Medizinwitz des Tages am 27. August 2019

Lebensmittel können Medikamente beeinflussen.

Baby und Familie am 27.08.2019

Wer nach der Einnahme eines Medikamentes Nebenwirkungen verspürt, sollte zunächst dem Apotheker davon berichten. Der gibt dann die Meldung u.a. an die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) weiter. Dort werden die Rückmeldungen aus allen Apotheken systematisch erfasst, ausgewertet und danach an die entsprechenden Bundesoberbehörden weitergeleitet. Falls die Behörden Maßnahmen erlassen, werden diese von der AMK umgesetzt bzw. die Information an alle Apotheken verteilt. Die AMK  lehnt die Erfassung und Weitergabe von Nebenwirkungen durch privatwirtschaftliche Anbieter ab. Dort nämlich müssen Patienten damit rechnen, dass die gesammelten Gesundheitsdaten an interessierte Stellen verkauft werden.

ABDA am  27.08.2019

Was passiert also beim Einfrieren der Versicherungsbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung auf einer Obergrenze ? Dann müssen automatisch auch die jeweiligen Versicherungsleistungen begrenzt oder eingefroren werden. Der medizinische Fortschritt bleibt stehen und die Lebenserwartung bzw. Lebensqualität von Kranken kann sich nicht mehr verbessern.

hc consulting AG am 27.08.2019

In Zeiten der Dreiminuten-Medizin ist das qualitätsvolle Führen einer Hausapotheke durch den Arzt unmöglich. Eine sichere Arzneimittelanwendung braucht dringend die Expertise und Beratung durch die Apotheken. Eine Notfallabgabestelle von Medikamenten beim Arzt würde auch nie das nötige Sortiment an Arzneimitteln abdecken, das für die Patientenversorgung notwendig ist. Mit rund 6.000 verschiedenen Medikamenten auf Lager kann das nur eine öffentliche, logistisch gut geführte Apotheke.

Österreichische Apothekerkammer am 27.08.2019

Wer sich zum Pilze sammeln aufmacht, sollte nicht nur an das Risiko versehentlich geernteter Giftpilze denken, sondern auch an die Zeckengefahr. Denn Zecken können teilweise schwerwiegende Krankheiten übertragen – und zählen daher zu den gefährlichsten Tieren Deutschlands.

Hermes Arzneimittel GmbH am 27.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages am 26. August 2019

Mit der elektronischen Gesundheitskarte sollen hunderttausende Arzt-, Zahnarzt- und Therapeutenordinationen, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen im Gesundheitswesen vernetzt werden. Doch welches Unternehmen ist für die Telematik-Infrastruktur der elektronischen Gesundheitskarte verantwortlich ? Solange das nicht geklärt ist, gehen Gesundheitsdaten in ein schwarzes Loch – das kann nicht sein. … Unvorstellbare Mengen vertraulicher Patientendaten sollen letztlich übermittelt, verarbeitet und gespeichert werden.

Freie Ärzteschaft am 26.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Kritik an Schweizer Krankenkasse wegen Sport App und Rabattsystem

Grundversicherte in der Schweiz, die der Krankenkasse Helsana mittels einer Gesundheits-App beweisen, dass sie Sport treiben, erhalten Geld aus der Versicherungsprämie zurück. Einer der wohl besten Wege zur Steigerung der Volksgesundheit, möchte man meinen. Doch dagegen regt sich heftiger Widerstand bis hin zum Stopp der Aktion: Solche Prämienrabatte würden das Solidaritätsprinzip der Grundversicherung untergraben, heißt es.

Die Helsana Krankenkasse brennt für das Leben … (Foto: MHJ)

Das Bonusprogramm Helsana+ belohnt gesunde, sportliche und technisch versierte Versicherte mit einer finanziellen Entschädigung. Sie können die Helsana App mit Gesundheits-Apps wie „Google Fit“ oder „Apple Health“ verbinden, welche Herzfrequenz, Schrittzahl, Kalorienverbrauch, Bewegungsdaten usw. erfassen. Doch dadurch würden Kranke und solche Versicherte diskriminiert, die keinen Sport treiben können (wollen), technisch nicht versiert sind oder Wert auf Privatsphäre (!) legen. Das findet eine „breite Koalition“ in einem Protestbrief, denn anders als in der Zusatzversicherung gelte in der Grundversicherung das Solidaritätsprinzip.

In der Kritik von Helsana+ tun sich vor allem auch 3 Nationalräte hervor. Nach deren Meinung sei nämlich denkbar, dass angesichts stetig steigender Prämien viele Versicherte diese nur noch bezahlen können, wenn sie an einem solchen Rabattsystem teilnehmen und ihre Gesundheitsdaten preisgeben. Es sei zudem „äußerst heikel“, wenn man seine Krankenkasse über sportliche Aktivitäten informieren und die Gesundheitsdaten übermitteln müsse. So könnten Krankenversicherungen auch einen sich verschlechternden Gesundheitszustand erkennen und diesen „zum Nachteil der Versicherten“ verwenden …