Apotheken für mehr Gesundheits- und Arzneimittelkompetenz in Österreich

Mit dem Anspruch „Sicher? Nur mit Ihrer Apotheke“ starten die Österreichische Apothekerkammer, der Österreichische Apothekerverband und der Verband angestellter Apotheker Österreichs erstmals zusammen eine Informationsoffensive zur Steigerung der Gesundheits- und Arzneimittelkompetenz. Denn obwohl die Alpenrepublik eines der besten Gesundheitssysteme der Welt habe, sei das Land „bei diesem Thema unter den Schlusslichtern in Europa“.

Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr (Apotherkammer) und Mag. Jürgen Rehak vom Apothekerverband … (Foto: P. J. Hartberger)

So betonen auch alle Apothekenverbände Österreichs in einer Aussendung, dass hierzulande im Zusammenhang mit der Beschaffung und Einnahme von Medikamenten „zahlreiche Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung“ bestehen. Zudem seien rezeptpflichtige Medikamente aus dem Internet in der Alpenrepublik verboten. „Mit deren Kauf unterstützt man kriminelle Netzwerke und gefährdet seine eigene Gesundheit“, so die Branchenvertreter. Und selbst Nahrungsergänzungsmittel könnten falscher Einnahme bzw. Dosierung „ernstzunehmende Folgen“ haben.

Demnach könne ein scheinbar harmloses Schlucken von Aspirin für Kleinkinder lebensbedrohlich werden. Und die Gesundheitsrisiken durch Polymedikation bei älteren Menschen würden ohnehin schon die sprichwörtlichen Spatzen von den Dächern pfeifen. „Bereits ab 6 verschiedenen Medikamenten steigt das Risiko für einen Spitalsaufenthalt durch falsche Einnahme rasant an“, betonen die Pharmazeuten. Nicht umsonst also könnten 95 % der Bevölkerung die nächste Apotheke „innerhalb von 10 Minuten“ erreichen.