Medizinwitz des Tages 18. September 2020

41 % der Kunden in Deutschland und Österreich ekeln sich vor Einkaufswagen. Laut dem renommierten Infektiologen Prof. Dr. Reinier Mutters von der Phillips-Universität Marburg sind diese Hygienebedenken auch berechtigt, denn Einkaufswagen stellen ein großes gesundheitliches Risiko dar !

Reichl & Partner PR am 18.09.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Heißhunger auf Süßes

Den haben die meisten von uns, weil sie – anders als die Kinder, anders als der Steinzeitmensch und anders als die heute noch lebenden Naturvölker – täglich am Schreibtisch kleben. Statt draußen herumzulaufen, bis man so müde würde, dass man einfach einschläft. Einfach so einschläft – nicht dank Fernseher, Alkohol oder Schlaftabletten.

Da sitzt man also unter Hochdruck am Schreibtisch, ohne dem Körper eine Chance zu geben, diesen Druck auch wieder loszuwerden. Damit ist man eindeutig im Stress und fühlt sich heutzutage vielleicht sogar noch ziemlich wichtig, aktiv in jedem Fall und u.U. auch erfolgreich. Nur: Leider ruiniert man sich dadurch die Gesundheit !

Und zwar so:

  • Bei Stress fährt der Körper seine Aktivität hoch.
  • Dazu wird Cortisol freigesetzt. Das erhöht den Blutdruck und bringt die Leber- und Muskelzellen dazu, gespeicherten Zucker (Glykogen) freizusetzen. Aber auch (unsinnige) Diäten können Cortisol dauerhaft erhöhen, denn unser Gehirn wertet den Entzug von Nahrung schnell als Bedrohung !
  • Dieser freigesetzte Zucker überschwemmt das Blut. Und wie immer steigt, wenn der Blutzuckerspiegel steigt, auch das Insulin – obwohl man noch nicht einmal etwas gegessen hat.
  • Kurz darauf stürzt der Blutzucker ab, worauf der Körper (pflichtbewusst) meldet: „Hunger !“ Und zwar: „Hunger auf Zucker !“ Schlimm …
  • Zusätzlich dazu gibt’s den immer noch hohen Cortisolspiegel … für die vermehrte Produktion des Hormons Ghrelin. Das kurbelt den Appetit weiter an. So kommt es dann, dass Menschen „auf Diät“ ständig und oft sogar zwanghaft an Essen denken müssen oder auch von regelmäßig von Heißhungerattacken überrumpelt werden. Eine höllische Achterbahn für Körper und Seele …

Würden wir allerdings so wie in der Steinzeit leben und uns täglich abrackern müssen bis zum sprichwörtlichen Geht-nicht-mehr, dann würde auch unser Stresssystem noch herrlich funktionieren. Heute jedoch ist das zumeist alles anders ! Man muss dazu seinem Körper aktiv (!) die Chance geben. Aktiv die Chance einräumen, den Stresspegel auch wieder herunterzufahren. Durch Sport, durch Meditation – das möglichst jeden Tag.

Und wussten Sie, dass

Stress massiv Tryptophan verbraucht. Das daraus resultierende tiefe Serotonin ist dann mit-verantwortlich für den Heißhunger. Doch kaum hebt man sein Tryptophan an (Sie wissen, wie das geht oder ?), so verliert man auch die quälende Zuckersucht. Ist kein Geheimnis, sondern schon tausendfach erprobt wie gelobt. Unser Leben wird nämlich von Neurotransmittern bestimmt. Und da gibt es im Gehirn grob nur 2 solcher Signalwege:

  • Dopamin für den Antrieb
  • Serotonin für das Glück

QUELLE: Solche interessanten Dinge stehen doch tatsächlich in einem meiner wichtigsten Bücher, nämlich „Warum macht die Nudel dumm?“ (2015, S. 91.). Erinnern Sie sich noch an Kapitel wie „Je dicker der Bauch, desto kürzer das Leben“ oder „Was wieder schlau macht ?“

BMI 20

Frägt man Menschen nach ihrem Lebensziel, dann kommen zumeist folgende Antworten: Ein langes Leben, Gesundheit, Reichtum, eine glückliche Familie haben und ähnliches. Und was auch immer als Lebensziel genannt wird, im Prinzip geht es immer auch um die GEFÜHLE (dahinter). Hehre Ziele also …

Nun kann man dieses “Glück”, sein Lebensziel, auch ein bisschen vorsichtiger formulieren und dennoch MACHTVOLL ! Liegt vor mir eine Postkarte mit 6 Zeilen handgeschrieben. Anrede “Bester Doc”. Und da definiert eine Dame sehr sehr klug das Ziel ihres Lebens. Das sie sogar auch schon erreicht habe.

