % jegliche Sinnhaftigkeit von Impfungen.

Marketagent.com online reSEARCH GmbH am 19.08.2020

Das “Deutsche Krankenhauszukunftsgesetz” wird nur dann seinem Namen gerecht, wenn es nicht bei einem einmaligen Sonderprogramm bleibt und eine Fördermittelanhebung des Bundes von derzeit 3 auf 5 Mrd. € erfolgt.

Bundesärztekammer am 19.08.2020

Weitere finanzielle Einbrüche werden viele Arztpraxen in Österreich wirtschaftlich nicht überleben.

Österreichische Ärztekammer am 19.08.2020

Abrechnungsbetrug und Korruption im Gesundheitswesen: Ermittler der AOK decken fast 1.000 Fälle auf.

AOK NordWest am 19.08.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Einige Merksätze

Einen meiner wichtigsten Merksätze verdanke ich der Universitätsklinik Erlangen. Dort hieß es:

Strunz, merken Sie sich, der Mensch hat Läuse und Flöhe !

Stammt von meinem hochverehrten Lehrer, Prof. Ludwig Demling … (News 27.05.2014)

Damit ist gemeint, dass jede Krankheit mehrere Gründe hat und nicht nur einen einzigen. Das ist u.a. der fundamentale Irrtum der Schulmedizin. Die geben uns immer Tabletten mit nur einem Wirkungsmechanismus und glauben, damit dem Patienten zu helfen.

Und auch schon das ungewöhnliche Büchlein „Zucker, Blut & Brötchen“ von Robert Krug hatte ich vor kurzem hier schon einmal erwähnt. (News 04.05.2019) Der gute Mann ist Wirtschaftsinformatiker und wurde eines Tages krank. Hat sich dann aber eigenverantwortlich um sich selbst gekümmert und wurde wieder gesund. Ein Resultat davon sind 464 Seiten voller Wissen.

Das Besondere an dem umfangreichen Werk sind die eingestreuten Merksprüche. Die sind es wahrlich wert, auch hier zitiert zu werden. Sozusagen eine Auswahl – ganz ungeniert – der Reihe nach:

  • Für seine Gesundheit, für sein Lebensglück ist man einzig und allein selbst zuständig. (Ulrich Strunz)
  • Merken Sie sich bitte: „Sie können nicht gesund werden, so lange Sie Ungesundes essen“. (Peter Osborne)
  • Im Endeffekt liegt auf unseren Tellern Nahrung, die möglicherweise mehr Schadstoffe als Mikronährstoffe enthält. (Bodo Kuklinski)
  • Der größte Feind der Gesundheit ist die kohlenhydratreiche Ernährung. (Bodo Kuklinski)
  • Fleisch, das von kranken Viechern stammt, wird uns krank machen. (Nasha Winters)
  • Selbst wenn unsere Patienten Ihren Hausärzten derartige Befunde vorlegen (gemeint sind Blutanalysen), ernten sie Unverständnis. Das ist nicht mein Gebiet, da kenne ich mich nicht aus. Na, verdammt noch mal, wer ist denn sonst dafür zuständig. Die Friseurin ? Die Feuerwehr ? (Bodo Kuklinski)
  • Als Arzt im Ruhestand kann ich ehrlich sagen, dass unser offizielles medizinische System hoffnungslos unpassend und/oder korrupt ist. Die Behandlung von Krebs und degenerativen Erkrankungen ist ein nationaler Skandal. (Allan Greenberg)
  • Die Mitochondrien-Medizin ist kausal wirksam und angewandte Naturwissenschaft auf hohem Niveau. (Bodo Kuklinski)
  • Gehen Sie messen! Und gleichen Sie Defizite aus. Das ist der Punkt. (Chris Michalk)
  • Ohne funktionierendes Mitochondrium fällt die Zelle zurück in den Urmodus des Einzellers. Und da galt es, sich so rasch wie möglich zu vermehren, um zu überleben. Genau das ist Krebs. (Rudolf Polzius)
  • Fleisch ist mehr als ein toter Batzen. Fleisch ist mitochondriale Medizin. Kombiniert mit einer pflanzlichen Kost: unschlagbar ! (Chris Michalk)
  • Ein Arzt, der aufhört, sich weiterzubilden, sollte sich nicht länger als Arzt bezeichnen. (Robert Lustig)
  • Alkohol ist ein in Flaschen abgefülltes Pilzgift. (Sid Baker)

Wie gesagt, ist nur eine Auswahl. Das mit dem Pilzgift finde ich besonders nett. Denn erst so ein Pilz – Botrytis – hat mir die Welt des Weines offenbart. Vom edelsten Wein der Welt hab‘ ich auch noch ein Fläschchen von 1927 im Keller. Den trinke ich an meinem 100. Geburtstag !

Korruption in der Medizin

Es ist ein Skandal, der Millionen Menschen zu früh sterben ließ. Darunter meine Mutter. Gestorben am kläglichem Versagen der Schulmedizin, also der etablierten Medizin, die der zivilisierten Welt über 50 Jahre lang predigte, dass

der Feind unserer Gesundheit nicht Zucker ist, sondern Fett.

Es musste dann wieder einmal ein Zahnmediziner kommen, und zwar Herr Prof. Dr. Roland Frankenberger, Chefredakteur der Zeitschrift QUINTESSENZ (2018; 69 (1):3, Editorial), der in kriminalistisch präziser Kleinarbeit die Hintergründe für dieses fatale „Missverständnis“ rekonstruiert hat.

