Wann haben Sie gelebt ?

Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens, die kann ich Ihnen sagen. Gründet auf einer höchst hinterhältigen Frage, gewachsen aus den Büchern des Russen P. D. Ouspenskys, einem Schüler von G. I. Gurdjieff. Beides Vertreter einer exklusiven esoterischen Gemeinschaft. Und diese Frage lautete:

Was haben Sie am 24.05.2003, nachmittags, gemacht ?

Die Antwort ist dann zumeist: „Also hören Sie mal, das weiß ich doch nicht mehr. Das hab‘ ich doch längst vergessen.“ Einverstanden. Nun könnte man aber auch noch Hunderte andere Nachmittage abfragen, die Antwort wird wohl immer dieselbe sein.

Jetzt wieder Ouspensky: „Sie erinnern sich nicht ? Der Nachmittag war also völlig unwichtig ? Es ist also völlig egal, ob Sie damals am Leben waren oder nicht, oder?“

Das provoziert natürlich Widerspruch. Kein Mensch kann sich Jahrzehnte zurück an bestimmte Vor- oder Nachmittage seines Lebens erinnern …  „Ja eben !“, würde Ouspensky entgegnen. “Ihr ganzes Leben war offenbar nicht wichtig, sinnlos, umsonst. Anderenfalls würden Sie sich doch erinnern !”

DOCH jetzt kommt die wirkliche Gemeinheit. Ouspensky würde Sie sehr richtig darauf hinweisen, dass

… es einige wenige Momente in Ihrem Leben gibt, vielleicht 10 Augenblicke, die sich Ihnen unauslöschlich eingeprägt haben. Die Sie jederzeit abrufen könnten. Und zwar komplett abrufen – nicht nur das Bild, das Erleben, sondern auch den Duft, den Geschmack, das Glücksgefühl des damals Erlebten.

Unbestreitbar gibt es im Leben eines jeden Menschen solche Momente. Die fallen einem auch spontan ein ! “Sehen Sie”, würde Ouspensky sagen, “in diesen seltenen Momenten haben Sie gelebt. Waren präsent. Haben etwas erlebt, an das Sie sich noch Jahre später erinnern. Werden es vielleicht auch nie mehr vergessen.

Das Geheimnis des Erinnerns ist laut Ouspensky

LEBEN.

Und alles Andere daher ein (fremdbestimmtes) Vor-sich-hin-Dösen. Ein „Leben“ als Maschine. Als austauschbarer Roboter ? Da könne man es gleich sein lassen, denn jetzt die 2. Gemeinheit:

Warum sind Sie nicht ständig „am Leben“ ? Warum erinnern Sie sich nicht ständig an alles? Sind präsent und machen jeden Augenblick bedeutsam ?

Ouspensky behauptet, das könne man lernen. Darum auch diese ganze esoterische Schule. Hat mir damals mit 18 Jahren sehr eingeleuchtet. Nur, der Weg zu diesem Lebensverständnis war mir nicht gangbar. Hat etwas zu tun mit Kloster, jahrzehntelanger Meditation und so weiter zu tun. Das liegt mir nicht … Also habe ich den Gedanken damals abgeschlossen und vergessen.

Bis zum Abend des 09.03.1989. Da lag ich nach meinem 1. Ironman auf Neuseeland im Bett und … verstand Ouspensky ganz plötzlich. Denn ich konnte die ganzen 12 Stunden des Wettkampfes Minute für Minute abrufen. Mir wieder erzählen. Sie durchleben. Kurz gesagt: Ich konnte mich ERINNERN !

Bis zum heutigen Tage. Das heißt, Ouspensky hat recht. Man kann sich sehr wohl erinnern. Oder anders gesagt: Dazu braucht es keine esoterische Schule und jahrzehntelange Bemühungen, sondern dazu genügt ein

Ironman.

Warum ? Weil man in diesen Stunden tatsächlich oder sogar “endlich” lebt. Dahinter steht das Wort „Flow“. Das sollten Sie inzwischen kennen. Dieses unbedingte Fokussieren, die gänzliche Auflösung in der Tätigkeit, das Verschmelzen mit der Welt. Und dann die Erinnerung. Ewig ! Aus dieser Einsicht übrigens, entstand dann mein Rezept: Wie mache ich Flow ?

