Medizinwitz des Tages 23. Juli 2020

Rezeptfrei heißt nicht harmlos ! Selbst Mittel gegen Kopfschmerzen sind nicht so harmlos wie in der Werbung immer wieder dargestellt. Bei übermäßiger oder langfristiger Einnahme können sie arzneimittelinduzierten Dauerkopfschmerz verursachen wie auch Leber- oder Nierenschäden.

ABDA am 23.07.2020

Die Frage “Wie ernähre ich mich richtig bei Krebs?” beschäftigt viele Patienten. Die eine richtige Antwort darauf gibt es nicht. Vielmehr hängt sie von individuellen Faktoren und den jeweiligen Bedürfnissen der Patienten ab. Was wissenschaftlich zuverlässig ist und in der individuellen Situation weiterhelfen kann, lässt sich oft vor allem auch im Internet nur schwer erkennen.

Janssen-Cilag GmbH am 23.07.2020

Bei den von Hepatitis C geheilten Personen wird der Pfortaderdruck in der Leber insgesamt zwar gesenkt, allerdings kann der Pfortaderhochdruck trotzdem fortbestehen, weshalb es weiterhin zu Komplikationen wie etwa Blutungen aus Krampfadern in der Speiseröhre oder dem Auftreten von Bauchwassersucht kommen kann.

MedUni Wien am 23.07.2020

Zahnärzte werden von Patienten in Deutschland nicht nur am häufigsten bewertet, sondern auch am besten. Das müssen Humanmediziner wohl zähneknirschend so hinnehmen. Auf den 3. Platz kommen, jedoch schon weit abgeschlagen, die Gynäkologen. Schwarz sehen die Patienten sozusagen bei Augenärzten, darum deren letzter Platz in der Rangliste der Zufriedenheit. Auf dem vorletzten Platz landen die Hautärzte.

Socialwave GmbH am 23.07.2020

Um die Blutgerinnung zu hemmen, nehmen viele Menschen täglich ASS in geringer Dosis zur Vorbeugung ein. Wer zusätzlich gegen Schmerzen sporadisch auch Ibuprofen einnimmt, der sollte auf einen zeitlichen Abstand achten: ASS entweder eine halbe Stunde vor oder 8 Stunden nach Ibuprofen einnehmen. Bei einer gleichzeitigen Einnahme kann Ibuprofen die Wirkung von ASS hemmen. Der Trick mit dem Zeitabstand funktioniert aber nicht, wenn man ein ASS-Präparat einnimmt, das sich erst nach der Magenpassage auflöst. Deshalb sollten sich Patienten, die kleine Mengen ASS in der Dauertherapie brauchen, unbedingt in der Apotheke beraten lassen.

ABDA am 23.07.2020

Die Entwicklung hin zum digitalen Gesundheitssystem führt zu neuen Anforderungen an den Beruf des Arztes. Die Münch Stiftung plädiert zudem für die Etablierung von 3 neuen Gesundheitsberufen: Fachkraft, Prozessmanager sowie Systemarchitekt für digitale Gesundheit.

Zava am 23.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Der Beckenboden

Besteht, wie so vieles, aus Muskeln. Über den denkt man auch selten nach. Das wird zumeist erst interessant, wenn man – leider, leider – spontan Urin verliert. Also Wasser lässt. Immer ein bisschen. Dann geht man zum Gynäkologen und der findet bei Frauen eine „Senkung“ der Gebärmutter. Die würde nicht mehr fest genug gehalten, rutscht nach unten und drückt auf die Blase. Abhilfe? Operation. Natürlich …

System Schulmedizin !

Genau davon schreibt mir eine Patientin per E-Mail. Hätte vor Jahren schon eine „Straffungsoperation“ am Uterus gehabt. Dennoch weiterhin Schwierigkeiten mit dem „schwachen Beckenboden“. Heißt im Alltag noch einmal: Der Urin kann nicht immer gehalten werden. Peinlich. Logisch. Wie hilft man (sich) wirklich ?

Muskeltraining? Das glaubte auch diese Patientin. Ging zum Kieser. Einverstanden.

Nur blieb der Erfolg aus. Leider, wie so oft. Irgendwann sollte man sich vielleicht doch von Bodybuildern etwas abschauen. Die wissen eigentlich, was sie tun. Und kümmern sich rührend und praktisch um 2 Hormone: Testosteron und Wachstumshormon, die beiden Anabolika. Als Laie sollte man wenigstens um deren Bedeutung wissen und die Tricks kennen, beide Anabolika natürlich zu stimulieren.

