Medizinwitz des Tages 4. September 2020

Immer wieder wird versucht, den großartigen Einsatz der Ärztinnen und Ärzte in Österreich in der Zeit der Covid-19-Pandemie klein zu reden.

Österreichische Ärztekammer am 04.09.2020

Die Ärztekammer für Niederösterreich fordert Gesundheitsminister Anschober auf, nicht ständig öffentlich Ärzte gegen Apotheker auszuspielen, sondern das Gemeinsame in den Vordergrund zu stellen und endlich Möglichkeiten einer gesetzlich sinnvollen Kooperation zwischen den beiden “Gesundheitsplayern” zu ermöglichen.

Ärztekammer für Niederösterreich am 04.09.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 14. Juni 2019

Für die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente und Therapien ist der Austausch zwischen Pharmaunternehmen und Ärzteschaft, Apothekern, Spitälern sowie Forschungsinstitutionen und Patientenorganisationen unverzichtbar. Denn nur im steten Erfahrungsaustausch können neue Therapien entwickelt und erprobt sowie bestehende verbessert werden. Daraus ergeben sich verschiedene Kooperationen zwischen der Industrie und diversen Leistungserbringern, die angemessene Vergütungen nach sich ziehen.

scienceindustries am 14.06.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder die Konsequenz “absurd” ist …

Acne inversa: Behandlung in Deutschland „eindeutig optimierbar“

AbbVie Deutschland und Die Schwenniger Krankenkasse haben in einer Aussendung „Defizite“ bei der Behandlung von Acne inversa moniert. Dazu gehören u.a. jahrelange Irrwege bis zur richtigen Behandlung, langwierige Wundheilungen und Depressionen als häufige Begleiterkrankung. Beide wollen nun „neue Ansätze“ für eine bessere Versorgung erarbeiten.

Foto: obs / AbbVie Deutschland GmbH / H. Schacht

In der Analyse wurden auch „Auffälligkeiten“ in verschiedenen Leistungs- und Kostenbereichen bestätigt und zudem festgestellt, dass „die medizinische Versorgung bei dieser Krankheit eindeutig optimierbar ist“. Im Rahmen der Kooperation würden, so Christoph Hagenlocher von AbbVie Deutschland, digitale Ansätze wie Data Mining und neuronale Netzwerke eine wichtige Rolle spielen. “Das Projekt zeigt, dass Pharmafirmen und Krankenkassen auch jenseits von Rabattverträgen innovativ kooperieren können.”

Und selbst der Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD), der sich als Innovationsmotor in diesem Bereich versteht, begrüßt die digitalen Technologien zur Verbesserung der Versorgungsqualität. Acne inversa, auch Hidradenitis suppurativa genannt, sei eine schmerzhafte, chronisch-entzündliche, systemische Hauterkrankung. Diese trete „typischerweise“ tritt sie in Form von Knoten, Abszessen, Fisteln und Vernarbungen in den Achselhöhlen auf, in der Leiste wie an Brust, Gesäß und der Innenseite der Oberschenkel.

10 Jahre bis zur Diagnose

Oft seien die Hautveränderungen mit starken Schmerzen verbunden und würden von den Betroffenen als sehr belastend und einschränkend empfunden. Meistens dauert es auch sehr lange, bis die Erkrankung diagnostiziert wird: Nach der Erstbesuch beim Arzt vergehen in Deutschland bis zur Diagnose über 10 Jahre …!

Verändert Regenerative Medizin die Gesundheitsbranche radikal ?

Regenerative Behandlungsmethoden wie die Stammzell- oder Gentherapie versprechen eine vollständige Heilung von Krankheiten, die mit Arzneimitteln bisher nur behandelt werden konnten. Trifft das ein, so wird das laut den Unternehmensberatern von Roland Berger, für die Gesundheitsbranche einen radikalen Wandel mit sich bringen – ganz besonders für die Pharmaindustrie. Denn deren Geschäftsmodell basiert auf der mitunter jahrelangen Einnahme von Medikamenten.

Rosige Zeiten für die Regenerative Medizin … (Infografik: obs / Roland Berger)

Hingegen werden regenerative Behandlungsmethoden hauptsächlich von Kliniken und speziellen Anbietern entwickelt. Roland Berger zufolge scheint die Pharmaindustrie also “einen Markt neuer Therapien” zu verschlafen, der rasant wächst. Von 2020-2025 voraussichtlich um sogar 33 % pro Jahr. Die Regenerative Medizin wird hauptsächlich von Biotech-Firmen betrieben und verspricht neue Therapien für Krankheiten wie Krebs, genetische Anomalien oder Autoimmunerkrankungen. Schon jetzt erlaube es etwa die Stammzelltherapie, geschädigtes Körpergewebe zu erneuern (bis hin zum Ersatz ganzer Organe). Damit, so Roland Berger, verschiebt sich der Fokus von der Behandlung bestimmter Krankheiten hin zur Heilung!

Derzeit habe der Markt für Regenerative Medizin weltweit ein Volumen von 20 Mrd. €. Bis 2025 dürften es 130 Mrd. € sein, ergab die Studie “Regenerative medicine – The next generation of therapeutic products is set to shake up the pharmaceutical world”. Regenerative Behandlungen würden zudem für Patienten maßgeschneidert und müssten auch vor Ort durchgeführt werden. Roland Berger rät daher Pharmakonzernen zu Partnerschaften mit Biotech-Firmen und klinischen Forschungsgruppen sowie ihre Infrastruktur zu überdenken. Für die Regenerative Medizin sei es wichtig, dass Produktion und Anwendung eng kooperieren – auch räumlich.