Haben Sie Ihr Lebensziel auch schon erreicht ?

Dort steht:

UNKAPUTTBAR und GUTER DINGE

Gefällt mir außerordentlich gut, diese Formulierung. Umfasst schließlich Körper und Geist. Im Original klingen die 6 Zeilen so:

Bester Doc, morgen werde ich 75. Dank Ihrer Bücher und News habe ich BMI 20, heute Nacht Ruhepuls 51 und laufe fast jeden Tag mindestens 45 Minuten. Ich bin auch nie krank, sondern fühle mich meist unkaputtbar und guter Dinge. Meine Krankenhauszusatzversicherung habe ich gekündigt …

Halt, stopp ! Haben Sie die entscheidenden Worte achtsam gelesen, nicht nur überflogen. Da wurde nämlich auch ein Geheimnis verraten:

BMI 20

Ist das Ideal. Der optimale Body Mass Index. Die Frohmedizin weiß sehr sehr genau, dass man mit BMI 20-24 am längsten lebt ! Das ist für mich entscheidend, am längsten zu leben. Und bitte, dort steht nicht BMI 19 oder BMI 25 oder gar BMI 30, sondern BMI 20. Den hat z.B. auch mein großes Vorbild Alberto Contador, TdF-Sieger 2007 und 2009.

Alberto Contador 2010 bei der Präsentation des Astana Cycling Teams in Wien. (Foto: MHJ)

In normaler Kleidung ist der 1,76 m große Spanier ein schmales Bürschchen. Auf dem Rennrad aber wuchsen dem ganz plötzlich Oberschenkelmuskeln, vor denen man richtig Angst bekam. Der war ein reines Muskelpaket. Rein heißt Körperfett 3 %. Selbstverständlich höchst gesund. Top fit ! Von wegen 3 % Körperfett sind krank …

Doch zurück zu unserer jungen Dame mit ihren 75 Lenzen:

  • BMI 20 heißt tadellose Ernährung und kaum Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln.
  • BMI 20 heißt auch tadellose Blutwerte. Da müssen Fettverbrennungswerte wie Ferritin, Testosteron, Wachstumshormon, Taurin, Cortisol einfach stimmen.
  • BMI 20 und jeden Tag laufen heißt ein tadelloses Herzkreislaufsystem mit z.B. Ruhepuls 51.

Apropos Ruhepuls ! Wie hoch ist denn der bei Ihnen ? Wissen Sie nicht. Dann zählen sie doch gleich jetzt. Jetzt. Sofort. Und berechnen danach auch Ihren BMI. Das geht z.B. hier und dauert vielleicht 10 Sekunden ! (Anmerkung von Molner Health Center) Sind Sie auch schon “unkaputtbar und guter Dinge” ? Wenn ja, dann haben Sie LEBEN begriffen !

Medizinwitz des Tages 3. September 2020

Irren ist menschlich, Alzheimer auch.

Alzheimer Forschung Initiative am 03.09.2020

44 % der Österreicher leiden unter einem Burnout oder befinden sich zumindest in einem “frühen Problemstadium”.

Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze am 03.09.2020

In Österreich sterben fast 3 Mal so viele Menschen durch Selbstmord als im Straßenverkehr.

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie am 03.09.2020

Bis zu 10 % der österreichischen Bevölkerung leben mit Diabetes – viele davon nicht diagnostiziert.

Dachorganisation “wir sind diabetes” am 03.09.2020

Kaufen Sie verschreibungspflichtige Medikamente keinesfalls über das Internet. Sie gefährden Ihre eigene Gesundheit und handeln darüber hinaus illegal, denn der Verkauf von rezeptpflichtigen Arzneimitteln im Internet ist in Österreich verboten. Zudem berauben Sie sich der apothekerlichen Beratung.

Österreichische Apothekerkammer am 03.09.2020

Laut der bislang größten Studie besteht zwischen dem permanenten Haarefärben und Krebs kein Zusammenhang, außer bei Basalzellkarzinomen, hormonrezeptor-negativem Brustkrebs (ER-, PR- und ER-/PR-) und Eierstockkrebs.