Wem Sie glauben sollten ?

“Es gibt Praktiker, Gewinner und die Akademiker” hießen z.B. die News vom 13.11.2018. Und wenn es um Ihr Leben geht ? Wenn es um Ihre Familie geht ? Wenn es um Ihre Altersversorgung geht ? An wen wenden Sie sich dann, wem glauben Sie dann ? Den Medien ? Politikern ? Diversen Hotlines ?

Da hab’ ich eine wesentlich bessere Idee und erzähle Ihnen eine kleine Geschichte. Gefunden in dem Büchlein “Panikattacken loswerden” von Klaus Bernhardt. Herr Bernhardt ist ein sehr pfiffiger Heilpraktiker, der auch genau das macht, was er mit seiner Berufsbezeichnung behauptet: Er heilt tatsächlich.

Dann mal los:

Ein Bekannter kam … dort mit einem Vermögensberater ins Gespräch, der ihn am Ende einer angeregten Unterhaltung fragte, ob sie sich noch mal treffen könnten. Er hätte da noch die ein oder andere Idee, wie sich die Ersparnisse meines Bekannten schnell vermehren ließen. Da der Vermögensberater ein sympathischer Typ war, willigte mein Bekannter ein und man traf sich eine Woche später in einem Café. Und während beide auf Ihren Cappuccino warteten, sagte mein Bekannter: „Bevor wir losgehen, habe ich 2 wichtige Fragen an Sie: Erstens, wie lange machen Sie das schon, also wie viel Erfahrung haben Sie in diesem Bereich ?”

Der Vermögensberater erzählte stolz, dass er schon fast 20 Jahre in der Vermögensbranche arbeitet, nannte auch 2 namhafte Beratungsgesellschaften, für die er jahrelang tätig gewesen war, und brüstete sich damit, dass es wohl kaum einen Zweiten in der Region gäbe, der diesen Markt so gut überblicken könnte wie er.

“Das ist prima”, sagt mein Bekannter erfreut und stellte seine 2. Frage: “Wie viele Millionen besitzen Sie bereits ?” Sein Gegenüber starrte ihn verwundert an, räusperte sich und antwortete: “Nein, nein, verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch. Hier geht es nicht um mich, sondern wir treffen uns doch heute, weil Sie Ihr Geld vermehren wollen.” Darauf sagte mein Bekannter: “Nein, nein, verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch. Wenn Sie so gut sind, wie Sie behaupten, und diesen Job auch schon fast 20 Jahre lang machen, dann müssten Sie sich doch in der Zwischenzeit auch ein beachtliches Vermögen erwirtschaftet haben. Falls nicht, dann wissen Sie offensichtlich nicht genau, was Sie da empfehlen, und sind dann definitiv der Falsche für mich.”

Wenn Sie von jemandem einen Rat annehmen, egal ob es um Geld geht, ein schönes Reiseziel oder die Gesundheit, dann

SOLLTEN SIE NUR AUF JEMANDEN HÖREN, DER (1.) WEISS, WOVON ER SPRICHT, UND DER (2.) AUCH ENTSPRECHENDE ERFOLGE VORWEISEN KANN.

Wem glauben Sie also, wenn es um Ihre Gesundheit geht ? Einem übergewichtigen, grauhaarigen Arzt mit Brille ? Dem Internet ?

Nun, hier mein Ratschlag:

  • Glauben Sie einem Arzt, der Gesundheit persönlich vorlebt ! Einem Arzt und 19-fachen Ironman. Der auch Dutzende Marathons in den Beinen hat. Der kennt sich mit Gesundheit sicherlich bestens aus …
  • Wenn es um den Beruf geht, den Erfolg und die Vermögensbildung, dann könnten Sie ebenfalls einem bestimmten Arzt glauben, der einen gewissen Lebenserfolg verzeichnen kann: Rund 100 TV-Auftritte, über 1.000 Vorträge und Seminare, Bücher in 16 Sprachen, Millionen verkaufter Exemplare … Meinen Sie nicht, der hat bewiesen, dass er etwas kann, etwas weiß und etwas zu sagen hat ?
  • Und wenn es schließlich um die Familie geht, die Lebensfreude und Lebensenergien, dann wäre vielleicht ebenfalls ein Arzt mit 40-jähriger, glücklicher Ehe und 2 (schlanken) Kindern ziemlich glaubhaft. Und an den Kindern erkennt man die Eltern, heißt es im Volksmund: Beide Marathonläufer, kariesfrei und bald Doktoren. Der Sohnemann bereits Dozent.

Fakten sind nun einmal Fakten … Ich habe darum auch nur einen kleinen, überschaubaren Freundeskreis. Sie verstehen – oder ?

Es gibt Praktiker, Gewinner und die Akademiker

Ein Six-Pack ist das, was Sie sozusagen auf jeder Ausgabe des Magazins Men’s Health sehen. Der sog. Waschbrettbauch ist der  Inbegriff männlicher Schönheit, männlicher Kraft. Gleichsam das Ziel eines jeden echten Mannes. Genau das suggeriert uns diese Zeitschrift. Gleichzeitig ist ein Six-Pack auch der Inbegriff kompletter Gesundheit.

Wer solch einen entwickelten Six-Pack hat, der muss einfach schlank, fit, fröhlich, gesund sein. Irgendwie haben wahrscheinlich wir alle dieses Bild in uns verankert. Dazu hatte ich Ihnen einmal ein Geheimnis verraten (News 23.09.2018): Mein Physiotherapeut lächelt bei dem Wort Waschbrettbauch immer. Der meint, Bauchmuskeln habe ohnehin jeder. Leider würden aber die meisten Menschen diese recht gschamig und effektiv mit einer Fettschicht verhüllen.

Stimmt das wirklich so ? Also habe ich bei Mister Six-Pack nachgelesen. Der außergewöhnliche Mann heißt Christian Rumerskirch und ist staatlich diplomierter Fitnesstrainer. Der hat als Fachmann freilich eine differenzierte Sicht. Ich zitiere:

Der Begriff SIX-PACK wird oftmals falsch verstanden – und zwar primär im trainingstechnischen Bereich !

Wenn es darauf ankommt, sich ein Six-Pack anzutrainieren, dann geht es in erster Linie darum, ein sichtbares Profil der geraden und der schrägen (in erster Linie der äußeren schrägen Bauchmuskulatur) zu entwickeln.

Dazu liest man immer wieder Hinweise oder Ratschläge in Bezug auf Ernährung oder eine bestimmte Art von “Diät” wie auch von einer Erhöhung des Energieumsatzes durch Krafttraining oder „Cardio-Training“. Das Argument dazu lautet, dass zwar jeder Mensch Bauchmuskeln und damit das begehrte Six-Pack hat, es aber wegen der darüber liegenden Fettschicht niemals zu Gesicht bekommt. Das stimmt !

Doch leider kann ich aber aus meiner über 15-jährigen Erfahrung als Trainer im Bereich Kraft und Fitness sagen, dass die Mehrzahl der erwähnten Personen keine gut entwickelte Bauchmuskulatur hat ! Wenn es also um die Entwicklung einer soliden kräftigen Bauchmuskulatur – dem sog. Six-Pack – geht, müssen die Bauchmuskeln richtig trainiert werden!

Der menschliche Körper weist anatomisch 5 verschiedene Bauchmuskeln auf ! Allein um Trainingsreize in allen diesen Muskelgruppen zu setzen, ist ein Minimum von 10 verschiedenen Übungen notwendig ! Um den Bauch effektiv zu entwickeln, sind Kenntnisse über die einzelnen „Kompartimente“, und damit auch der unterschiedlichen Belastungsrichtungen und Drehachsen notwendig!

Mit ein wenig Variation kommt man da sofort auf 20 und mehr Übungen, um die Bauchmuskulatur gezielt zu trainieren. Wenn man jetzt noch die Standardausstattung eines Fitnessstudios oder nur ein paar Kleingeräte hernimmt, sind einem abwechslungsreichen Bauchmuskeltraining keine Grenzen mehr gesetzt.

Sie merken schon: Kaum spricht der Fachmann, wird’s kompliziert. Und selbstverständlich haben solche Experten immer Recht. Besonders dann, wenn sie es selbst vorleben. So wie Christian.

Warum ich darüber schreibe? Weil dahinter eine Botschaft steckt. Kurz und knapp in nur einem Satz:

Rumerskirch isst strikt keto …

Hätten Sie das gedacht? Null Kohlenhydrate ! Das Gegenteil wird Ihnen wohl in jedem Fitness Center geraten, damit Sie

  • besser trainieren könnten und
  • Insulin zum Muskelwachstum benutzen.

Nur, wenn ich mir dann das Ergebnis anschaue: In meiner Sprache „teigige Muskeln“. Außen von Fett überzogen und innen sicher auch voller Fettinseln. Die widersprechen meinem Schönheitsideal. Da bin ich voll der Meinung von Christian Rumerskirch. Der sehr wohl manchmal auch „die Sau raus“ lässt. Und dann für ein paar Tage LOGI lebt.

Ich glaube, wir werden noch mehr von diesem Wundertrainer hören auf den nächsten Keto-Kongressen !

Oder haben Sie den Ironman Hawaii 2018 gesehen ? Sieger wieder Patrick Lange. Unvergleichlich, unvergesslich sein Laufstil. Und wie sieht sein alltäglicher Vormittag aus ?

Als Frühstück einen Espresso,
dann 4 Stunden radfahren,
dann einen Eiweiß-Shake und
dann ab zum Schwimmen.

Es gibt eben die Praktiker, die Gewinner und dann gibt es die Masse der Akademiker in den Universitäten. Für die Letztgenannten die ketogene Ernährung „schwach macht“, zu „Muskelschwund“ führt. Meint z.B. Frau Dr. Jutta Hübner von der Deutschen Krebsgesellschaft. Den vermeintlich keto-bedingten Muskelschwund besichtigen Sie bitte an Christian Rumerskirch !

Ausdauer kann man essen

Es gewinnt normalerweise der mit der größeren Ausdauer – im Sport wie am Schreibtisch. Und … Überraschung: Das hat nur mäßig was mit Ihrem Willen zu tun oder mit Ihrem Training ! Denn Ausdauer bekommt man sozusagen von der Natur geschenkt. Die kann man nämlich essen. Und wenn sie dann da ist, die Ausdauer, dann sollte man natürlich auch von ihr Gebrauch machen. Zum Beispiel laufen. Täglich !

Warum Sie aber meistens zu wenig Ausdauer haben ? Weil Ihnen die körperliche („stabile“) Basis fehlt. Damit meine ich die richtigen Körpermoleküle. Ohne die Ihr Körper, Ihr Geist, einfach nicht optimal funktionieren kann. Und weil ich ein praktischer Arzt bin, folgen hier – wieder einmal – ein paar praktische Tipps für mehr Ausdauer:

No Carb: Führt zur Neubildung von Mitochondrien und verbessert deren Funktionalität. Heißt: Erhöht deren Energieproduktion und stimuliert PPAR-delta, ein Transkriptionsfaktor für die Steuerung der Fettverbrennung und – ganz wesentlich – der Ausdauer.
Ferritin: Der Eisenspeicher – soll bei der Frau mindestens 60 betragen, beim Mann mindestens 130. Unter 300 bin ich wettkampfmäßig nie angetreten. Genügend Eisen versorgt den Muskel auch noch nach 35 km mit Sauerstoff …
Magnesium: Das Sportlersalz produziert mehr Kraftwerke pro Zelle und damit mehr Ausdauer.
Omega-3: Stimuliert 4 Stoffwechsel-Enzyme und damit den entscheidenden VO2 max.
BCAA: Diese 3 Aminosäuren vermehren die Anzahl der Kraftwerke pro Muskelzelle. Steigert die Regeneration. Dadurch kann man häufiger und länger trainieren.
Taurin: Stimuliert PPAR-delta. Kennen wir schon! Das lässt Ihre körperliche Ausdauer „ins Unendliche“ wachsen. (News vom 05.10.2015)
Leucin: Diese Aminosäure vermehrt Mitochondrien in der Muskelzelle wie auch in der Fettzelle. Stimuliert auch die Sauerstoffverwertung und damit die Ausdauer. Mehr Leucin oder anstrengend trainieren ? (News vom 08.05.2015)
Tyrosin: Diese Aminosäure stimuliert Dopamin und Noradrenalin. Macht wach, konzentriert, leistungsstark und lässt Sie einen Ironman mit einem Lächeln durchfliegen.

So. Auf geht’s … !

Zufrieden oder glücklich ?

Manchmal fliegen einem Bücher zu, die die Seele erschrecken lassen. Solch ein Büchlein hat mir soeben Hubert Schwarz geschenkt. Sie wissen schon: Jener Extremsportler, der mich zum Ironman gemacht hat. Dem ersten deutschen RAAM-Finisher (Wissen Sie, was das ist?). Der mit dem Rad um Australien und dann 1 Mal um die Welt fuhr. Und neuerdings zum Frühstück ziemlich regelmäßig den Kilimandscharo besteigt.

Schickt mir also ein Büchlein von Hermann Scherer. Der studierte Betriebswirt schrieb u.a. „Sie bekommen nicht, was Sie verdienen, sondern was Sie verhandeln“, „Spielregeln für die Pole-Position“ und eben „Gückskinder“. Und man merkt schon beim Durchblättern, dass der Mann offenbar viel nachgedacht hat. Im Untertitel heißt es: Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen? Mich hat dann folgende Passage tief berührt.

Ich zitiere einfach aus GLÜCKSKINDER:

Wir wollen einmal 100 Menschen von der Geburt bis ins Alter begleiten. Stellen Sie sich dabei vor, Sie springen am 63. Geburtstag all dieser Leute aus einer Torte mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch!“ und der Frage: „Betrachten Sie Ihr Leben als Erfolg?“ Wie viel Prozent würden mit einem Ja antworten?

Tatsächlich tun das nur 41 % und 36 % können die Frage leider gar nicht mehr beantworten, weil sie schon gestorben sind. Laut „the books of lists“ bleibt nur ein einziger Mensch davon übrig, der voller Freude herausschreien kann: „Halleluja! Ich bin eine einzige verdammte Erfolgsgeschichte!“ Und wenn Sie sich so umschauen, dann lässt sich das subjektiv auch bestätigen.

Aristoteles wiederum nannte Glückseligkeit das einzige Ziel, das um seiner selbst willen erstrebenswert ist – also das Ziel aller Ziele. Er sprach nicht von Zufriedenheit ! Glück ist folglich ein Maßanzug. Die meisten Menschen sterben aber in abgetragenen Anzügen von der Stange oder aus dem Second-Hand-Laden …

Dabei kommt jeder liebend und lernend zur Welt. Uns wurde das Paradies geschenkt. Wir dürfen es ertasten, erschnuppern, schmecken. Die Welt kennenlernen, ein Leben lang lernen. Doch was machen wir? Wir opfern das Paradies nach und nach: den Umständen, der Schule, der Karriere, der Familie. Wir sind keine Selbstliebhaber und wir sind auch keine Weltliebhaber. Wir sitzen vielmehr hinterm Ofen und kleben Rabattmarken. Und entscheiden uns dafür, zufrieden zu sein – statt glücklich !

Ich weiß schon heute, dass ich unzufrieden sterben werde, denn ich war mein Leben lang immer unzufrieden. Ja, die Unzufriedenheit hält mich am Leben, denn so gibt es immer etwas zu verbessern, immer etwas zu tun. Die Unzufriedenheit treibt mich in den Flow. Kann man unzufrieden glücklich sein? Ich hoffe es.

Übrigens: Der auch profilierte Vortragsredner Scherer ist ein seltsam ehrlicher Mensch. Der versucht sogar merkbar, sich selbst möglichst wenig schön zu reden.