Denn erst dann lohnt sich Muskeltraining !

Die Bestätigung dessen finden wir auch in der genannten E-Mail:

Überraschend kurz nach der Einnahme der Nahrungsergänzungen (NEM) kam es zu einer herrlichen Festigkeit in der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur. Ich entdeckte Muskeln, von deren Existenz ich bisher keine Ahnung hatte. Der Uterus gewann an Stabilität, keine Verschlussprobleme mehr.

Erst operiert, kein Erfolg. Dann Kieser-Training, auch ohne Erfolg. Jetzt NEM und Training, gewonnen ! Haben wir alle wieder etwas gelernt …

Und es folgte in dem E-Mail noch ein kleines, wunderschönes Sätzchen:

Übrigens: Ich konnte meine persönliche Laufleistung steigern – naja, oldtimermäßig.

„Oldtimer“ übersetze ich Ihnen gerne: Die Dame ist 70 Jahre alt. Aber die kannte den Satz von Prof. Dirk Pette: „Auch die 80-jährige Muskelzelle weiß nicht, dass sie 80 ist. Sie ist genauso trainierbar wie die 20-Jährige.“

NEM sind also auch beim Training der Beckenbodenmuskulatur unverzichtbar. Ist aber irgendwie logisch. Ein Muskel kann durch Reiz bzw. Training selbstverständlich nur dann wachsen, wenn er alle nötigen Nährstoffe bekommt. Also alle essentiellen Stoffe !

Der 1. Deutsche Jod Kongress

Findet am 3. März 2018 in Düsseldorf statt. Warum Sie das wissen sollten? Warum Sie dort hingehen sollten? Weil Sie dort

zum 1. Mal

in Deutschland wirklich über Jod informiert werden. Hier geht’s noch zur Anmeldung. Ich übrigens nehme nun schon seit einem Jahr die tausendfache Überdosis Jod. Da haben mich die Japaner überzeugt. Und ich lebe noch … !

Beim 1. Deutschen Jod Kongress werden Sie in ein heute noch großes Geheimnis eingeweiht. Jod wird in Deutschland nämlich erst entdeckt. Obwohl es auch schon jodiertes Speisesalz gibt. Aber die wahre Bedeutung von Jod … wird noch völlig unterschätzt. Vitamin D, dem spät entdeckten Hormon, war es auch so ergangen …

In Sachen Jod führend ist in Deutschland Frau Kyra D. Kauffmann (früher Hoffmann). Ihr Buch sollten Sie schon kennen (News 28.07.2017). Der 1. Deutsche Jod-Kongress war auch die Idee dieser bemerkenswerten Dame. Die Heilpraktikerin wird dann auch durch den Kongresstag führen.

Um Ihnen Appetit darauf zu machen, drucke ich Ihnen das Kongressprogramm einfach ab. Und die Experten unter Ihnen freuen sich auch sicher schon auf so berühmte Namen wie Prof. Dr. med. Spitz oder Frau Dipl. oec. troph. Gonder. Übrigens 2 sehr kluge Menschen, die sich das Motto von Hippokrates (Ernährung ist unser Heilmittel) zur Lebensaufgabe gemacht haben. Also dann mal los:

1. Deutscher Jod Kongress

3. März 2018 in Düsseldorf

P R O G R A M M

  • Begrüßung und Einführung (Frau Kyra D. Kauffmann)
  • Was Jodkritiker sagen und was aus medizinischer Sicht davon zu halten ist? (Prof. Dr. med. Roland Gärtner, Endokrinologe, Uni München)
  • Die Diagnostik des Jodmangels – Neue Möglichkeiten (Dr. med. Firoz Sojitrawalla, Nuklearmediziner)
  • Jod – Mehr als nur Schilddrüse (Dr. rer. nat. Adriana Radler-Pohl, Biologin)
  • Bedeutung des molekularen Jods in der Prävention und Therapie bösartiger Erkrankungen (Dr. med. Elio Torremante, Jod-Forscher, Gynäkologe)
  • Meeresalgen, Brustkrebs, mastopathiewissenschaftliche Daten und klinische Ergebnisse (Frau Dr. med. Bettina Hees, Ernährungsmedizinerin, Algologin)
  • Jod, Umwelt und Evolution (Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Ernährungs- und Präventionsmedizin)
  • Jod und seine Aufgaben im Gehirn (Ulrike Gonder, Ernährungswissenschaftlerin)
  • Welche Faktoren regulieren den Natrium–Jod–Symporter? (Dr. rer. nat. Jens Pohl, Biologe)

