66 % der Deutschen sind mit der ärztlichen Behandlung unzufrieden

Dass 2 Drittel der Patienten in Deutschland mit der ärztlichen Behandlung unzufrieden sind, das sagen nicht wir vom Molner Health Center, sondern ist ein Ergebnis des PwC Healthcare Barometer 2018. Und das auch nicht, weil die Kompetenz der Mediziner angezweifelt würde, sondern weil nach Meinung von fast der Hälfte der Patienten das Gespräch mit dem Arzt zu kurz ist. Privatversicherte sind übrigens nur zu 26 % verärgert.

Infografik: obs / PwC Deutschland

Weitere Kritikpunkte sind mit jeweils 20 % die Öffnungszeiten der Praxen und, man höre und staune, das Gefühl, vom Arzt und seinen Angestellten nicht ernst genommen zu werden. “Der mündige Patient ist Wirklichkeit geworden”, sagt Michael Burkhart, Leiter von Gesundheit & Pharma bei PwC Deutschland. “Die Versicherten heute wünschen sich mit dem Arzt ein Miteinander auf Augenhöhe.“

Umso wichtiger sei es, so der Experte, dass Ärzte (1.) die Zeit, die sie durch den Einsatz innovativer Technologien gewinnen, in das Patientengespräch investieren. (2.) Den Kontakt auch über digitale Schnittstellen pflegen und (3.) auch ihren Service ausbauen. Der Wunsch der Patienten nach mehr Zeit erfordert laut Burkhart aber ebenso ein Umdenken im Gesundheitssystem: „Patientengespräche sollten bei der Honorierung von Ärzten stärker berücksichtigt werden.”

Pharmafirmen unbeliebt

Im Krankenhaus fühlen 53 % der Deutschen gut behandelt und sogar 77 % sind mit den Leistungen ihrer Krankenkasse zufrieden. Hingegen weiterhin sehr schlecht ist das Image der Pharmakonzerne. So meinen gar 72 % der Deutschen, dass es sich dabei um “auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Unternehmen“ handelt, „die zu Lasten der Sozialkassen wirtschaften”. Jedoch wichtiger als günstige Preise durch Generika ist der Bevölkerung „die Hoffnung auf Heilung“ …