Medizinwitz des Tages 15. November 2019

Jede Gesundheitsreform muss im Sinne der Patientinnen und Patienten stattfinden. Das Ziel ist ein bedarfs- und patientenorientiertes System, das heute, morgen und in Zukunft dafür sorgt, dass Arzneimittel und Therapien dort zur Anwendung kommen, wo sie gebraucht werden – und das ist bei Patientinnen und Patienten.

Pharmig am 15.11.2019

Dass vor dem Eintritt in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Universitäten ein aufrechter Impfschutz verpflichtend sein muss, ist ein wesentlicher Punkt im Kampf gegen Masern. Auch in Gesundheitsberufen tätige Personen sollten sich immer ihrer speziellen Verantwortung und Vorbildwirkung bewusst sein und auf einen aufrechten Impfstatus achten.

Österreichische Ärztekammer am 15.11.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Österreichs Gesundheitssystem jedes Jahr 1 Milliarde € teurer

Im Jahr 2021 könnten Österreichs Ausgaben für Gesundheit um insgesamt 4,6 Mrd. € teurer sein als heute. Das gab die Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser nach Abschluss einer sog. 15a-Verordnung zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherungen bekannt. „Entgegen den Aussagen der Ärztekammer steigen die Investitionen und Ausgaben im Gesundheitswesen jährlich weiterhin an. Es gibt keine Einsparungen, ganz im Gegenteil!”

Es brennt der Hut

Nunmehr existiere aber erstmals  eine vertraglich fixierte Finanzierungszusage der Länder und der Sozialversicherungen für einen Ausbau der Primärversorgung. „Mit der Zweckwidmung von 200 Mio. € haben wir einen wichtigen Pflock für die Gesundheitsreform eingeschlagen. Damit kommen wir dem Ziel, den Spitalsbereich zu entlasten und die ambulante und niedergelassene Versorgung auszubauen, einen großen Schritt näher“, so Oberhauser.

Demnach könnte sich die Bevölkerung konkret über eine Versorgung nahe am Wohnort freuen, einen besseren Zugang dank längerer Öffnungszeiten und mehr Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe. Angesichts der genannten Verordnung brennt hierzulande auch für den Präsidenten der ÖÄK, Artur Wechselberger, der Hut – wenngleich aus anderen Gründen. „Es kann doch nicht sein, dass ein Angebotsmonopol für Kassenplanstellen bei den Ländern und Krankenkassen liegt, wo doch gerade die Ärztekammern immer auf die Notwendigkeit neuer Kassenstellen gedrängt haben.“

Verschlechterungen ?

Der „massive Umbau“ des Gesundheitssystems werde, so der ÖÄK-Präsident,  für alle Beteiligten Verschlechterungen mit sich bringen.