Medizinwitz des Tages 15. Januar 2021

Nur mehr 56,5 % der Menschen in Deutschland verlassen sich laut einer Umfrage der Apotheken Umschau voll und ganz auf die Entscheidungen des behandelnden Arztes. Somit gibt es in deutschen Arztpraxen auch Konfliktpotenzial: Z.B. haben fast 20 % der Patienten schon einmal mit ihrem Arzt über eine Therapie gestritten, weil sie etwas Anderes über die Behandlung gelesen hatten, als der Arzt empfohlen habe. Weiters meinen 28 % der Patienten, dass ihr Arzt es “eher ungern” sieht, wenn seine Therapieentscheidungen hinterfragt werden. Und 32 % sagen, dass ihr Arzt seine Entscheidungen schon erklären würde, jedoch auf die Wünsche des Patienten kaum eingehe.

Apotheken Umschau am 15.01.2021

Die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie wichtig die Vernetzung aller Stakeholder im Gesundheitssystem für die Behandlung von Krebs ist.

Novartis Austria GmbH am 15.01.2021

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Psychische Erkrankungen: 10 Tipps für Unternehmen zum Gegensteuern

Wegen psychischer Erkrankungen nehmen in Firmen nun schon seit Jahren die Arbeitsunfähigkeitstage zu. Auch die Anzahl an diesbezüglichen Krankenständen hält die GS Consult GmbH für „alarmierend“: Mit mehr als 17 % kamen 2016 nämlich die psychischen Erkrankungen erstmals an 2. Stelle. Nur übertroffen vom Muskel- und Skelett-System mit 22,2 %. Solche Ausfallzeiten sind für Unternehmen natürlich eine hohe finanzielle Belastung.

Foto: obs / GS Consult GmbH / B. Jackson

Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden sich bis 2030 die dadurch verursachten direkten Kosten in Deutschland auf rund 32 Mrd. € belaufen. Darum auch sind Firmen seit 2013 ausdrücklich dazu verpflichtet, bei der vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsbedingungen auch psychische Belastungen zu berücksichtigen. Giovanni Sciurba von GS Consult hat für Führungskräfte folgende 10 Tipps für die Praxis im Firmenalltag parat:

(1) Durch eine Verbesserung der Arbeitsabläufe mit klaren Aufgaben lässt sich das Stressempfinden der Mitarbeiter reduzieren. (2) Ein bewusster Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln – wie z.B. Verzicht auf E-Mails nach Feierabend – nimmt ebenfalls Druck. (3) Bei Veränderungsprozessen im Unternehmen sollte stets offen und transparent kommuniziert werden. (4) Voraussetzung für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit ist die Wertschätzung der Arbeitnehmer durch eine faire Gehalts- und Personalpolitik sowie einer Kommunikation auf Augenhöhe.

Tipps 5-10

(5) Große Bedeutung für das psychische Wohlbefinden hat die Einbindung in Entscheidungsprozesse. (6) Vorgesetzte sollten die Beschäftigten immer entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten, Stärken und Interessen einsetzen. (7) Das Definieren von Zielen und Perspektiven in Entwicklungsgesprächen erhöht die Motivation der Angestellten. (8) Durch die Personalplanung sollte vermieden werden, dass Beschäftigte oft Überstunden machen müssen. (9) Bei Konflikten sollten Führungskräfte hinhören und zu Lösungen beitragen. (10) Eine ausgewogenen Work-Life-Balance kann die Mitarbeiter langfristig gesund und zufrieden erhalten.