Medizinwitz des Tages 14. August 2020

Die steigende Anzahl an Menschen ohne Krankenversicherung offenbart, dass auch in Deutschland Vielen das Menschenrecht auf Gesundheit verwehrt wird.

Ärzte der Welt am 14.08.2020

38 % der deutschen Apotheken bezeichnen die aktuelle Nachfrage als “schlecht”.

Aposcope am 14.08.2020

Dass die medizinisch besonders gut wirksamen CBD-Produkte zurzeit im rechtlichen Graubereich verkauft werden müssen, ist ein Armutszeugnis für die österreichische Gesundheitspolitik.

Hanfama Vertrieb GmbH am 14.08.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 10. Dezember 2019

Globale Lebensmittelsysteme verursachen versteckte Kosten in Höhe von 12 Bill. Dollar im Bereich von Umweltschäden bis hin zur Volksgesundheit.

Barilla Foundation am 10.12.2019

23 % der Österreicher nehmen täglich 5 oder mehr Medikamente ein.

Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger am 10.12.2019

Deutschlands Arbeitnehmer haben im Vorjahr rund 4,5 Mrd. € verschenkt, weil sie auf einen Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse verzichteten.

Check24 GmbH am 10.12.2019

36 Mrd. € jährliche Wertschöpfung durch Zahnarztpraxen in Deutschland. Und jeder Arbeitsplatz in einer Praxis schafft 0,6 weitere Arbeitsplätze außerhalb.

Bundeszahnärztekammer am 10.12.2019

Werbeverbote für Tabakprodukte und E-Zigaretten sind ein gesundheitspolitischer Rückschritt.

Deutscher Zigarettenverband am 10.12.2019

ANMERKUNG: Für einen Witz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages am 28. August 2019

67 % der niedergelassenen Ärzte in Deutschland sind mit den derzeitigen Arbeitsbedingungen sowie der Gesundheitspolitik der Bundesregierung so unzufrieden, dass sie früher als ursprünglich geplant in Rente gehen wollen.

Ärztenachrichtendienst Verlag-AG am 28.08.2019

Für die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs empfehlen AGO Österreich und Österreichische Krebshilfe allen Frauen ab dem 20. Lebensjahr 1 Mal jährlich einen Krebsabstrich durchführen zu lassen.

Österreichische Krebshilfe am 28.08.2019

Manchen Patienten fällt es schwer, eine Arzneimittelkapsel zu schlucken. In vielen Fällen können die Kapseln dann entleert und der Inhalt mit einem Glas Wasser, oft auch mit Haferschleim oder anderer Nahrung geschluckt werden. Das sollte man jedoch nur nach Rücksprache mit der Apotheke tun, denn bei manchen Präparaten gibt es Probleme, wenn die schützende Hülle fehlt oder die Arznei hilft nicht, weil die Wirkstoffe im Magen zersetzt werden.

Apotheken Umschau am 28.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 20. August 2019

Eine Preisdifferenzierung bei Medikamenten nach der Wirtschaftskraft bzw. Zahlungsfähigkeit eines Staates gewährleistet, dass kein Land wegen zu hoher Preise vom therapeutischen Fortschritt ausgeschlossen wird. Sie gilt von daher international als den Wohlstand fördernd. Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind europaweit einheitliche Arzneimittelpreise wenig erstrebenswert.

Universität Duisburg-Essen am 20.08.2019

In Österreich wird der Finanzbedarf der Spitäler bis 2030 von derzeit 12,8 Mrd. € auf 24,6 Mrd. € ansteigen und sich damit verdoppeln. Pro Kopf heißt das, dass die Spitalskosten von 1.452 € auf 2.780 € anwachsen werden.

Philips Austria GmbH am 20.08.2019

Das sog. AMNOG-Paradoxon in Deutschland beschreibt folgenden Teufelskreis: Je erfolgreicher der Versuch ist, die Kosten von Arzneimittel-Innovationen durch Preisregulierung zu dämpfen, desto höher werden die Preise der nachfolgenden Produktgeneration sein, die daraufhin gesundheitspolitisch mit einer noch strengeren Regulierung beantwortet werden und somit paradoxerweise den nächsten Preisschub auslösen. Das Problem dabei ist, dass das nicht ohne reale Konsequenzen bleibt. Denn die auf Kostendämpfung zielenden Preisregulierungen können entsprechende Kürzungen bei den Forschungsetats nach sich ziehen und so eine nachlassende Innovationsdynamik provozieren. Das wiederum würde bedeuten, dass arzneimittel-therapeutische Fortschritte ausbleiben oder sich verzögern.

Universität Duisburg-Essen am 20.08.2019

Dass einige wenige Arzneimittel in Österreich nicht ausreichend zur Verfügung stehen, liegt häufig an den sog. Parallelexporten. Es ist leider gängige Praxis, für den österreichischen Markt bestimmte und hierzulande günstigere Medikamente in höher preisliche Märkte wie Deutschland zu exportieren. Diese Art der Geschäftemacherei auf Kosten heimischer Patienten gehört dringend abgestellt. Die Hersteller produzieren ausreichend Arzneimittel für den heimischen Markt. Engpässe dürfte es eigentlich gar nicht geben.

Fachverband der Chemischen Industrie am 20.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

EU will bessere und billigere Medikamente

Weil die derzeitigen Preissteigerungen bei neuen Medikamenten langfristig nicht finanzierbar sind, hat das sog. Expert Panel für effektive Investitionen in der Gesundheitsversorgung, das die EU in Fragen der Erhaltung und Finanzierung der öffentlichen Gesundheitssysteme berät, dazu 8 neue Vorschläge präsentiert. Demnach könnten an neue Medikamente auch höhere Anforderungen bei der Zulassung durch die EMA gestellt werden.

Empfehlungen 1-3

Laut der österreichischen Expertin Claudia Wild, Leiterin Ludwig Boltzmann Institute, seien auch striktere Kontrollen bis hin zum Lizenzentzug vorstellbar, wenn Medikamente die in sie gesetzten Erwartungen dann in der Praxis nicht erfüllen. Die neuen gesundheitspolitischen Steuerungsinstrumente sollen mittelfristig zu besseren (innovativeren) Medikamenten führen, die einen größeren Nutzen für Patienten haben und das zu sozial verträglicheren Preisen.

Zudem wird im Bericht die Rolle von Forschung und Entwicklung im Pharmabereich neu gedacht und der Patentschutz in seiner jetzigen Form hinterfragt. Konkret wurden folgende „8 Prinzipien“ formuliert: (1) Die Offenlegung der tatsächlichen Entwicklungskosten von Medikamenten (2) Unterschiedliche Anreize für echte Innovation (z.B. veränderter Patentschutz) (3) Verbesserte Methoden zur Bewertung des gesellschaftlichen Nutzens von Medikamenten

Empfehlungen 4-8

(4) Gemeinsame Politik(en) zur Stärkung der Position in Preisverhandlungen (5) Belohnung von Zusatznutzen und bedarfsorientierter Innovation von Medikamenten (6) Kostenerstattung von Sozialversicherungsträgern für Behandlung und Ergebnis statt nur für Medikamente (7) Die Erprobung und Evaluierung neuartiger Rückerstattungen (8) Die Gründung von gemeinsamen Plattformen zur Diskursmöglichkeit aller Beteiligten