Zur Einstimmung oder zum Nachlesen, ganz wie Sie mögen, hier noch 2 News: Jodmangel (28.07.2017), Jod tötet Krebszellen (08.08.2017)

Deutschland braucht ein Schulfach Gesundheit

Laut dem Stada Gesundheitsreport 2017 fordern 80 % der der jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) ein Schulfach Gesundheit. Und wenn die erhobenen Zahlen stimmen, was sie wohl tun, dann mehr als zu Recht. Die dazu 2.000 befragten Personen konnten nämlich einfachste Gesundheitsfragen nicht richtig beantworten. So wissen 38 % nicht, wie sich die Krankenkassen finanzieren und satte 40 % kennen den Unterschied zwischen ambulanter und stationärer Behandlung nicht.

Infografik: obs / Stada Arzneimittel AG

Zudem wüssten 40 % der jungen Männer nicht, dass ein Gynäkologe hauptsächlich Frauen behandelt und 33 % der befragten Frauen glauben, sie dürften nicht zum Urologen gehen. Und 38 % beider Geschlechter können mit dem Wort Antibiotikaresistenz nicht anfangen. Für 32 % ist übrigens das Internet die “gesunde” Hauptinformationsquelle. “Die junge Generation muss sich noch nicht so mit Gesundheitsthemen beschäftigen, weil sie in der Regel gesund ist. Dennoch wird bereits in jungen Jahren der Grundstein für die spätere Gesundheitsbildung gelegt”, meint Klaus Hurrelmann, Gesundheits- und Bildungsforscher von der Hertie School of Governance.

Nehmen Frauen die Pille mangels Aufklärung ?

Wie nun die weltweit größte Verhütungsstudie „Tanco Report 2017“ enthüllte, kennen Frauen in Deutschland weniger Verhütungsmethoden als gedacht. Will heißen, im Schnitt nur 6 von 15 Methoden. Und gar 60 % aller verhütenden Damen könnten sich vorstellen auf eine Langzeitmethode zu wechseln, wenn sie darüber mehr wüssten. So komme es also, dass sich 61 % der Frauen gleichsam aus Gewohnheit ihr Pillenrezept in der Arztpraxis abholen. Und beim Frauenarzt findet laut dem Tanco Report 2017 „offenbar keine ausreichende Beratung über Langzeitmethoden“ statt.

Zahlen von 2015: Wo bleibt der Verhütungsfortschritt? (Infografik: obs / Jenapharm)

Der Grund klingt so überraschend wie plausibel: Die Ärzte schätzen das Wissen ihrer Patientinnen höher ein und das Informationsbedürfnis niedriger, als es tatsächlich ist. Laut dem Report 2017 sei das Wissen über die Wirkungsweise einzelner Methoden sogar „mehr als lückenhaft“. Nur 47 % der Kombipillen-Verwenderinnen wüssten, dass diese Methode den Eisprung verhindert. Und gerade einmal 14 % aller befragten Frauen sind darüber informiert, dass das Verhütungsschirmchen keine Östrogene enthält. Schlechte Kommunikation, wenig Eigeninitiative und Macht der Gewohnheit lauten die Gründe, warum es bei der Verhütung in Deutschland nicht mehr Vielfalt gibt.

„Und das, obwohl die Pille unverändert pannenanfällig ist“, wie die Studienleiterin Patricia Oppelt weiß. „Fast die Hälfte der Anwenderinnen hat die Pilleneinnahme in den letzten 3 Monaten mindestens einmal vergessen und jede 4. Frau musste schon einmal die “Pille danach” einnehmen.“ Wie gesagt, scheint eine Ursache des Informationsdefizits in Sachen Verhütung in einer mangelnden Arzt-Patientinnen-Kommunikation zu liegen. Dafür werden auch aussagekräftige Zahlen geliefert. So glauben die befragten Gynäkologen, dass Langzeitverhütung nur für 18 % der Frauen eine Option ist. Tatsächlich aber betrage diese Zahl mindestens 60 %.