Medizinwitz des Tages 2. Januar 2020

Genetische Eingriffe als radikales Mittel gegen von Insekten übertragbare Krankheiten ?

UNESCO Lehrstuhl für Bioethik der MedUni Wien am 02.01.2020

Der Clou des neuen WW-Programms: Jeder kann damit genau so abnehmen wie es am besten zu ihm passt. Motsi Mabuse z.B. liebt “Lachs morgens aufs Roggenbrot und abends zu Nudeln”.

WW Deutschland am 02.01.2020

Das Besondere an meinWW ist der individuelle Ernährungsplan nach Vorlieben, Essgewohnheiten und Lebensstil als Basis: (1) Der grüne Plan mit mehr als 100 ZeroPoint Lebensmittel und die meisten täglichen SmartPoints. (2) Der blaue Plan mit mehr als 200 ZeroPoint Lebensmittel und mindestens 23 täglichen SmartPoints. (3) Der lila Plan mit über 300 ZeroPoint Lebensmittel, dafür die wenigsten täglichen SmartPoints. (4) Die WWApp als wichtiges “Erfolgstool” beinhaltet u. a. 10.000 Rezepte, 80.000 Lebensmittel sowie 5.500 Restaurant- und Fast-Food-Gerichte inklusive SmartPoints Werte.

WW Deutschland am 02.01.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Wenig Geld infolge Schlafmangels ?

Harte Arbeit wird in den „Strunz News“ respektiert. Wer Fliegenhirn in hauchdünnen Scheiben geschnitten mittels Lasers über Tage hinweg abscannt, und uns dann erklären kann

warum wir schlafen, warum Studenten während der Prüfungsvorbereitung gerne abgeschieden und in Dunkelheit arbeiten, warum olympische Rekorde nachmittags aufgestellt werden, warum Schichtarbeit einsam machen kann, warum wir träumen, wie wir luzide Träume für sportliche Höchstleistung einsetzen können, wie Kinder im Schlaf lernen, was uns getrennte Schlafzimmer ermöglichen, wie wir das Schnarchen loswerden, warum zu wenig Schlaf dick macht, was unruhige Beine mit Eisenmangel zu tun haben, wie Koffein uns glücklich macht, was Mondfühligkeit ist, und ob uns die Handy-Funkwellen wirklich den Schlaf rauben …,

der soll hier auch gewürdigt werden.

Rund 400 Seiten mit bunten Erkenntnissen über das Schlafen. Das Buch von Albrecht Vorster erinnert mich an die einstige Buch-Reihe „WahnsinnsWissen“, die man als Kind verschlungen hatte.

Schlaf, besonders Tiefschlaf, ist unterbewertet !

So verweisen etliche Studien auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht sowie niedrigerem Einkommen und Schlafmangel. Auch wenn dieser Zusammenhang – auf ein ganzes Land gesehen – gewagt erscheint, so fällt doch auf, dass der „Industriemensch“ immer weniger schläft.

Während in den USA 33 % der Arbeitnehmer auch am Wochenende und 25 % nachts arbeiten, sind es in Deutschland nur 20 % und und jeder Siebte (Hamermesh & Stancanelli, 2015, p. 10). Immerhin.

Doch monetär erfolgreiche Menschen haben alle eines gemeinsam: Die arbeiten nachts, arbeiten auch am Wochenende, treiben Sport, meditieren, und achten dennoch auf ihren Schlaf. Wie die das machen, fragen Sie ? Antwort:

Reflex-Tiefschlaf (News 30.04.2016)

Ein anderer praktischer Lösungsvorschlag für gesünderen Schlaf lautet: das Buch von Albrecht Vorster lesen.

Und vergessen Sie bitte dem Mythos vom „8-Stunden-Schlaf“. (News 03.09.2013) Wozu dieser Zwang ? Der Historiker Roger Ekirch bewies 2005 in seinem Buch “At Day’s Close” – untermauert von 500 Zitaten aus der Menschheitsgeschichte – dass die Menschen ursprünglich und immer in 2 Abschnitten geschlafen haben.

Warum man darüber kurz nachdenken sollte ? Um, wenn es Sie betrifft, Ihre Angst zu verlieren. Schlaf kann individuell sein.

In der Nacht 1-2 Stunden wach zu sein, ist völlig normal.

War es jedenfalls in der gesamten Menschheitsgeschichte. Und wenn Sie – wie ich – 2 oder 3 Mal nachts wach liegen, dann freuen Sie sich einfach über sich selbst. Dann sind Sie eben ein ganz besonders aufgewecktes Evolutionsgeschöpf oder haben auch einfach nur den Rat von Arnold Schwarzenegger befolgt. Der empfahl einmal Studenten allen Ernstes: “Sleep faster !”

QUELLEN

Hamermesh, D. S., & Stancanelli, E. (2015). Long workweeks and strange hours. Industrial and Labor Relations Review, 68(5), 1007–1018

Neligan, A. (2018). Why We Sleep? A manifesto in defence of sleep. Brain : A Journal of Neurology, 141(6), 1884–1886

Medizinwitz des Tages 12. November 2019

Die moderne Krebstherapie versucht, jeden Tumor möglichst individuell zu behandeln. Bei einigen Krebsarten ist z.B. relevant, welche Eigenschaften der Tumorzellen die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall bestimmen. Besteht bei einem Patienten ein hohes Rückfallrisiko, können die Ärzte eine höher dosierte Therapie einsetzen.

Deutsche Krebshilfe am 12.11.2019

In Bezug auf das Management von Diabetes gibt es keinen Ansatz, der für alle gleichermaßen passt. Denn die Erkrankung ist von Patienten zu Patient sehr unterschiedlich, heißt es von Seiten des US-Verbandes der forschenden Arzneimittelhersteller PhRMA. Der Bedarf an innovativen Therapien ist daher weiterhin groß. Derzeit sind laut PhRMA über 160 Medikamente für Zuckerkranke in Entwicklung.

Pharma Fakten am 12.11.2019

Menstruation ist auch Männersache.

erdbeerwoche GmbH am 12.11.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 6. November 2019

Aus meiner eigenen Praxis weiß ich, dass die Gesundheitskompetenz in der deutschen Bevölkerung zurückgeht.

BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt am 06.11.2019

Deutsche Hausärzte sind mit der Koordinierung von Leistungen und der Beratung ihrer Patienten häufig überfordert, weil sie primär andere Aufgaben haben.

Bundesärztekammer am 06.11.2019

Kein Krebs ist wie der andere, denn jeder Tumor hat individuelle Eigenschaften, die für das Tumorwachstum verantwortlich sind.

Bayer Vital GmbH am 06.11.2019

Ein wirtschaftlich gesunder Pharma-Standort Österreich wirkt sich positiv auf das  Gesundheitswesen aus.

Pharmig am 06.11.2019

Leider muss gerade im Jahr 2019 speziell darauf hingewiesen werden, dass Österreich auf die Diabetespolitik bezogen kein Musterschüler ist. International sind die Zahlen bei Neuerkrankungen von Diabetes Typ 2 leicht rückläufig, in Österreich jedoch wieder ansteigend.

Österreichische Diabetes Gesellschaft am 06.11.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

GDI: Kommt die Pflegegesellschaft oder doch „Big Doctor“ ?

Geht es nach dem Schweizer Gottlieb Duttweiler Institute (GDI), dann steht die Pflegebranche vielerorts vor einer Revolution. Kurz gesagt: Aus einem angebotzentrierten System weniger (staatlicher) Anbieter wird ein nachfrageorientiertes (individuelles) System vieler (privater) Anbieter. Allein die Schweiz benötigt bis 2020 an die 17.000 zusätzliche Pflegekräfte.

SZENARIOStatus Quo PlusPflege-
bedarf
Care
Convenience
Big
Doctor
Wer pflegt ?Hauptsächlich professionelle PflegekräfteJeder jedenPlattform-
betreiber
bringen
Angebot und Nachfrage zusammen
Hausarzt, Technik
samt Algorithmus
Wo wird gepflegt ?mehr ambulant, weniger stationärin der Nachbar-schaft (geo-
grafisch oder kommunikativ bestimmt)
wo auch immerwo sich Person
aufhält
Wann wird gepflegt ?möglichst oft nach Bedarfimmerwann auch immerdigital: rund
um die Uhr
analog: before demand
Wie wird die Pflege organisiert ?Plege-Management, Best-Practice-Orientierungkleinräumig, auf kommunaler Ebenestaatliche Regulierung definiert den Rahmen für kommerzielle PlattformenEinigung auf von Mensch und Maschine zu respek-
tierende Werte

Auf jeden Fall werde das Geschäftsmodell bisheriger Anbieter von Betreuungsleistungen, ob Unternehmen oder Institutionen, in Frage gestellt, denn in einem nachfrageorientierten System würden zwar die direkt erbrachten Leistungen bezahlt, jedoch nicht die vom Anbieter aufgebauten Kapazitäten und Infrastrukturen. Demnach ergeben sich laut GDI für die Pflegeeinrichtungen folgende 4 Szenarien (s. Tabelle): Status quo plus, die Pflegegesellschaft, Care-Convenience (mit viel Potenzial für PPP-Modelle) und die „Big Doctor“ Lösung.

Während in einer Pflegegesellschaft die soziale Zuwendung dominiert, rückt „Big Doctor“ die Gesundheit des Menschen in den Mittelpunkt. Dabei werden digitale Diagnose-Systeme eine zentrale Rolle spielen und den Körper wie das Verhalten des Pflegebedürftigen überwachen. Dazu werden „Before-Demand-Lösungen“ insofern entscheidend beitragen, als sie aus den Körperdaten bevorstehende Komplikationen herauslesen können; etwa Herzinfarkt, Schlaganfall oder Über- bzw. Unterzuckerung. Durch ein rechtzeitiges Warnsignal sollte es dann gar nicht zum Ernstfall kommen !