Prof. Dr. Frankenberger wurde übrigens 2017 richtig bekannt, als er beim deutschen Zahnärzte-Tag den Satz sagte: „Zucker ist der neue Tabak und verbindet als der „common risk factor“ schlechthin Medizin und Zahnmedizin wie kein 2. Stoff.“ Und der soeben enthüllt, dass

hinter dem falschem Feindbild Fett nicht etwa ein Irrtum steckt, sondern Korruption !

Korruption in der Medizin … Lassen Sie mich daher aus dem EDITORIAL von Prof. Dr. Frankenberger einfach die Fakten wörtlich abschreiben. Meines Erachtens sind diese exemplarisch. Exemplarisch für den Umgang der Schulmedizin mit Fakten:

1967 veröffentlichten renommierte Ernährungswissenschaftler der Harvard University School of Public Health in der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift New England Journal of Medicine eine Studie über Kohlenhydrate und den Cholesterinstoffwechsel (s. N Engl J Med 1967; 277:186-192 und N Engl J Med 1967; 277:245-247). So weit, so gut.

Die Herren hatten jedoch in ihrer Schlussfolgerung einen fundamentalen Hinweis weggelassen. Eine Ende 2016 publizierte Analyse historischer Dokumente belegt, dass die Harvard-Forscher damals dafür bezahlt wurden, ein wichtiges Detail der Studie einfach nicht zu erwähnen – und zwar den Einfluss einer zuckerreichen Ernährung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen (s. JAMA Intern Med 2016; 176:1680-1685).

Es ist mehr als eine Randnotiz, dass die Wissenschaftler neben der finanziellen Unterstützung für die Studie auch noch persönliche „Honorare“ von jeweils 50.000 Dollar bekamen.

Als man in den 1960er Jahren in den USA rasant steigende Herzinfarktzahlen feststellte, gab es zunächst 2 Theorien: Yudkin beschuldigte den Zucker (s. Lancet 1964; 2:4-5), Keys hingegen Cholesterin und gesättigte Fettsäuren (s. Cardiol Pract 1962; 13:225-244).

Nach ersten, den Zucker deutlich belastenden Studien Mitte der 1960er Jahre, wollte die Zuckerindustrie eine Untersuchung veröffentlichen, die Herzerkrankungen nicht mit dem Zucker, sondern mit Cholesterin und Fett in Verbindung brachte. Das Resultat dieses Vorhabens war die erwähnte Veröffentlichung von 1967.

Die verschwieg zwar nicht komplett, dass auch Zucker mit der Häufigkeit von Herzinfarkten in Verbindung steht, aber in der Schlussfolgerung der Studie wurde der Passus gestrichen. Folglich blieben Cholesterin und Fett als Schuldige über. Und diese Studie hat die Ernährung der westlichen Welt dann über fast 50 Jahre lang dominiert.

Wie gesagt: Solch eine klare Zusammenfassung hätte ich mir von einem deutschen Internisten gewünscht. Nein, es musste wieder einmal (wie schon  so oft in der Vergangenheit) ein Zahnmediziner kommen …

Pharmafirmen sponsern Österreichs Ärzte mit 22 Millionen € im Jahr

Laut Transparency International – Austrian Chapter (TI-AC) gilt das Gesundheitswesen eines Landes als besonders korruptionsanfällig. Daher hatten sich 2013 die Pharmafirmen im europäische Branchenverband EFPIA verpflichtet, „Zuwendungen“ an medizinische Einrichtungen wie auch Ärzte offen zu legen. Auch Österreichs Branchenverband Pharmig hatte sich 2014 dazu bekannt, nur geschah laut TI-AC bisher aber so gut wie nichts. „Von den 22,4 Mio. €, die 2015 direkt an Ärzte flossen, wurden nur 3,8 Mio. € mit dem Namen des Empfängers publiziert“, kritisiert Österreichs Vorsitzende Eva Geiblinger.

Österreichs Pharmafirmen sponsern aber auch Patienteninitiativen ... (Infografik: LBI HTA / mmp; www.multimediaproduktione)
Österreichs Pharmafirmen sponsern aber auch Patienteninitiativen … (Infografik: LBI HTA / mmp; www.multimediaproduktione)

Die Offenlegung der übrigen 18,6 Mio. € sei „aggregiert ohne Namens-nennung“ erfolgt. Laut Geiblinger begrüßt das TI-AC die freiwillige Initiative des Pharmig, jedoch zeige diese – wie befürchtet – kaum Wirkung. „Daher ist eine verpflichtende gesetzliche Regelung analog zum Sunshine Act in den USA dringend notwendig.“ So hätten 2015 „nur 69 von 115“ Pharmig-Mitgliedern ihre Geldleistungen an das heimische Gesundheitswesen auch offen deklariert.

Für TI-AC sei diese Praxis schlicht „Augenauswischerei“. Der Branchen-verband Pharmig reagierte in einer Aussendung auf die Vorwürfe und sprach von einem erst eingeleiteten „Kulturwandel“. Beim Geld gebe es in Österreich schnell eine Neiddebatte, so deren Generalsekretär Jan Huber. Zudem mache das geltende Daten-schutzrecht die Einwilligung der begünstigten Ärzte notwendig. Laut Pharmig sei an der (kritisierten) Zusammenarbeit aber ohnehin „nichts Verwerfliches“ zu finden.