MedUni Wien am 03.09.2020

Der Wiener Ärzteball 2021 wird wegen des Corona-Virus abgesagt. “Wir können nicht zwischen den Tanzpaaren die berühmten Abstandsbabyelefanten mittanzen lassen”, argumentiert Österreichs  Ärztepräsident Thomas Szekeres.

Ärztekammer Wien am 03.09.2020

“Unsere Ergebnisse rechtfertigen eine weitere prospektive Validierung“, erklärt Prof. Dr. Eva Schernhammer. “Diese richtet sich nach verschiedenen Populationen und Nationen, verschiedenen Anfälligkeitsgenotypen (z.B. NAT1 oder NAT2), Krebsarten verschiedener Genotypen und molekulargenetischer Phänotypen, verschiedenen Expositionseinstellungen (persönlicher Gebrauch vs. berufliche Exposition), verschiedenen Zeitpunkten und verschiedenen Farben der verwendeten permanenten Haarfärbemittel (dunkel gefärbt vs. hell gefärbt) mit verfeinerten Expositionsabschätzungen und sollte im Licht der Gesamtheit der Beweise interpretiert werden.”

MedUni Wien am 03.09.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 28. August 2020

Gesundheit muss in Deutschland grundlegend neu gedacht werden. Denn einerseits gibt es zwar einen immer stärkeren Fokus auf präventive Gesundheitsförderung, andererseits aber stieg zugleich die Zahl der Krankheitstage von 328 Mio. im Jahr 2008 auf 449 Mio. im Jahr 2018.

Asklepios Kliniken GmbH am 28.08.2020

Laut einer Studie der Gesundheitsökonomen Maria Hofmarcher-Holzhacker und Christopher Singhuber ist die kassenärztliche Versorgung in Österreich “überall auf dem Rückzug”. … Auch der Forderung der Studienautoren nach mehr Gesundheitsprävention ist vorbehaltslos zuzustimmen.

Österreichische Ärztekammer am 28.08.2020

Die deutsche Gesellschaft hat ein Alkoholproblem.

Fachhochschule Frankfurt am 28.08.2020

Der durch Covid-19 verursachte finanzielle Schaden für die Schweizer Spitäler wird bis Ende 2020 rund 2,6 Mrd. CHF betragen. Der Schaden ist auf die Vorhalteleistungen der Spitäler zurückzuführen, die sich im Sinne von Opportunitätskosten mittels Ertragsausfällen quantifizieren lassen. Bis zu 75 % des Gesamtschadens entfallen auf die Ertragsausfälle wegen des Behandlungs- und Operationsverbots vom 17. März bis 26. April 2020.

H+ Die Spitäler der Schweiz am 28.08.2020

Ohne Zweifel ist eine auch in Zukunft abgesicherte Gesundheitsversorgung in Österreich nur mit zusätzlichen staatlichen Investitionen in das Gesundheitssystem möglich. Die Studienautoren Hofmarcher-Holzhacker und Singhuber schätzen, dass für eine gänzliche Überwindung von Covid-19 in Österreich etwa 4,2 Mrd. € nötig sein werden, davon allein 600 Mio. € für Investitionen in bessere Gesundheitsleistungen. Solche Investitionen sind gut für die Gesundheit und gut für die Wirtschaft.

Österreichische Ärztekammer am 28.08.2020

Das Corporate Health Management muss endlich zur Chefsache erklärt und ganzheitlich angegangen werden. Schließlich gibt es für einen Mehrwert durch effektives betriebliches Gesundheitsmanagement überzeugende Zahlen: Die Mitarbeiterfluktuation nimmt um 40 % ab, der Umsatz pro Mitarbeiter steigt um 11 % und der Aktienwert sogar um 76 %. Trotz dieser Zusammenhänge und trotz eines Return on Investment von 2:1 oder sogar 3:1 wird in deutschen Unternehmen das Potenzial zur Förderung von Gesundheit bis heute nicht ausgeschöpft.

Roland Berger am 28.08.2020

Tests auf eine aktive oder überstandene Infektion mit SARS-CoV-2 werden aktuell in Deutschland stark nachgefragt. Diesbezüglich ist aber (1.) noch mehr Klarheit über die Verlässlichkeit der verschiedenen Tests und ihre Verfügbarkeit nötig. (2.) müsse man sich darüber einig werden, wer primär getestet werden soll, was mit den Testungen erreicht werden soll und wie das Verfahren nach einem positiven Test aussieht. (3.) ist in diesem Zusammenhang zu klären, wo die Tests zur Verfügung stehen und wer die Kosten tragen soll.

ABDA am 28.08.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …